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KREBS
Vorbeugung und Heilung sind möglich
Wenn erkrankte Menschen ihr vergangenes
Leben revuepassieren lassen, dann erkennen sie fast immer unzählige
Situationen, durch die sie das „Schicksal“ auffordern wollte, ihren eigenen
Weg zu finden und zu gehen. Doch die Angst vor Veränderung, das Festhalten
an alten Verhaltensmustern ließ sie immer wieder wegsehen und diese
Aufforderungen immer wieder verdrängen. Verdrängen Menschen auf
bewusster und emotionaler Ebene zu lange die Aufforderungen der Seele zu
„wachsen“ und sich weiterzuentwickeln, dann wird der Körper Zuhilfe
genommen, um dem Menschen so „am eigenen Leibe“ die zu lernende Lektion
erfahrbar zu machen. Wachstumsprozesse, die also nicht seelisch eingeleitet
werden, führt der Körper dann eigenständig aus.
Leben bedeutet Veränderung
Leben heißt, sich zu verändern,
mit den Aufgaben zu wachen. Und tun wir das nicht, stellen wir uns nicht
den natürlichen Wachstumsprozessen, so können anstatt unserer
selbst, unsere Zellen wachsen und entarten. Viele Menschen, besonders die
Erkrankten, durch den kranken Körper quasi dazu gezwungen, beschäftigen
sich mit den Grundfragen: Wer bin ich? Welchen Sinn hat das Leben? Von
wo komme ich? Wohin führt mein Weg?
Den Krebs nicht bekämpfen,
denn er will mir etwas sagen!
Diese fundamentalen spirituellen
Fragen sind für Krebspatienten von großer Bedeutung und lohnen
daher einer eingehenden Betrachtung. Denn nicht der Kampf gegen den Krebs
sondern Integration - Gesundwerden im Sinne von ganzheitlicher Heilung
- sollte das Ziel sein. Die Krebsursachen kennen wir heute ebenso wie die
gängigen „chemischen“ Therapieverfahren, doch ich behaupte, dass auch
natürliche Methoden zur Beseitigung zur Verfügung stehen. Diese
Methoden basieren im Wesentlichen auf Meditation, Stressbewältigung,
positivem Denken und richtiger Ernährung. Durch Anwendung all
dieser Methoden kann die natürliche Heilungsfähigkeit des Körpers
wieder hergestellt werden, wenn sich der Erkrankte eingehend damit auseinandersetzt.
Den Körper und seine Gefühle
und Bedürfnisse wahrnehmen
Diese Techniken zu erlernen lohnt
sich immer, denn, wer sich und seinen Körper kennt, erkennt auch die
Signale. Da Krebs körperlicher Ausdruck des Bedürfnisses
der Seele nach Veränderung ist, hat Verdrängung und
Unterdrückung von Gefühlen und Bedürfnissen stattgefunden.
Der Patient sollte sich daher unbedingt mit folgenden Themen beschäftigen:
1. Analyse der Lebensregel und Lebensbotschaften
2. Kommunikation, innerhalb der
Partnerschaft und der Familie
3. Schöpferisches Problemlösen
4. Umgang mit Träumen und Phantasien
5. Sexualität und Zärtlichkeit
6. Selbstwert und Selbstsicherheit
7. Tod und religiöse Fragen
8. Körperarbeit
In der westlichen Welt hat der Körper
nur zu funktionieren. Bevor körperliche Symptome auftreten, sind aber
schon entscheidende Prozesse abgelaufen.
Psychische Prozesse bilden sich
im Gehirn biochemisch ab
Bei Krebspatienten muss davon ausgegangen
werden, dass über das Seele-Körper-Verhältnis eine Fehlsteuerung
der Zellen verursacht wurde. Bestimmte psychische und psychosoziale Prozesse
bilden sich im Gehirn biochemisch ab. Dies geschieht bei belastenden und
entlastenden Situationen. Somit besteht für eine wissenschaftliche
Psychotherapie die Möglichkeit, schädigende Hirn- und Denkmuster
abzuwenden oder zu verändern. An einem Beispiel möchte ich dies
verdeutlichen: Im Mai 1990 kam eine Krebs-Patientin zu mir. Nach einer
Mama-Ablation (Brustamputation) und Aufbauplastik, gleichzeitigem Auftreten
von Knochen-Metastasen wurde eine Wirbelsäulenstabilisierungs-Operation
mit Metallstäbchen im 11. Brustwirbel und 1. Lendenwirbel vorgenommen
= Beginn einer Querschnittslähmung. Onkologisch gut betreut, bekam
ich die Patientin in einem denkbar schlechten psychischen Zustand mit der
vorläufigen Diagnose: Überlebenszeit nach den Befunden ca. noch
1/2 Jahr. Die Patientin verlor im Alter von acht Jahren ihre Mutter mit
dem gleichen Krankheitsbild, war also vorbelastet. In der psychotherapeutischen
Behandlung arbeiteten wir an der Aufdeckung von Lebenswünschen und
stellten Überlegungen zur Realisierung an. Die Patientin machte
drei Monate nach Beginn der Behandlung ihren Segelschein (trotz lädierter
Wirbelsäule) und fuhr dann ein halbes Jahr später in die Karibik
zum Segeln. Ihren Lebenstraum, dem sie hinterherlief, hatte sie letztlich
für sich realisiert. Einige Jahre später starb sie ... aber nicht
an Krebs.
Erst das Wort, dann die Arznei, dann das Messer (Hypocrates). Lesen Sie in der nächsten
BALANCE:
Die Auswirkungen frühkindlicher
und kindlicher Erfahrungen auf das spätere Krankheitsbild.

Quelle: BALANCE
® 4/1999
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Heft 1/2012
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