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Impfen
gestern und heute

über Pocken, Tuberkulose und Gelbfieber

Inokulationen (Einbringen von Krankheitserregern in einen Organismus) bzw. Variolationen (Impfen mit Impfstoff von echten Pockenpusteln) wurden bereits vor rund 250 Jahren durchgeführt. Das Prinzip seinerzeit war dasselbe wie auch heute noch: "Wird aus einer Eiterblase eines nur leicht an Pocken Erkrankten, Material entnommen und einem gesunden Menschen in die Haut geritzt, so erkranke er nur an der "Kleinen Krankheit", wordurch die "Große Krankheit" vermieden werde.

Bald stellte sich jedoch heraus, dass das Schicksal eines so Geimpften ganz ungewiss war, ob er leicht oder schwer erkrankte, oder ob er starb.

Pocken waren eine harmlose Kinderkrankheit

Die Pockenkrankheit war im 15. und 16. Jahrhundert eine ziemlich harmlose Kinderkrankheit. Sie wurde nicht sehr ernst genommen, das Sterben von Kleinkindern war normal. In diesem Alter hatte ein Lebewesen kaum ökonomischen Wert, und Kinder waren leicht reproduzierbar. – An den Pocken starben, gemessen an anderen Krankheiten wie Ruhr und Cholera, nur wenige Kinder. Das änderte sich mit der Einführung der Inokulation (bzw. Variolation), weil jeder Inokulierte zur Infektionsquelle für seine Mitmenschen wurde.

Albrecht von Haller führte 1720 die erste Inokulation in der Schweiz aus. Dadurch änderte sich der Charakter der Pockenkrankheit: Aus einer kaum beachteten Kinderkrankheit wurde eine gefährliche Seuche. Die großen Pockenausbrüche jener Zeit wie 1795 in Hamburg und Berlin waren Folge der Inokulationen. – Es muss ganz deutlich gesagt werden: Schuld am Pockenelend dieser Zeit waren inokulierende Ärzte. Sie erzeugten durch die damalige Impfmethode immer neue Infektionsquellen, die dann zu fortwährenden Epidemien führten. Das änderte sich schlagartig, als zuerst die großen Städte und dann die Länder Inokulationen bei schweren Strafen verboten.

1796 war der eigentliche Beginn unserer "Impf-Ära"

Als die Zweifel an der Nützlichkeit dieses Impfverfahrens immer größer wurden, gab es eine "Verbesserung" des Impfstoffes: Der englische Landarzt Edward Jenner erfand die Impfung mit Kuhpocken und veröffentlichte 1796 sein Verfahren. Dieses Jahr gilt als Beginn der heutigen Impfära.

Hessen und Bayern waren dann die ersten deutschen Länder, die 1806 die Impfpflicht gegen Pocken einführten. Bis 1816 schlossen sich fast alle Länder dem Beispiel Hessens und Bayerns an. Daher gibt es seit 1816 zuverlässige Zahlen über Pockentodesfälle. Schon damals fiel der merkwürdige, wellenförmige Verlauf auf, der übrigens bei allen Infektionskrankheiten zu beobachten ist.

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Die Pockenimpfung verursachte schwerste Hirnschäden

Fast 125 Jahre lang (1816 - 1925) ist von den Impfärzten auf das Heftigste bestritten worden, dass diese Impfung schwere Schäden verursachen kann. Erst als Prof. Lucksch in Prag zwischen 1924 und 1927 seine 6 (bzw. 7) Arbeiten über Hirnschäden nach Pockenimpfungen veröffentlichte, die er als postvakzinale Enzephalitis bezeichnete, konnte nicht mehr bestritten werden, dass dieses Impfverfahren schwerste Schäden verursachen kann.

Als nach Entwicklung der Virologie entsetzt festgestellt wurde, dass der zur Impfung benutzte Impfstoff weder das Virus der Kuhpocken noch das Virus der Menschenpocken enthielt, sondern dass auf der ganzen Welt mit einem in der freien Natur überhaupt nicht vorkommenden Virus (dem man den Namen Vakziniavirus gab) geimpft worden war, hätte die Impfung sofort eingestellt werden müssen, denn damit war klar, dass sie unwirksam sein musste und erklärt auch, warum es nach dem Ende des 2. Weltkrieges im vollkommen durchgeimpften Deutschland immer wieder zu Pockenerkrankungen kam. Dennoch dauerte es bis zum 1. Juli 1983 (!!!), bis das aus dem Jahre 1875 stammende Reichsimpfgesetz aufgehoben wurde.

Der Rückgang der Seuchen ist nicht der Verdienst des Impfens

Die Impfbefürworter führen die dramatisch zurückgegangenen Zahlen der an Infektionskrankheiten und Seuchen gestorbenen Menschen auf den Verdienst der Impfungen zurück. Doch dieses Argument ist widerlegbar. – Durch das 1961 in Kraft getretene Bundes-Seuchengesetz wurde das Melden bestimmter Krankheiten zur Pflicht. Daher gibt es auch Zahlen aus der Zeit, als es gegen diese Krankheiten noch gar keine Impfungen gab, und diese Zahlen zeigen, dass die Rückgänge bei Einführung der Meldepflicht schon voll im Gange waren.

Warum gibt es die Seuchen früherer Jahrhunderte nicht mehr? Denken Sie doch bitte einmal an unsere heutigen Wohnverhältnisse, unsere "Wasserzapfstellen", unsere Bäder, an die Toilettenverhältnisse. Denken Sie an das Warenangebot in den Supermärkten, besonders an das Nahrungsmittelangebot usw. Noch 1926 war rund ein Drittel der Schuljugend krankhaft unterernährt, erst seit 1950 haben in Deutschland alle Menschen täglich genügend zu essen. Hygiene und ausreichende Nahrung sind der wirkliche Grund für den Rückzug der Infektionskrankheiten und Seuchen. Betrachten wir zunächst die Tuberkulose (hier ist übrigens nachgewiesen, dass der Rückgang der Erkrankungen schon vor etwa 200 Jahren begann), weil wir von dieser Krankheit die am weitesten zurückreichenden Zahlen besitzen.

Diese Kurve über die Sterblichkeit an Tuberkulose in Deutschland von 1750 bis 1950 wurde von Prof. Weise vom Bundesgesundheitsamt Berlin erstellt. Sie zeigt, dass die Zahl der Todesfälle kontinuierlich zurück ging.

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Prof. Weise vermerkt, dass die Entdeckung des Erregers der Tuberkulose im Jahre 1883 durch Robert Koch, die Einrichtung und Durchsetzung der Heilstättenbehandlung, die Einführung der BCG-Impfung (Tuberkulose-Impfung) und die breite Anwendung der heute üblichen Chemotherapie auf das Seuchengeschehen ohne jeden Einfluss geblieben sind. Das heißt, wenn nichts gegen die Tuberkulose getan worden wäre, hätten wir heute die gleiche günstige Seuchensituation.

Die Tuberkulose-Impfung erwies sich als unwirksam

Im September 1998 erschienen in den schulmedizinischen Fachzeitschriften folgende Mitteilung: "... Die BCG-Impfung ist aus der Liste der empfohlenen Impfungen gestrichen worden." Der ausschlaggebende Satz aber lautete: "Der in Deutschland verwendete Impfstoff (Kopenhagen 1331) erwies sich in einer großen, placebo-kontrollierten Untersuchung als unwirksam."

Diese Mitteilung enthält nur die halbe Wahrheit. – Bei der erwähnten Untersuchung, die von 1958 - 1976 von der WHO in Indien durchgeführt wurde, wurden in einem Areal mehrere Millionen Menschen geimpft. Ein gleichgroßes Areal mit gleichgroßer Bevölkerungsdichte blieb ungeimpft. Nach ca. 8 Jahren erfolgte die Auswertung: Es gab im geimpften Areal erheblich mehr Tuberkulose-Erkrankungen, als im ungeimpften Areal. – Merkwürdig: Dieser Feldversuch in der Provinz Madras wurde vor über 20 Jahren durchgeführt, der Schutzeffekt als "0" bezeichnet. Im Bundesgesundheitsblatt wurde bereits 1983 darüber berichtet. Millionen Babies wurden seither, oft ohne das Wissen ihrer Eltern, per Stich in die Ferse geimpft. Warum aber hat man 15 Jahre gewartet, bis man die BCG-Impfung aus der Liste der empfohlenen Impfungen strich?

200.000.000 Mark Impfkosten in zehn Jahren zu Lasten der Versicherten

Im Zeitraum 1970 - 1980 wurden in Deutschland riesige Massenimpfaktionen durchgeführt, die auf die Kurven verschiedener Infektionskrankheiten ohne günstigen Einfluss blieben, die die Versicherten aber mehr als 200 Millionen Mark kosteten. – Aber auch ein aktuelles Beispiel zeigt, welch große Summen, durch den Glauben an die Wirksamkeit von Impfungen buchstäblich "zum Fenster herausgeworfen" wurden.

"Der Fall" Olaf Ullmann

Bei jedem deutschen Arzt, der im Studium aufgepasst hat, dürfte die Trias: Tropisches Land, gelbe Verfärbung und hohes Fieber einen Klick im Gehirn auslösen: Gelbes Fieber bzw. Gelbfieber. So geschah es im September in Frankfurt/Oder.

Die Aussage des Kameramannes Olaf Ullmann, er sei gegen Gelbfieber geimpft (von seiner Frau bestätigt), führte zu einem verhängnisvollen Irrtum. Da bei uns immer wieder behauptet wird, Impfungen führten zu einem "Schutz" (deshalb wird ja auch von "Schutz"-Impfungen gesprochen), wurde in Frankfurt geglaubt, Gelbfieber könne nicht die Ursache der Erkrankung sein. Dieser Irrtum führte zur Suche nach einer anderen Ursache. An die seltensten Dinge wurde gedacht: z.B. an das "Ebola-Fieber". Ullmann wurde im Hubschrauber nach Berlin geflogen. Dort kam er auf eine besondere Station. Niemand durfte ihn berühren. 20 Schwestern und 4 Ärzte wurden mobilisiert. Er lag in einem Überdruckzelt. Vor dem Krankenhaus patroullierten Polizeitposten. Die Passagiere seines Rückfluges wurden quarantänisiert usw. usw.

Nach mehreren Tagen nutzlos verstrichener Zeit hieß es dann, es sei doch Gelbfieber. Bezüglich der Impfung erfolgte ein Salto nach dem anderen: es handele sich um einen der ganz seltenen Fälle eines "Impfversagens", dann wurde es noch toller: Er sei nicht gegen Gelbfieber, sondern geben Gelbsucht geimpft worden usw.

Der "Glaube" an die Impferfolge lässt oft das Wesentliche übersehen

Dieser verhängnisvolle Glaube an die Wirksamkeit von Impfungen war die Ursache von schweren Fehlern und von sinnlosen Kosten (welche der Steuerzahler zu tragen hat.): Gelbfieber ist nicht ansteckend. Herr Ullmann hätte in jedem Krankenhaus behandelt werden können. Eine Infektion ist nur auf dem Blutweg durch Direktübertragung denkbar. Kein Fluggast hätte benachrichtigt und verängstigt zu werden brauchen, weder Polizei noch Überdruckzelt noch Isolation noch 20 Schwestern und 4 Ärzte wären notwendig gewesen. Frau Ullmann hätte, wenn sie das gewollt hätte, Tag und Nacht bei ihrem Mann sein können. Die nutzlos verbrachte Zeit mit der Suche nach anderen Ursachen (Ebola-Virus) hätte sinnvoll genutzt werden können. Vielleicht wäre Herr Ullmann - ohne diesen verhängnisvollen Glauben – heute noch am Leben. Wenn es in Afrika gelingt, 50 % der an Gelbfieber erkrankten Menschen durch-zubringen, sollten wir das in Deutschland nicht auch schaffen? Wenn aber gewartet wird, bis ein anderes, vermutetes Virus gefunden wird, dann braucht man sich über einen ungünstigen Ausgang nicht zu wundern.

Der "Glaube" kostete Menschenleben

Dieser unglückselige Glaube an die Wirksamkeit von Impfungen hat schon während der Pockeneinschleppungen zwischen 1947 und 1974 zu ähnlichen Situationen geführt. Auch die Heidelberger Ärztin Dr. Maria Necas wäre wahrscheinlich ohne diesen Glauben noch am Leben (die roten Flecken im Gesicht des aus Indien zurückgekehrten Kollegen konnten keine Pocken sein, denn er war ja gegen Pocken geimpft. Es waren aber Pocken, Dr. Necas infizierte sich – und starb). Mehrfach hat dieser Glaube zu verspätetem Handeln geführt. – Es ist ganz unwichtig, ob Herr Ullmann nun gegen Gelbfieber geimpft war, oder nicht. Der Glaube an die Wirksamkeit einer Impfung war mit die Ursache dieser unseligen Verkettungen und wahrscheinlich auch dieses unglücklichen Ausganges.

"Impf-Tombola" an unseren Schulen

Keine Impfung schützt. Wie aufgezeigt, wurden sowohl die Pockenimpfung als auch die BCG-Impfung, weil wirkungslos, aufgegeben. Jeder zweite, gegen Influenza Geimpfte, wird kurz nach der Impfung an einer besonders schweren "Grippe" erkranken. Kinder, die trotz Masern- und Keuchhusten erkranken, gibt es zu Dutzenden usw.

Die Krankheiten, gegen die wir impfen, spielen heute gar keine Rolle mehr. Der einzige Grund, warum unsere Kinder heute noch geimpft werden, liegt klar auf der Hand: Es geht nur um den Umsatz mit Impfseren und den damit verbundenen Profit der Pharmaindustrie, denn wie ließen sich z.B. jüngste Impfwettbewerbe an deutschen Schulen sonst erklären?

Wenn Impfungen doch so sinnvoll sind, sollte es dann überhaupt nötig sein, regelrechte "Köder" auszulegen?

Was sich derzeit an deutschen Schulen abspielt, das dürfte es in einer modernen und kritischen Gesellschaft eigentlich gar nicht geben. Da winken Geldpreise bis zu DM 1000,- je nach Durchimpfungsrate, aber auch Sachpreise gibt es zu gewinnen, CD-Gutscheine, Ballonfahrten u.v.a.m. – Die Kinder brauchen sich noch nicht einmal Lose zu kaufen, sie brauchen sich "nur" kollektiv impfen zu lassen …

 

Der Autor: Dr. med. G. Buchwald, Facharzt für Lungenkrankheiten und Innere Medizin, Anerkennung als Arzt für Naturheilverfahren, Kurarzt, Badearzt und Arzt für Sozialmedizin, sachverständiger Gutachter in ca. 150 Fällen zu Impfschadensprozessen vor deutschen Sozial- und Landessozialgerichten

www.impfkritik.de

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Quelle: BALANCE ®  1/2000

 

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