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& Klang - Therapie
Sing Dich frei
über die heilende Kraft der eigenen Stimme
Jeder kann’s, kaum einer traut sich:
einfach singen. Wenn’s um’s Singen geht, um diese einzigartige Sprache
unserer Seele, spüren die meisten hierzulande einen Mangel oder sind
sogar weitgehend stumm geworden.
Doch zugleich würden sie auch so
gerne. Aber sie finden noch nicht wieder den Weg dorthin. Wie ein verloren
gegangenes
Paradies liegt es vielen aber noch als Erinnerung im Herzen verborgen.
Vielleicht taucht diese Erinnerung sehnsuchtsvoll aus unseren Tiefenschichten
auf, wenn wir in südlichen Ländern Menschen beim Sonnenuntergang
am Hafen sitzen sehen und gemeinsam singen hören. Einige singen für
ihr Leben gerne, finden aber selten Gelegenheit, dies in einer Weise mit
anderen zu teilen, die ihnen Freude macht.
Würden auch Sie gerne öfter
aus Leib und Seele singen, Ihren Gefühlen im kreativen Selbstausdruck
freien Lauf lassen? Kennen Sie das Erlebnis, eine längere Zeit selbst versunken
zu singen, auf Ihre Stimme zu lauschen und nach einiger Zeit in eine glückliche
und inspirierte Stimmung einzutauchen, in der Ihnen alles wie von selbst
von der Hand geht? Haben Sie schon einmal erlebt, dass Sie sich großen
Schmerz von der Seele singen konnten und danach glücklich fühlten?
Sehnen auch Sie sich immer wieder danach, diese beglückenden und heilenden
Erfahrungen regelmäßig mit anderen teilen zu können?
Dann sollten Sie die Arbeit der
Musiktherapeutin Carina Eckes und des Musikpsychologen Karl Adamek kennen
lernen.
Die BALANCE-Redaktion wurde eingeladen, um diese Arbeit für Sie, liebe
Leserinnen und Leser, zu prüfen, und wir sind nachhaltig von
ihr begeistert. - Wenn Sie Freude am Singen und an liebevoller kreativer
Selbstentfaltung haben, dann lohnt sich der Weg. Ganz gleich, ob Sie viel
oder wenig Vorerfahrungen mit dem Singen haben: in den Seminaren mit dem
Titel „Lauschendes Singen“ können Sie erleben, wie leicht Sie neue
Dimensionen des Singens für sich entdecken bzw. erst einmal überhaupt
wieder Zugang zu Ihrem Singen bekommen können. Zu einem Singen, das
Sie als eine wunderbare Quelle Ihrer lebenslangen Selbstentfaltung und
Selbstheilung freilegen können. Die Stimme ist das Musikinstrument
der Seele. Sie kann jedes Gefühl ausdrücken und hörbar machen,
was (nicht) „stimmt“.
In jedem ruht sängerisches
Potential
Wir wunderten uns, welche musikalische
Qualität und Kraft von Laien erzeugt werden kann, von denen die meisten
sagen, sie könnten eigentlich gar nicht singen. Das ist in den Seminaren
von Carina Eckes und Karl Adamek möglich, weil hier vor allem die
archaischen Formen der Musik gesungen werden, und da konnte sich jeder
„einklingen“. Und diese Formen sind - das ist das Schöne - sowohl
für Laien als auch für Profis spannend. Denn sie lassen unbegrenzten
Raum für Improvisation und kreative Selbstentfaltung, besonders wenn
Singen und Tanzen eins wurden.
Die meisten TeilnehmerInnen konnten
während des Seminars auf Anhieb erleben, wie die vitale Kraft von
rhythmischen afrikanischen Gesängen den Mut, die Tatkraft und die
Entschlussfähigkeit stärkt und die extatische Sinnlichkeit unseres
Körpers wiederbelebt.
Die verschiedensten diffusen
Lebensängste schneiden uns oft von unserer eigenen Lebenskraft ab.
- Wenn wir singen, werden physiologische Prozesse in Gang gebracht, die
unweigerlich die Angst auflösen. Deshalb singen fast alle Kinder,
wenn sie in den Keller gehen. Sie spüren, dass die Angst schwindet.
Angst macht uns blind und handlungsunfähig, und es ist frappierend,
wenn Sie zum erstenmal bewusst beobachten, wie sich durch Singen von Minute
zu Minute Ihre Angst auflöst und Lebensfreude mit den Schwingungen
einströmt.
Mit Worten lässt sich das Erlebte
leider nur unzureichend beschreiben. - Wir gelangten durch die transzendenten
Klänge des Obertonsingens in selten erfahrene meditative Ruhe und
tiefen inneren Frieden, und es war eindrucksvoll zu erleben, wie meditative
Gruppenimprovisationen mit der Stimme das Vertrauen stärken konnten,
im Fluss des Lebens mit Begeisterung und Lebensfreude schwimmen zu können.
Alte Verletzungen singend heilen
Mantrische Gesänge, die Karl
Adamek speziell hierfür komponierte, führten uns auch in andere
Seelenräume und zu alten, nicht geheilten Verletzungen. Singend konnten
wir unsere Bereitschaft, uns selbst und anderen zu verzeihen, stärken
und damit energetisch den inneren Weg für Neues freimachen. Und immer
wieder sangen wir die sogenannten „Come-together-songs“ aus den verschiedenen
Kulturen und spürten, was es heißen kann, in einer Gemeinschaft
tiefe Verbundenheit zu erleben. In der Regel geht mit diesem Prozess auch
erlösend einher, dass alte Wunden dabei beginnen zu heilen. „Es gibt
leider kaum jemanden in unserer Gesellschaft, der nicht durch alte seelische
Verwundungen in seiner Entwicklung eingeschränkt ist. Wenn wir auf
diese Weise singen, können wir erleben“, so Adamek, „wie aus der Wunde
das Wunder wird.“
Viele Teilnehmer kamen in Kontakt
mit tiefsitzender Trauer und fanden in der Gruppe einen geborgenen Kreis,
sich durch den Schmerz hindurch zu singen. Das Schöne an dieser Arbeit
ist, dass sich die seelischen Verknotungen beim Singen energetisch lösen.
Es war nicht nötig, dass über das, was den einen oder anderen
bewegte, gesprochen werden musste. Niemand musste etwas sagen, aber man
durfte es natürlich auch, wenn es einem am Herzen lag. Diese Freiheit
war ein Geschenk und machte unglaubliche Prozesse möglich. Von Stunde
zu Stunde wurden die TeilnehmerInnen strahlender, man hätte vorher-nachher-Fotos
machen sollen.
Da es den meisten in ihrem Leben
mehr oder weniger die Stimme verschlagen hat, ist die musikalische Arbeit
von Carina Eckes und Karl Adamek organisch durchflochten von Energiearbeit
zur Belebung der authentischen Stimme und von Arbeit mit dem Körper
und dem Atem. Spielerische Übungen beispielsweise aus dem Atemyoga,
Shiatsu und dem NLP können neue Räume öffnen und die neuen
Erfahrungen verankern.
In den Traditionen aller Völker
kann man beeindruckende Beispiele finden, wie durch Singen die Persönlichkeit
entfaltet und Selbstheilungsprozesse in Gang gesetzt werden können.
Das entspricht auch neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Von diesem
Wissen fließt viel in die hier vorgestellte Arbeit ein. Um so bedenklicher,
dass das Selber-Singen in den letzten Jahrzehnten immer mehr aus unserem
Lebensalltag verschwindet.
Das Singen ist die eigentliche
Muttersprache aller Menschen (Yehudi Menuhin)
Yehudi Menuhin erinnerte als Schirmherr
der Aktionsgemeinschaft „Il canto del mondo“ an die Bedeutung des Singens (www.il-canto-del-mondo.org).
Il canto del mondo wurde von Karl
Adamek gegründet und setzt sich auf allen Ebenen für die Förderung
des Singens und für eine ‘Erneuerte Alltagskultur des Singens’ ein.
Yehudi Menuhin: „Das Singen ist die eigentliche Muttersprache aller Menschen:
denn sie ist die natürlichste und einfachste Weise, in der wir ungeteilt
da sind und uns ganz mitteilen können - mit all unseren Erfahrungen
und Hoffnungen... Dieser einmalige Sprachschatz darf uns nicht verloren
gehen, was aber tatsächlich zur Zeit geschieht.“
Singen ist die natürliche Klangsprache,
die über alle verschiedenen Wortsprachen hinweg Menschen dieser Erde
miteinander verbinden kann. Ist es nicht das selbstverständlichste,
dass jeder sie sprechen lernen kann.? Auch wenn wir selbst vielleicht noch
wie so viele andere auch diese Sprache bis jetzt nur radebrechen? Yehudi
Menuhin weiter: „Wenn wir Menschen uns selbst als Klangkörper, als
Musikinstrument in der Sinfonie der Schöpfung begreifen und uns singend
immer wieder auf’s Neue befrieden lernen, dann können wohlmöglich
- mit unserer eigenen Gesundung durch die Musik einhergehend - auch die
durch uns verursachten Verwundungen der Erde heilen.“ Von diesem Atem und
dieser weiten Perspektive ist die Arbeit von Carina Eckes und Karl Adamek
getragen. Wir konnten hier in die unterschiedlichsten Klangräume eintauchen
und ihre verschiedenartigen Wirkungen am eigenen Leib erleben.
Alles ist Schwingung
Alles schwingt, jede Zelle, jedes
Atom in unserem Körper ist Schwingung. - Mit dem Singen bringen wir
unseren ganzen Organismus in Vibration, erzeugen ein Feld der Eigenresonanz
und harmonisieren uns energetisch. Wir werden resonant mit uns selbst und
den anderen. Singen ist deshalb so unersetzbar für unser Leben und
die Entfaltung unserer Persönlichkeit, weil wir uns durch nichts anderes
derart in Eigenresonanz bringen können. Es lässt sich wissenschaftlich
begründet feststellen: Die Qualität unserer Fähigkeit zur
Eigenresonanz bestimmt die Qualität unserer geistigen und körperlichen
Gesundheit, unserer Lebensqualität. Durch Singen können wir auf
unersetzbare Weise unsere Eigenresonanzfähigkeit entfalten. Yehudi
Menuhin: „So kann Singen zugleich Bewegung ins Eigenste sein, gar eine
sanfte Revolution der Befriedung auslösen, und vielleicht uns Menschen
zunehmend aus lebensfeindlichen persönlichen und gesellschaftlichen
Strukturen herauslösen helfen.“
Bei Interesse an einem Seminar oder
einer Ausbildung „Psychoresonanztraining mit der Stimme“ bei Carina Eckes
und Karl Adamek oder an einer der wöchentlichen Gruppen in Düsseldorf
oder Münster, wenden Sie sich bitte an:
Dr. Karl Adamek,
Sauerländer
Weg 2a,
48145 Münster,
Fax 0251-6744356,
e-mail: adamekk@uni-muenster.de

Quelle: BALANCE ® 4/2000
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