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Didgeridoos
der Weg zum gesunden Atmen 

Das Didgeridoo, ein von Termiten ausgehöhlter Eukalypthus-Stamm, aus der Kultur der australischen Aboriginees, ist das älteste Instrument der Erde. Ein Musikinstrument, das sich nicht über den Kopf erlernen lässt, sondern über den Bauch. Gerade für die Menschen, die sonst kein anderes Instrument beherrschen, ist das Didgeridoo - auch für die ansonsten eher unmusikalischen Zeigenossen - in wenigen Wochen erlern- und zufriedenstellend spielbar. Die Zirkularatmung wird schrittweise erlernt, aber damit kann sich jeder Spieler anfangs ruhig Zeit lassen.

Aufgestaute Gefühle „herausblasen“

Beim Spiel des Didgeridoos können Anspannungen im Körper gespürt und erfahren und bald auch losgelassen werden, so dass der Körper wieder als Freund und Ratgeber wiederentdeckt wird. Ein Weg, der zu Wohlbefinden und Entspannung, Bewusstheit und Genuss führt. Aufgestaute Emotionen, Hemmungen, Wut werden z.B. lauthals und aus voller Lunge ins Didgeridoo geblasen. Solche befreienden „Urschreie“ geben ein fantastisches Gefühl von kraftvollem Leben und Atmen, wodurch auch eine Stärkung des Selbstbewusstseins eintritt.

Die Atmung vertiefen

Wir „zivilisierten“ Menschen atmen meist flach in die Lungen. Beim Didgeridoo-Spielen atmend wir tief in den Bauch, wodurch sich das Zwerchfell nach unten bewegt. Beim Ausatmen bewegt sich das Zwerchfell nach oben, Richtung Lungenflügel. Durch diese Bewegung wird es ermöglicht, dass die Luft aus den tieferen Lungenschichten ausströmen kann. Beim Einatmen haben die Lungen mehr Raum für eine größere Luftaufnahme. Dadurch entsteht ein besserer Sauerstoffaustausch in den Lungen. Diese gute Belüftung der Lungenflügel bemerken Raucher oft sehr schnell, denn der sogenannte Raucherhusten lässt sehr bald nach.

Didgeridoos als Unterstützung im Musik- und Psychotherapie

Die aufrechte Haltung beim Spiel, die Atmung, die Klänge, die beim Spiel erzeugt werden, erzeugen ein kräftigendes, belebendes, entspannendes Gefühl von Freude und Genuss am Leben. - In der Musik- und Psychotherapie wird das Didgeridoo schon vielfältig eingesetzt. Guy Grant, amerikanischer Arzt, hat die Erfahrung gemacht, dass aktives Didgeridoo-Spielen zur Behebung von Stottern führt, um nur ein Beispiel zu nennen. Der Würzburger Arzt und Musiktherapeut, Wolfgang Stobel, kann sich seine Arbeit ohne das Didgeridoo gar nicht mehr vorstellen. Die archetypischen Klänge, die beim Spiel entstehen, erinnern etwas in unserem Bewusstsein, und die erdigen Töne gehen auch dem Zuhörer in den Bauch. Didgeridoo-Spielen tut gut und macht Spaß, und auch das Lachen fällt wieder leichter.

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Quelle: Balance® 4/1999

 

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