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JOD
zuviel davon macht krank
Die Zahl der durch Jod kranken Menschen
in Deutschland steigt kontinuierlich, aber nicht immer wissen die Betroffenen,
dass ihre Krankheitserscheinungen auf eine Jod-Unverträglichkeit zurückgehen.
Sie leiden unter einer in extremer Form auftretenden Akne, unter Hautausschlägen,
Bindehautentzündung, Asthma, Herzrhythmusstörungen, Schlafstörungen,
Ruhelosigkeit, Depressionen, Zappelbeinen, Impotenz, Krebs u.v.a.m. und
ahnen nicht einmal, dass eine Überjodierung in der täglichen
Nahrung ihre Krankheit ausgelöst hat. Und sie werden mit ihren Sorgen
und Nöten allein gelassen, denn von Ärzten und Gesundheitsbehörden
wird, was die Jodgefahren angeht, praktisch keine Aufklärungsarbeit
geleistet. Im Gegenteil vergibt das Bundesministerium für Gesundheit
das irreführende Gütesiegel: Gesünder mit Jodsalz, was eine
geradezu fahrlässige, nicht ausreichende Aufklärung über
die Risiken und Nebenwirkungen bedeutet.
Kropfbildung durch Jodmangel?
Gerade die These, die am meisten
in aller Munde ist, ist in Wahrheit ein Flopp und nicht mehr wert als irgend
ein Werbespruch. Die Jodbefürworter wissen das. Sie kennen die Studie
des Münchener Endokrinologen Hellmut Haubold „Der Kropf, eine Mangelerkrankung“
und haben sich vom Titelblatt dieser Studie den Slogan abgeschrieben, den
jedermann brav nachbetet. Haubold zitiert dort nämlich einen altbayerischen
Bauernspruch: „Was ist flüssiger als Wasser? Der Kropf er ist
überflüssig“. Hauptergebnis von Haubolds Studie: Ein Kropf entsteht
niemals allein durch Jodmangel. Auch Bundesbehörden kommen nicht umhin,
das in ihren wissenschaftlichen Verlautbarungen zu bestätigen: Das
Bundesumweltamt hat in einer Studie schon 1994 (!) die Theorie vom Jodmangel-Gebiet
Deutschland grundsätzlich in Frage gestellt und die Kropfbildung auf
eine Jodverwertungsstörung zurückgeführt, die durch überhöhte
Nitratwerte in den Böden und Huminsäure im Grundwasser hervorgerufen
wird. „Der Mechanismus beruht auf einer Konkurrenz zwischen Jod und
Nitrat zugunsten der Nitrataufnahme, so dass daraus ein Jodmangel resultiert.“
Außerdem binden „funktionelle Gruppen der Huminsäuren Jod sowohl
in seiner elementaren Form als auch Jodid im Magen-Darmkanal“. „Damit kann
weniger Jod aus dem Darm resorbiert werden,“ was bedeutet, dass eine künstliche
Jodzufuhr bei gleichbleibender Nitratbelastung und Huminsäure im Trinkwasser
völlig nutzlos, folglich absolut unsinnig ist.
Deutschland ein Jodmangelgebiet?
Die These, Deutschland sei ein Jodmangelgebiet,
wird, weil ihre wissenschaftlich korrekte Form niemand vom Stuhl reißen
würde, verkürzt zitiert. Nach der Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation
ist Deutschland ein „leichtes bis mittleres Jodmangelgebiet“. So korrekt
wiedergegeben ist die geophysikalische Begründung des Jodmangels schon
weit weniger werbewirksam. Aber stimmt sie überhaupt? Warum haben
seit der angeblich bösen Eiszeit, die das Jod ins Meer gespült
haben soll, einige tausend Jahre in Deutschland Menschen gesund gelebt? Auch fällt auf: Kein anderes europäisches Land verfügt
über so viele jodhaltige Heilbäder, wie ausgerechnet Deutschland,
von Aachen bis Bad Tölz. „Jod satt“ sozusagen, vor allem, und das
ist bemerkenswert, im kropfreichen Süddeutschland, wie in den Bädern
Abbach, Gögging, Griesbach, Birnbach, Füssing, Endorf, Tölz,
Wiessee, Heilbrunn und Kissingen. Außerdem: Niemand ernährt
sich mehr saisongemäß mit Obst und Gemüse aus der Region.
Wir essen Kiwis aus Neuseeland, Käse aus Frankreich, Tomaten aus Spanien,
Trauben und Bohnen aus Italien, Gurken aus Israel und Kartoffeln aus Marokko
oder Zypern und polnischen Schinken. Womit wir schon die meisten derjenigen
Länder aufgezählt haben, deren Produkte ohne künstliche
Jodzusätze und folglich für Jodgeschädigte ohne Gesundheitsschaden
genießbar sind. Denn unsere einheimischen Produkte, von Natur aus
schon jodhaltig wie Bohnen, Möhren, Zwiebeln, Spinat, Radieschen,
Rettich und Spargel, Gartenkresse, Petersilie und Schnittlauch, sind mittlerweile
über Bio- und Kunstdünger mit künstlichem
Jod versetzt..
Selbst Biomilch ist künstlich jodiert.
Seit 1995 werden alle Mineralstoffgemische
auch für den Biobereich künstlich jodiert, wobei
die Jodzusätze oft in der sogenannten „Mineralstoffvormischung“ undeklariert
versteckt sind. Startschuss für diese nun endgültig totale Jodierung
sämtlicher Grundnahrungsmittel war eine Berliner Tagung, die der Direktor
des sogenannten „Bundesamtes für Veterinärmedizin und Verbraucherschutz“
(eine Restbehörde des kurz vorher wegen des Blutkonservenskandals
aufgelösten „Bundesgesundheitsamtes“), der Veterinär Prof. Dr.
Ralf Großklaus 1994 organisiert hatte. Dabei brachte er alle „Scharfmacher“
der Jodprophylaxe und die Vertreter der Interessenverbände an einen
Tisch und schwor sie auf diese „flächendeckende“ Aktion ein.
Kein deutsches Milchprodukt, kein
Ei und kein Schnitzel oder Rinderfilet, keine Butter, kein Quark, kein
Käse und wird seither ohne künstliche Jodzusätze erzeugt.
Es gibt in Deutschland nur eine einzige Firma, die unjodierte Mineralfuttergemische
anbietet, aber diese so teuer, und offensichtlich so kompliziert zu verabreichen,
dass gerade die im Preiskampf stehenden Bio-Erzeuger kaum darauf zurückgreifen.
Jedenfalls ist uns kein einziger Biobauer bekannt, der es verwendet. Eindeutiger
Beweis dafür sind ohnehin die Erfahrungen der Jodallergiker, die unvermindert
heftig auch auf deutsche Biomilcherzeugnisse reagieren.
Jod gelangt über die Nahrungskette
auch ins Gemüse
Die Tierfutterjodierung hat Auswirkungen,
die sich jeder Kontrolle entziehen. Organische Dünger, wie ihn gerade
Bioerzeuger verwenden, enthalten das vorher dem Tierfutter zugesetzte künstlich
hergestellte Jodid als Ausscheidungsprodukt. Aus diesem Grund ist auch
deutsches Bodengemüse und Obst (z.B. Erdbeeren) heute zwangsjodiert.
Lediglich Baumobst, wie Äpfel, Birnen, Pflaumen, Kirschen, Mirabellen
usw. entzieht sich diesem tückischen Kreislauf.
Bundesdeutsche Kühe erhalten
zusätzlich jodierte Salzlecksteine, während es dies bei unseren
Pferden nicht gibt, da man immer schon wusste, dass Pferde durch zusätzliche
Jodgaben hysterisch werden... Bemerkenswert: Die Jodierung sollte auch
das Wild erfassen, das sich ja unbestritten, wie es in einem Artikel in
„Jagd und Jäger“ formuliert wird, „seit Jahrtausenden instinktiv richtig
ernährt und...noch nie unter Jodmangel gelitten“ hat. Doch das vorsichtigste
Waldtier, das Reh, vorher dankbar unjodierte Salzlecken annehmend, verweigerte
die plötzlich ausgelieferten jodierten Salzlecken. Viele Jagdverbände
reagierten, und warfen die ohnedies teureren Jodsalzlecken wieder aus ihrem
Wald hinaus. Die Argumentation der deutschen Futtermittelindustrie,
die Hybridtiere (Geflügel) brauchten künstliche Jodzusätze,
sonst verlören sie ihre Federn, ist geradezu albern. Kein deutsches
Huhn lief vor 1995 nackt herum, und französische, italienische und
andere auswärtige Hühner tun dies bis heute nicht.
Kein tägliches Brot mehr
für Millionen!
In dem Fernsehbeitrag „Krank durch
Jod“ des Magazins „Brisant“ vom 19.Mai 1998 sagte Prof. Dr. Jürgen
Hengstmann, Leiter einer der größten Schilddrüsenambulanzen
Deutschlands am Berliner St. Urban Krankenhaus: „Zehn bis fünfzehn
Prozent der Bevölkerung werden unter einer Hochjodierung zu leiden
haben.“ Das sind über 10 Millionen Menschen, die seit 1993, als die
Lebensmittelzusatzstoffverordnung geändert wurde, kein tägliches
Brot mehr haben. Denn anders als vorher müssen Jodzusätze bei
unverpackten Lebensmitteln nun nicht mehr angezeigt werden. So kann Ihnen
Ihr Bäcker zwar versichern, dass er selber kein Jodsalz verwendet,
aber er kann keine Garantie für die von ihm verwendeten Backmischungen
übernehmen, die so gut wie ausschließlich jodiert sind. Der
Ernährungswissenschaftler Richard Fuchs in seinem Buch „Functional
Food“ (Berlin 1999): „Die Aufnahme von zuviel Jod kann sogar die Kropfbildung
begünstigen, darum ist die Verwendung von jodiertem Speisesalz (ungekennzeichnet)
in Backstuben unverantwortlich.“
Die Zwangsmedikation verletzt
das Grundgesetz
Niemand, der „normal“ lebt, d.h.
der sich dann und wann einmal Restaurantbesuche gönnt, der „normal“
einkauft, nicht einmal derjenige, der im Bioladen einkauft, entgeht mehr
den künstlich jodierten Nahrungsmitteln. Die Jodbefürworter können
es drehen, wie sie wollen. Dies ist eine Zwangsmedikation, die dem demokratischen
Freiwilligkeitsprinzip völlig widerspricht und dazu noch auf wissenschaftlichen
Plattfüßen steht. Damit verletzt sie das Grundgesetz und zeigt
in ihrer heimtückischen Anwendungsweise geradezu totalitäre
Strukturen, worauf gerade Deutsche eingedenk ihrer jüngsten Geschichte
höchst empfindlich reagieren. Statt die Bevölkerung darüber
zu informieren, wie man Mangelerscheinungen jedweder Art durch bewusste,
ökologisch saubere Ernährung vorbeugen kann, anstatt für
eine Rückführung der Nitratgehalte und der Übersäuerung
der Böden zu sorgen, wird eine Jodhysterie erzeugt, deren schädliche
Auswirkung noch nicht abzusehen ist. Denn zuviel Jod - vor allem künstlich
erzeugtes und den Lebensmitteln zugesetztes - Jod macht krank.
Die Zahl der durch Jod krank gewordenen
Menschen ist in den letzten fünf Jahren der totalen Jodierung sprunghaft
angestiegen, wie die Deutsche Selbsthilfegruppe der Jodallergiker, Morbus-Basedow-
und Hyperthyreosekranken dokumentieren kann. Die meisten von ihnen waren
vorher völlig gesund. Die Jodschädigung kam für sie ohne
Vorwarnung, sie schliefen gesund ein und wachten jodkrank wieder auf.
Wer Jodschädigungen begrenzen
oder ganz vermeiden will, sollte nachstehende Tipps beachten.
ERNÄHRUNGSTIPPS
nicht künstlich jodangereichert:
• Fleisch (z.B. Geflügel),
Eier, Milch und Milchprodukte aus Italien, Spanien, Frankreich, Polen,
Ungarn und der Türkei
• Rindfleisch aus Argentinien
• Obst und Gemüse aus
Südländern (Italien, Spanien, Israel, Ungarn, Neuseeland und
Südafrika)
Vorsicht:
• beim Kauf pflanzlicher Margarinen
darauf achten, dass keine Milch als Emulgator verwendet wurde (Zusatz:
Frei von Milchbestandteilen oder Eiweiß = 0).
• Fruchtkonserven, Konfitüren
und Süßwaren können den jodhaltigen Erythrosin enthalten
(E127)
• Vorsicht bei der Verwendung
von Brühwürfeln. Sie können gleich dreifach Jod enthalten,
über das verarbeitete Fleisch, über das zugesetzte Jodsalz und über das
Milcheiweiß. Alternativen sind pflanzliche Gemüse-Brühen aus dem Reformhaus oder Bioladen
• Bei verpackten Nahrungsmitteln
darauf achten, dass das Salz als „Salz“ oder „Speisesalz“ deklariert
ist. |
Für DM 10,- in Briefmarken kann
man eine detaillierte Produktliste bei folgender Adresse anfordern:
Deutsche SHG der Jodallergiker,
Morbus-Basedow- und Hyperthyreose-Kranken
Postfach 2967
54219
Trier
Dagmar Braunschweig-Pauli
Freie Journalistin (Medizin)

Dagmar
Braunschweig-Pauli Die Jod Lüge.
- Taschenbuch: 256 Seiten
- Verlag: Herbig (März 2003)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3776623233
AMAZON.DE
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BALANCE
Krebskrank durch Jod?
Jodide erhöhen das Krebsrisiko

Quelle: Balance ® 3/2000
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