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Stevia
sündhaft süß und urgesund
ein Beitrag von Barbara Simonsohn
Natürlich süßen
ohne Kalorien? mit Stevia ein Kinderspiel
Die Lust auf Süßes ist
angeboren. Keine Tiermilch ist so süß wie Muttermilch, enthält
sie doch immerhin 6 Prozent (Milch-) Zucker. Sogar das Fruchtwasser ist
süß! Kein Wunder, dass wir schon vor der Geburt auf die Geschmacksnote
„süß“ geprägt sind. Forscher haben außerdem herausgefunden,
dass diese Prägung evolutionsgeschichtlich Sinn machte: von süßen
Früchten ist keine einzige giftig! Die Vorliebe für „süß“
hat also unser Übleben gesichert.
55 Millionen Deutsche sind übergewichtig,
ein Drittel davon extrem fettsüchtig. Weltweit sind 1,3 Milliarden
Menschen zu dick, genau so viele, wie Hunger leiden. Und: die Dicken werden
immer mehr. Das ist für die Betroffenen nicht nur ein ästhetisches
Problem, sondern auch ein gesundheitliches. Das Risiko, an Herz-Kreislauferkrankungen
zu sterben, der Todesursache Nummer Eins, steigt proportional mit dem Übergewicht.
Auch die Gefahr, an Diabetes II zu erkranken, wächst. Gelenkerkrankungen
sind vorprogrammiert.
In Deutschland leiden 6 Millionen
Menschen unter Diabetes, die Dunkelziffer ist beträchtlich. Innerhalb
der nächsten 10 Jahren soll sich die Zahl der Diabetiker verdoppeln!
Künstliche Süßstoffe
regen den Appetit an
Zucker führt zu Übergewicht,
Karies, dickem Blut und Diabetes, künstliche Süßstoffe
wie Aspartam und Saccharin regen den Appetit an und sind gesundheitlich
nicht unbedenklich und daher in einigen Ländern wie Japan verboten.
Schlankheitsbewusste und Diabetiker haben in Zukunft eine gesunde Alternative
zu Zucker und Süßstoffen zur Verfügung: Stevia oder Stevia
rebaudiana Bertoni, so der lateinische Name des Süßkrautes aus
Paraguay. Schon das Blatt der pfefferminzähnlichen Pflanze hat die
20fache Süßkraft von Zucker, und der grüne oder weiße
Extrakt bis zur 400fachen Süßkraft!
Und das alles ohne Kalorien
Kein Wunder, dass Stevia im Ausland
wie Brasilien, Israel, Korea oder Japan der Renner ist. Die Japaner verwenden
Stevia in großem Umfang , und Stevia und Stevia-Extrakte haben dort
mehr als die Hälfte des Süßmittelmarktes erobert. In Japan
gibt es kaum ein Lebensmittel ohne Stevia, ob süßer Fisch, Kaugummi,
Eiscreme, Diätcola, Mixed Pickles oder Bonbons.
Natürliche Süßkraft
ist nicht der einzige Vorteil von Stevia
Stevia hat keine Kalorien und ist
natürlichen Ursprungs. Das sind aber noch nicht alle seine Vorteile!
Aufgrund seiner Inhaltsstoffe wie Enzyme, Mineralien, Chlorophyll, Vitamine
und Pflanzenbegleitstoffe wirkt Stevia leicht stimmungsaufhellend und wird
von den Indios Südamerikas Kajehe, „Süßes Glück“,
genannt. Stevia hat eine antibakterielle Wirkung und wird daher in Japan
und den USA Mundwassern und Zahnpasten beigesetzt. Als Karies- und Parodontose-Prophylaxe
reicht es aber auch, frische oder getrocknete Stevia-Blätter oder
das grüne Stevia-Pulver zu kauen. Stevia dämmt das Wachstum von
Bakterien ein, die Karies und Zahnfleischentzündungen hervorrufen.

Stevia wirkt antifungizid, als Pilzmittel,
und wird in Südamerika bei Pilzerkrankungen eingesetzt. Candida-Betroffene
haben damit endlich ein gesundes Süßmittel zur Verfügung.
Stevia hilft auch bei Erschöpfung, Verdauungsbeschwerden, Blutdruckschwankungen,
Hauterkrankungen und Diabetes. Äußerlich hilft Stevia
bei Haarausfall, Ekzemen, Akne, Schuppenflechte und Verbrennungen. Außerdem
stärkt Stevia das Immunsystem und lässt Infektionen schneller
abklingen.
Stevia ist eine große Hilfe
für Übergewichtige und Diabetiker, aber auch für hyperaktive
Kinder, deren Blutzuckerspiegel empfindlich auf Zucker reagiert und deren
Gehirnstoffwechsel durch künstliche Süßstoffe aus dem Lot
kommen kann. Der Verbrauch an Süßungsmitteln ist innerhalb der
EU und auch weltweit kontinuierlich im Steigen begriffen. Kein Wunder also,
dass Stevia auch bei uns voll im Trend liegt und die Nachfrage steigt.
Viele wissen noch nicht, dass es süßen Genuss ohne Reue gibt.
Sie wissen zwar um die gesundheitlichen Gefahren durch Zucker und künstliche
Süßstoffe, hatten bislang aber keine gesunde Alternative zur
Hand. Mit der Verwendung von Stevia statt Zucker kann vielen Zivilisationskrankheiten,
insbesondere auch Karies, entgegengewirkt werden.
Dennoch soll nach dem Willen der
EU-Kommission Stevia vorerst wieder vom Markt verschwinden, bis seine Unbedenklichkeit
für den Menschen eindeutig bewiesen ist. Und das, obwohl seit vielen
Jahrzehnten schon wissenschaftliche Untersuchungen zur Unbedenklichkeit
von Stevia durchgeführt werden, besonders in Japan, wo es seit 1976
als Lebensmittel zugelassen ist und in Höhe von jährlich etwa
10.000 Tonnen konsumiert wird. Bislang konnte in keiner der vielen Tierstudien
toxische Wirkungen beobachtet werden. Es gibt bereits wissenschaftliche
Studien, bei denen Steviol keine mutagene Wirkung aufwies (Suttajit 1993,
Matsui 1996, per E-mail bei Peter Grosser, s.u.)
 Der EU jedoch sind diese Untersuchungen
nicht ausreichend. Die Experten des Wissenschaftlichen Lebensmittelausschusses
haben eine umfangreiche Liste erstellt, welche Untersuchungen vorgelegt
werden müssen, bevor eine erneute Verkaufserlaubnis erteilt werden
kann. Insbesondere werden umfangreiche klinische Studien am Menschen gefordert,
die nach Schätzungen von Experten etwa 5 Millionen Mark kosten werden.
? Bundesweit ist man noch zu keiner Einigung gekommen, in einigen Bundesländern
ist Stevia noch zugelassen, in anderen nicht mehr. Daher haben sich Stevia-Anbieter,
Befürworter dieses natürlichen Süßstoffes und Wissenschaftler
zu einer „Internationalen Gesellschaft für STEVIA-Forschung e.V.“
(„International Association for STEVIA Research“) zusammengeschlossen,
um durch Öffentlichkeitsarbeit und Finanzierung von wissenschaftlichen
Studien zu beweisen, dass Stevia nicht nur süß, sondern auch
gesundheitlich unbedenklich und sogar gesund ist.
Die Anbieter von Stevia sind optimistisch.
In ihren Augen ist Stevia gesundheitlich völlig unbedenklich und wird
sich langfristig nicht vom Süßstoffmarkt verbannen lassen. Es
handelt sich bei den Stevia-Anbietern nicht um finanzstarke Firmen wie
in der Zucker- und Süßstoffindustrie. Sie sind daher auf die
Mithilfe von Verbrauchern in Form von Spenden zur Finanzierung der von
der EU geforderten umfangreichen wissenschaftlichen Studien angewiesen.
Auch Kontakte zu EU-Parlamentariern sollten gepflegt und genutzt werden,
und eine Öffentlichkeits-Kampagne zur Entkräftung der Vorwürfe
ist geplant. Dieser Initiative ist Erfolg zu wünschen, damit den 30
Millionen Übergewichtigen und 8 Millionen Diabetikern allein in Deutschland
in Zukunft ein Süßmittel zur Verfügung steht, das keine
Kalorien hat, sogar gesund ist und somit „Genuss ohne Reue“ verspricht.
Barbara Simonsohn
Die „Internationale Gesellschaft
für STEVIA-Forschung e.V.“, 1.Vorsitzender ist Dr. med. Christian
Huber, ist als gemeinnützig anerkannt, und Spenden sind steuerlich
voll absetzbar.
Barbara Simonsohn
Holbeinstr. 26 · D - 22607
Hamburg
Tel. 040 - 89 53 38 · Fax
89 34 97
www.barbara-simonsohn.de
 weiterführende Literatur:
Barbara Simonsohn
:
„STEVIA ? sündhaft süß
und urgesund“
Eine Alternative zu Zucker und Süßstoffen.
erschienen im Windpferdverlag,
ISBN 3-89385-310-3
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Quelle: BALANCE® 4/2000
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