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Magnetfeldtherapie
Aktivierung der Lebensenergie

Das Wissen um die Heilkraft der Magnete hat eine lange Geschichte. Ihr Einfluss auf das Wohlbefinden ist schon in altägyptischen Hieroglyphen ebenso dargestellt wie in Tempelschriften und Keilschrifturkunden aus dem Land zwischen Euphrat und Tigris. Kleopatra soll Magneteisensteine nachts mit einem Band auf ihrer Stirn befestigt haben, um schön und jung zu bleiben durch einen erholsamen Schlaf. Die Ägypter glaubten zudem fest daran, dass Magnete „gute Gedanken anziehen“.

Vermutlich waren auch die alten chinesischen und indischen Heilkundigen mit den Kräften von Magnetsteinen wohl vertraut. Der Begriff „Magnet“ wurde aber erst später von den Griechen geprägt. So erzählt eine Geschichte, die auf Plato zurückgeht, von einem griechischen Schäfer namens Magnes, der durch Nägel in seinen Sandalen oder die Eisenspitze seines Hirtenstabes so stark von einem magnetischen Felsen angezogen wurde, dass er sich nur unter Einsatz all seiner Kraft von diesem Felsen losreißen konnte. Aber ebenso kann der Name auf eine Schrift von Euripides zurückgehen, der eine Region in Griechenland „Magnesia“ bezeichnete. In diesem Landstrich gab es viele vulkanische Gesteine mit magnetischen Eigenschaften, die Magnesiasteine genannt wurden.  Woher auch immer der Name stammt - Paracelsus, der großartige Arzt und Alchemist des Mittelalters (1493-1541) machte das Heilen mit Magneten zu einem festen Bestandteil seines Therapieschatzes: „Der Magnet ist der Fürst aller Lebensgeheimnisse“. Im 17. und 18. Jahrhundert waren Magnete in der höfischen Gesellschaft äußerst beliebt. Vor allem der schwäbische Arzt Franz Anton Mesmer hatte nach spektakulären Heilerfolgen eine große Fan-Gemeinde, zu denen auch Mozart gehörte. - Heute ist die Magnetfeldtherapie ein anerkannter Zweig der Naturheilkunde. Ihre Wirkung wurde in zahlreichen Studien nachgewiesen.

Was sind Magnetfelder?

Alle Lebewesen bestehen aus in Wasser gebetteten Atomen, die auf elektrische und magnetische Kraftfelder durch die Bewegung der Ionen im Körper reagieren. Diese elektrisch geladenen Teilchen erzeugen natürliche elektrische Ströme, die als magnetisches Feld gemessen werden können: Das ist unser individuelles biomagnetisches Feld, das durch das Magnetfeld der Erde gespeist wird. Ohne dieses Erdmagnetfeld wäre kein Leben auf diesem Planeten möglich. Es schenkt uns Energie, dient zahlreichen Tieren als Orientierungshilfe (uns Menschen übrigens auch) und schützt die Erde vor schädliche Strahlen aus dem All. Wie und wo unser Erdmagnetfeld überhaupt entsteht, ist noch nicht geklärt. Vermutet wird, dass gewaltige Ströme von Materie im Kern der Erde nach dem Prinzip eines sich selbst erhaltenden Dynamos von Magnetfeldern begleitet werden. Unterschiedliche Massen im Erdinneren bewegen sich mit unterschiedlicher Geschwindigkeit, reiben aneinander, erzeugen dadurch Elektrizität, die dann das enorme Erdmagnetfeld induzieren. Dieses Magnetfeld ist nicht statisch, sondern es pulsiert mit ca. 7,5 Hertz.

Magnetfelder unterstützen die Körperzellen

Wie wichtig das Erdmagnetfeld für alle Lebewesen auf dieser Erde ist, zeigte die Weltraumforschung: Mäuse, die man künstlich vom Erdmagnetfeld abschirmte, wurden innerhalb kurzer Zeit krank. Sie verloren ihr Fell, und gleichzeitig begannen ihre inneren Organe und das Bindegewebe zu wuchern. Russische Astronauten im All wurden anfällig für Osteoporose und schwerste Depressionen. Erst als man künstliche Magnetfelder in die Raumschiffe einbaute, konnte die „Weltraumkrankheit“ deutlich gelindert werden. Durch diese Erfahrungen wurde die Wissenschaft sensibel für die Bedeutung des Erdmagnetfeldes auf die Gesundheit. Heute weiß man, dass Magnetfelder den Sauerstofftransport des Blutes erhöhen und den Ionenfluss der Zellen steuern, der dafür sorgt, dass Nährstoffe in die Zelle gelangen und Schlacken abtransportiert werden. Man kann sich leicht vorstellen, was geschieht, wenn eine Zelle nicht mehr richtig ernährt wird: sie verhungert langsam. Und wenn die Schlacken nicht mehr vollständig aus der Zelle abtransportiert werden, erstickt sie schließlich an ihrem eigenen Müll. Magnetfelder sorgen also dafür, dass die Zelle lebendig ist: Nährstoffe gelangen dank ihrer Hilfe durch die Zellwand ins Innere und beliefern die Kraftwerke, die Eiweißfabriken und die eigenen Reparaturwerkstätten der Zelle. Was verbraucht ist, wird anschließend durch die Zellwand hinaus geschleust und schließlich über Lunge, Niere und Haut ausgeschieden. So bleibt Mensch gesund.

Genug der Theorie. Der menschliche Organismus ist evolutionsbiologisch auf das natürliche Erdmagnetfeld programmiert. Es sorgt dafür, das wir alle über unser körpereigenes Magnetfeld genügend Energie speichern, um gesund zu sein und die Körper-Geist-Funktionen im Gleichgewicht zu halten. Aber viele technische Entwicklungen der Neuzeit wie allgemeine Elektrizität, Mobilfunk, Mikrowelle usw. bringen das Gleichgewicht durcheinander. Also wird versucht, es durch Magnete wieder herzustellen. Mit gutem Erfolg. Die Palette an Magnetprodukten ist bunt. Es gibt Magnetpflaster, Magnetkissen, Magnetbettauflagen, Magnetschmuck u.v.a.m. Seit den 70er Jahren werden Magnetfeld-Produkte entwickelt. Viele sind inzwischen ausgereift und durchaus sinnvoll. Meist sind Dauermagnete eingearbeitet, die lokal wirken. Sie sind anerkanntermaßen schmerzlindernd und durchblutungsfördernd. Und mehr: Sie halten jung und schön, entschlacken und erneuern die Haut, helfen bei Cellulite und gegen kalte Füße. Aber das braucht Zeit. Eine Wirkung ist oft erst nach einigen Wochen spürbar, manchmal aber auch schon sofort. Erfahrungsgemäß reagiert jeder anders darauf. Generell sind Dauermagnete für den Dauergebrauch gemacht und verlieren ihre Kraft erst nach Jahrzehnten. Bei Dauergebrauch kann ein Gewöhnungseffekt auftreten. Wer sich z.B. eine Bettauflage mit Dauermagneten zulegt, sollte nach etwa einem halben Jahr für einige Woche pausieren, damit der gewünschte Regenerationseffekt wieder auftritt.

Eine Entwicklung aus der Medizintechnik sind pulsierende Magnetfelder. Sie werden über eine stromführende Spule in Kissen oder Matten aufgebaut und sind im Vergleich zu den statischen Magnetfeldern der Dauermagnete „gepulst“, wie auch das Magnetfeld der Erde nicht statisch ist, sondern pulsiert. Das heißt, die Felder werden in bestimmten Frequenzen auf- und abgebaut. Sie schwingen und verändern sich. Die Zelle erhält immer wieder einen neuen Vital-Impuls. Die Wirkung dieser pulsierenden Magnetfelder ist naturgemäß effektiver. Pulsierende Magnetfelder helfen unterstützend bei zahlreichen Krankheiten: von Stoffwechselstörungen wie Diabetes über Arthrose, Rheuma, Migräne, Übergewicht bis zu Potenzproblemen. Das hat allerdings seinen Preis. Eine Ganzkörpermatte kostet mehr als das Doppelte im Vergleich zu einer Bettauflage mit Dauermagneten. Dafür dauert die Anwendung auch nur fünfzehn Minuten.

Wer die Kraft der Magnete ausprobieren möchte, kann erste gute Erfahrungen mit Dauermagneten machen. Die Vorstellung, durch ein Magnetkopfkissen im Schlaf wieder eine jugendliche Haut zu kommen, ist schon verführerisch. - Ich selbst habe einige Produkte ausprobiert (als Medizinjournalistin sitzt man schließlich an der Quelle) und nutze beide Magnetvarianten: In meiner Handtasche ist immer ein kleiner Magnetroller, mit dem ich mich massiere, wenn es irgendwo zwickt. Und dreimal wöchentlich lege ich mich für 10 Minuten zur Vorbeugung auf eine der „Luxus“-Matten mit gepulsten Magnetfeldern.

Worauf zu achten ist

Generell gilt die Anwendung von Magneten als sicher und nebenwirkungsfrei. Nur nach Rücksprache mit dem Arzt können Personen mit Herzschrittmachern oder Insulinpumpen eine Magnetfeldtherapie in Erwägung ziehen. Auch bei Patienten, die Medikamente zur Blutverdünnung nehmen, ist Vorsicht angesagt. Für Schwangere gibt es noch keine  gesicherten Untersuchungen. Deshalb sollte in der Schwangerschaft auf Magnettherapie verzichtet werden. Magnetfelder können möglicherweise Wirkstoffe aus Hormonpflastern schneller freisetzen als beabsichtigt. Deshalb dürfen Magnete nicht in ihrer Nähe angebracht werden.

Wer die Aktivierung durch Magnete erleben möchte, sollte viel stilles Wasser trinken, um die Entschlackung zu unterstützen. Sonst kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen wie beim Fasten. Und die teuerste Magnetfeldmatte hilft nicht, wenn die Ernährung nicht vollwertig ist, denn nur die Biostoffe, die aus der Nahrung zur Zelle transportiert werden, können mit Hilfe der Magnetkräfte in sie transportiert werden und sie optimal ernähren.

Übrigens sind Magnete auch für Tiere eine Wohltat. Hunde legen sich bereitwillig auf eine Magnetmatte, und viele Pferdeliebhaber schützen ihren wertvollen Tiere mit Decken, in die Magnetfolien eingearbeitet sind.

Die Magnetfeldbehandlung ist ein sanftes Verfahren aus der Naturheilkunde, bei der man nichts spürt, außer bei der gepulsten Variante vielleicht ein leichtes Kribbeln. Davon sollte man sich aber nicht täuschen lassen: Magnetische Kräfte sind äußerst wirkungsvoll. Es geht eine Kraft von ihnen aus, die über das Körperliche hinausgeht. Sensible Menschen spüren das sofort.

Natürliche Magnetsteine wie der Magnetit helfen bei der Meditation oder Energiearbeit, wenn es darum geht, emotionale und seelische „Schlacken“ los zu werden - analog zu künstlichen Magneten, die dies auf der Körperebene tun. Auf der Körperebene sind Magnetanwendungen lange bekannt. Welche Auswirkungen magnetische Kräfte auf die anderen Ebenen hat, wird sich noch zeigen. Deshalb möchte ich mit KRYON beenden: „Denen, die bereit sind zu hören, ist ein Licht entfacht worden, das im Magnetismus seinen Ausdruck findet.“ Ulla Scholten

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Quelle: BALANCE® 4/2000  

 

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