|
|
![]() |
![]() |
|
|
Startseite > Themen > Verschiedenes > Baubiologie / FENG SHUI Baubiologie, Teil IVorgedanken zum Thema ...Vor 3 Jahren war es nur eine fixe Idee - wir bauen ein baubiologisches Haus. Welche Tragweite diese „fixe Idee“ hatte, konnten wir dann in den nächsten Wochen und Monaten spüren. Ohne Kompromisse ließ sich aber auch unser Vorhaben nicht verwirklichen: Brauchen wir einen Keller? - Ja, aber da ist noch der Grundwasserspiegel in einer Tiefe von 2,80 Meter! Was können wir gegen das Grundwasser machen? ? Eine wasserdichte Betonwanne! Ist das baubiologisch? Nein, entweder Keller oder keinen Keller! ...Wir sind beim Keller geblieben. Aber Sie brauchen nicht gleich ein neues Haus zu bauenSie sehen, ein baubiologisches Haus bedeutet auch, kompromissbereit zu sein! Um aber Baubiologie zu verwirklichen, muss man kein Haus bauen. Veränderungen in den eigenen vier Wänden kann jeder von Ihnen vornehmen und dadurch sein persönliches Wohlbefinden steigern. Gleichzeitig mit der Baubiologie möchte ich Ihnen auch ein wenig Feng Shui näher bringen - diese beiden Elemente sind eng miteinander verknüpft. Feng Shui ist die asiatische Harmonisierungslehre und bedeutet: Wind und Wasser! Feng Shui lässt sich nicht nur in China verwirklichen, sondern in jedem Wohnbereich - sei er auch noch so klein. Dabei sind es oft nur die kleinen Veränderungen, die große Auswirkungen nach sich ziehen. Natürlich ... aus Liebe zur NaturWer sich einmal mit der Baubiologie beschäftigt hat, wird seine persönliche Einstellung zum Leben ändern. Jetzt steht ein anderes Ideal im Vordergrund: die Liebe zur Natur. Die Natur liefert uns viele Baustoffe frei Haus: z.B. Lehm aus den Lehmgruben als Wandputz, in Form gepresster Lehm als Lehmsteine zur Trittschalldämmung bei Holzbodenaufbauten, Holzschindeln für die Dacheindeckung u.v.m. Haben diese verwendeten Materialien nicht Jahrhunderte ohne Schaden überstanden? Warum besinnen wir uns nicht wieder auf diese „alten“ Techniken? Denn im Einklang mit der Natur zu leben, bedeutet nicht nur, der Erde etwas zu entnehmen, sondern auch der Erde gleiches zurückzugeben. Wir alle haben die Pflicht, die Erde gesund zu erhalten, im Kleinen so im Großen. Denn eines hat uns unserer moderner Lebenswandel beschert - Krankheit! Auch unsere heutigen Häuser sind „krank“ - natur- und lebensfeindliche Baustoffe, Lärm, Stress, „krebsartige Geschwüre“ in Form von Großstädten, Wegfall von Generationenhäusern und damit die Zerstörung von Großfamilien, chemisch behandelte und genetisch veränderte Lebensmittel uvm. Warum flüchten so viele Bundesbürger in ihrem Urlaub aus Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus? Sie fühlen sich oft zu Hause nicht wohl! 6 Wochen im Urlaub fernab der eigenen Wohnung erholen und 46 Wochen zu Hause mehr oder weniger leiden - das ist größtenteils unser modernes Leben. Baubiologie was ist das?Das Wort „Baubiologie“ wird oft in Zeitschriften, bei Gesprächen und Vorträgen benutzt, die sich mit einer „natürlichen“ Lebensweise beschäftigen. Wird das Wort in BAU (Bau)- BIO (Bios)- und LOGIE (Logos) aufgegliedert, so erhält man eine Vielzahl von Begriffen: Bau: Haus, Haut, Heim, behüten,
Hut, Hütte uvm.
Die Baubiologie ist somit ein ganzheitliches Prinzip im Bauwesen. Sie stützt sich auf ein von der Menschheit gesammeltes Wissen im Umgang mit natürlich vorkommenden Baumaterialien und dem gesunden Wohnen im Einklang mit der Natur. Nicht umsonst wird die uns umgebende Gebäudehülle als „zweite Haut“ (neben unserer Körperkleidung) bezeichnet. Baubiologie • Baukultur • BautechnikNach heutiger Definition bildet die Baubiologie mit der Baukultur und der Bautechnik eine Einheit. Diese „Einheit“ hat sich jedoch erheblich verschoben. Die Bautechnik beherrscht eigentlich nur noch das Bauwesen. Baubiologie und Baukultur fristen ein Schattendasein! ? Haben wir heute noch eine Baukultur? Ja, und diese spiegelt die Gesellschaft ihrer Zeit wider. Unsere modernen Betonbauten mit Ihren Einheitsgesichtern sollte man aber sicherlich nicht als Kulturgut einstufen! Schauen Sie sich einfach um!Betrachten Sie doch einmal den Kölner und Düsseldorfer Hauptbahnhof - welches Kind oder welcher Erwachsener gerät beim Anblick des Kölner Hauptbahnhofes nicht ins Schwärmen! Steckt da nicht auch ein wenig Ehrfurcht vor einem genialen Konstrukteur dahinter? Scheint dieses mächtige Bauwerk trotz seiner Größe nicht zu schweben? Hier spüren wir kein „Erdrücken“ durch die Bausubstanz. Der Düsseldorfer Hauptbahnhof strahlt dagegen Kälte und Langeweile aus, es macht sich ein bedrückendes Gefühl breit. Unsere Baukultur ist geprägt durch Ideenlosigkeit, Uniformität, Vorschriften durch Behörden, Wohnfabriken, Leblosigkeit, Schwere uvm. Wie geht es unseren Kindern?Warum können sich unsere Kinder in einer Stadt nicht mehr zurechtfinden? Sie finden keine Orientierungspunkte mehr. Wo sind die leuchtenden Farben, die Erker, die Türmchen, ... der Häuser, die kleinen gewundenen Sträßchen mit Kopfsteinpflaster geblieben...? Kinderaugen sehen „anders“ als die Augen der Erwachsenen! Wir können uns in der heutigen Zeit kaum noch an unterschiedlichen Gebäudeformen und Fassaden erfreuen. Neubauten sind größtenteils Einheitsbauten, sie wetteifern nur noch in Bezug auf Höhe und Breite! Baubiologie was ist aus der gesunden „zweiten Haut“ geworden?„Sick building syndrom“ müsste
ein Hausarzt in die Krankenakte von Stahlbetongebäuden, vielen Schulen
und Häusern schreiben:
Das gleiche gilt oft für den täglichen Arbeitsplatz. Schauen Sie sich z.B. die Krankenstände in klimatisierten Großbanken an. „Sick building syndrom“ müsste der Hausarzt in die Krankenakte des Patienten eintragen. Die meisten von Ihnen können Ihren Arbeitsplatz nur in kleinen Bereichen verändern, auf die verwendeten Materialien ist oft gar kein Einfluss möglich. In den eigenen vier Wänden haben Sie jedoch größeren Einfluss. Es fängt schon beim Farbanstrich an meistens werden die Wände und Decken weiß gestrichen. Haben Sie schon einmal einer Naturfarbe Magerquark oder Leinöl aus dem Kühlschrank zugegeben? Probieren Sie es aus. Je nach Menge wird die Farbe abriebfester. Ihre Wand riecht auf einmal angenehm frisch. Kopfschmerzen bei diesen Farbanstrichen: unbekannt! Können Sie das auch von Ihrer Farbe sagen? Die Wand bleibt atmungsaktiv, nimmt Wasserdampf auf und gibt ihn wieder dosiert ab! So hat man vor Jahrzehnten unsere Wände behandelt. (Volldeklaration einer Naturfarbe z.B. LIVOS DUBRON 405: Wasser, Kreide, Titanweiß, Safloröl, Talkum, Bienenwachsseife, Metylcellulose und Zitronenöl). Auf „Altes“ besinnenDie Kuhställe wurden früher mit Sumpfkalk gestrichen - Kalk desinfiziert! Das Vieh war gesund und nicht wie heute scheinbar in der Regel: krank. Streichen Sie dagegen Ihre Wände z.B. mit Latex- oder Lackfarben, so verschließen Sie die Wände hermetisch. Die Wand kann nicht mehr atmen - es kommt oftmals zu Feuchtschäden, die mit Pilzbefall einhergehen können. Das Einatmen der Pilzsporen kann zu lebensbedrohlichen Prozessen im Körper führen! Baubiologie welcher Baustoff passt zu mir?Welcher Baustoff, welche Farbe, welcher Bodenbelag, welches Möbel, .... passt eigentlich zu mir? Fragen Sie doch Ihren Körper, z.B. mit dem Körpertestverfahren Kinesiologie, Biofeldtest nach Dr. Schweitzer oder Bioresonanz usw. Ihr Körper reagiert in Sekundenschnelle auf Materialien, ob essbar oder nicht essbar, spielt für den Organismus keine Rolle. Viele Heilpraktiker und Naturheilmediziner testen so für Sie Medikamente aus. Warum nicht auch Baumaterialien? Fragen Sie doch einfach Ihren Körper, ob ein Lackanstrich mit „Blauen-Engel-Zertifikat“ für Sie belastend oder unbelastend ist. Bei unserem Neubau haben wir die Materialien erstrangig nach den Methoden der Alternativmedizin ausgesucht! Denn eines wollten wir nicht: Materialien, die uns belasten. Kein noch so vorzüglich deklariertes Baumaterial gibt einen Hinweis auf Ihre persönliche Körperverträglichkeit. Ihr Körper aber kann das! Wenn Sie neugierig geworden sind, dann möchte ich Sie in den nächsten Ausgaben der BALANCE baubiologisch durch die Wohnung führen, beginnend mit Flur und Küche. Dabei möchte ich Ihnen praxisgerechte Tips zur Wohnwertsteigerung geben. Wussten Sie übrigens, dass im „Feng Shui“ die Wohnung wie ein menschlicher Körper betrachtet wird? Dort liegt die Toilette räumlich gesehen vom Eingang her hinter der Küche. Unser Magen (vergleichbar mit der Küche) liegt auch vor den Ausscheidungsorganen! Michael Zube Biologisches Schlafstudio Schoening
Quelle: BALANCE ® 2/1999
|
BALANCE Heft-Abo aktuelles Heft
Copyright BALANCE ® online, 2001 - 2012 |