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KREBS
Krebsursache in der Kindheit

Liebt Eure Kinder um ihrer selbst willen
und nicht ihrer Leistungen wegen.

Die Ureinwohner Amerikas waren freundlich und sanft zu ihren Kindern. Wenn ein Kind etwas anstellte, wurde es nicht bestraft oder geschlagen, sondern Eltern und Großeltern erzählten ihm eine der alten Geschichten, die immer eine Lehre enthielt.

In unserer Welt, wo unter retortenbefruchteten Embryonen eines mit dem richtigen Geschlecht ausgewählt werden kann, um die anderen für genetische Versuche abzugeben, wo Menschen mit behinderten Kindern lieber zu Hause bleiben, weil sie abschätzige Bemerkungen befürchten müssen, wo das Gegeneinander schon im Kindergarten üblich ist und wo unser Umgang mit der Erde die berechtigete Frage aufwirft, ob wir sie unseren Kindern in einem noch lebenswerten Zustand überlassen, in dieser unserer Welt muß eine Frau schon sehr optimistisch sein, wenn sie keine Sorge um die Zukunft ihres Kindes empfindet.

Können wir unsere Kinder bedingungslos lieben?

Inwieweit aber eine Frau bedingungslose Liebe zu ihrem Kind empfinden kann oder ihm die eigenen Ängste, Erwartungen oder gar Ablehnung überträgt, schon während es noch in ihrem Leib heranwächst, das ist die erste – und wie wir sehen werden – wichtigste Grundlage für das spätere Leben … auch im Hinblick auf die Entstehung von Krebs.

Emotionen sind "elektrische Ereignisse" im Gehirn

Neuropsychologisch verhält es sich so, daß Gefühle und Empfindungen der Mutter in Form von Neuropeptiden in die Gebärmutter gelangen und hier auf das Embryo übertragen werden.

Emotionen sind primär elektische Ereignisse im Gehirn und Nervensystem. Diese führen jedoch immer zur Ausschüttung verschiedener Transmitter (den sogenannten Botenstoffen), die biochemisch "Neuropeptide" genannt werden . Es sind bis heute ca. 70 verschiedene Transmitter bekannt. Sie könnten heilen, einige sind krebshemmend, andere hingegen krebsfördernd, häufig hängt die heilende oder krankmachende Wirkung mit gelösten oder ungelösten seelischen Konflikten zusammen.

Die menschliche Entwicklung erfolgt in Entwicklungsphasen mit verschiedenen körperlichen und seelischen Schwerpunktinhalten, deren Verlauf das Leben prägend beeinflußt. – Die seelische Entwicklung beginnt mit der Entstehung des Individuums, also mit der Zeugung (und nicht erst nach der Geburt).

Unser Leben wird auch auf der körperlichen Ebene von seelisch-geistigen Kräften bestimmt.

Menschliches Leben entwickelt sich nicht nur als biologischer Ablauf, sondern wird von seelisch-geistigen Kräften mit ursprünglich angelegten Zielrichtungen bestimmt. Ihre Behinderung führt zu einer Verschiebung oder Umkehr der eigentlichen, natürlichen Wirkrichtung. Die Defizite und Fehlprä-gungen und deren Konversionsmechanismen (Zielverschiebungen) liegen im Unbewußten verborgen und werden über dieses ausgelebt. – Sie werden also weder vom Betroffenen selbst, noch von nicht geschulten Therapeuten erkannt und können sowohl die körperliche als auch die seelische Ebene erfassen.

Unsere Gedanken bestimmen unsere Taten – wo haben wir Denken gelernt?

Jede seelische oder körperliche Erkrankung kann Folge einer solchen unbewußten Fehlprägung sein (Kon-versionssyndrom). Jeder Patient präsentiert daher aus dieser Sicht mit seiner Erkrankung die bisher beste von ihm gefundene Lösung seiner Gesamtproblematik. – Es mag zunächst befremden, wenn gesagt wird, daß auch die Art der Erziehung für die Krebsentstehung von wesentlicher Bedeutung sein kann. Der Schlüssel zum Verständnis dafür ist die fundamentale und heute noch viel zu wenig berücksichtigte geisteswissenschaftliche Erkenntnis, daß die Denkkräfte des Menschen verwandelte Wachstumskräfte sind. Im Laufe des Lebens werden Teile der in den organischen Tiefen tätigen Gestaltungskräfte frei und stehen dem Ich als Gedächtnis- und Vorstellungskräfte zur Verfügung.

Ein Kind braucht seine Bilderwelten

Deshalb entzieht eine einseitige oder gar vorzeitige intellektuelle Überbelastung, z.B. durch zu frühes Lesen und Auswendiglernen, dem Kind Kräfte, die es zur gesunden Entwicklung seines Körpers braucht. Es wird nicht nur nervös, blaß und appetitlos, sondern der Organismus wird in seiner Feinstruktur zu stark abgebaut und droht vorzeitig zu verhärten und zu altern.

Werden die schlummernden Kräfte der schöpferischen Phantasie, der künstlerischen Fähigkeit und des begeisterten Miterlebens, die Kräfte unserer Mitte in einem intellektualisierten, unkünstlerischen Unterricht oder Lebensmilieu zu wenig oder gar nicht angesprochen, so droht ein Rückstau ungenutzter Bilderkräfte im Stoffwechsel der Organe, der später leicht in Wucherungstendenzen umschlägt.

Deshalb reichen viele präkanzeröse (vorkrebsartige) Zustände in ihren letzten Wurzeln tragischerweise bis in die frühe Kindheit bzw. Schulzeit zurück.

Die spätere Schulbildung sollte auf die Individualität des Kindes eingehen und sie entwickeln, wobei gleichzeitig das liebevolle Interesse für die Umwelt geweckt werden kann. In einem harmonischen Körper mit gesunder seelischer Entwicklung, bei der jeweils im rechten Augenblick neue pädagogische Impulse einsetzen, reduziert sich die Möglichkeit einer späteren Krebsbildung.

Innerlich zur Ruhe kommen

Der moderne Mensch wird durch das Tagesleben mit seiner Überfülle von Ereignissen innerlich zerrissen. Nicht nur das Übermaß der Sinneseindrücke in Farbe, Licht, Ton usw., wie etwa die Überflutung mit Informationen aus Radio, TV und Zeitung wirken als ständiger Streß, sondern auch die Hast, Hektik und das Streben nach materiellem Gewinn sind Stressoren, die abzustellen weit größere Kräfte braucht, als sie dem Durchschnittsmenschen gegeben sind .

Die heute erforderliche Kraftschöpfung unseres inneren Menschen, unseres Geist und unserer Seele, können wir nur durch gewollte Momente der Ruhe und Besinnung erhalten. In der Geist- Seelenverbindung liegt, indem sie denkend sich betätigen kann, ein Quellort aller gestaltenden und ordnenden Kraft. Durch denkerische Klarheit, durch Aufmerksamkeit im Wirrwarr der Sinneseindrücke stärken wir die Formkräfte unseres Organismus.

Krebs ist das letzte Glied in der Kette

Zur Früherkennung ist es wichtig, regelmäßige Kontrollen durch den behandelnden Arzt machen zu lassen. Wir müssen lernen umzudenken, Vorsorge betreiben. – Eine nicht bewältigte seelische und stoffliche "Substanz" kann so in jahre- bis jahrzehntelanger Entwicklung über funktionelle Organstörungen und unspezifische Stoffwechselstörungen schließlich dazu führen, daß in einem Organ die in die menschliche Gestalt integrierte Zellbildung sich verselbständigt und eine Krebsgeschwulst entsteht. Wenn die Krebserkrankung so betrachtet wird, kann die Krebsgeschwulst aber nur das letzte Glied einer über lange Zeit und durch verschiedene Stufen hindurchgehende Krankheitsentwicklung sein.

Den Menschen als Einheit von Körper, Geist und Seele behandeln

Jetzt erst ist die Krankheit in ein Stadium getreten, in der sie sinnenfällig anschaubar wird. Daraus wird auch verständlich, daß nicht alle Vorstufen der Krebserkrankung zur Geschwulstbildung führen müssen. Sie können vom Organismus überwunden werden, auf einem bestimmten Stadium stehenbleiben oder innerhalb des Lebens nicht genügend Zeit haben, sich bis zur Geschwulstbildung weiterzuentwickeln.

Nicht nur den Tumor behandeln, sondern auch die Seele

Dies hat eine tiefere Bedeutung für die Behandlung dieser Erkrankung, weil Operation, Bestrahlung und chemische Behandlung sich nur direkt auf die Geschwulst, also die entarteten Zellen richten, die der Entartung zugrunde liegende Gesamterkrankung des Menschen aber nicht berücksichtigen .

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Quelle: BALANCE ®  1/2000

 

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