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Amalgamsanierung - aber richtig
worauf Sie bei der Sanierung Ihrer Zähne achten sollten

Über mögliche Schäden durch Amalgam ist schon viel geschrieben worden. Die Symptome reichen von Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Abgeschlagenheit bis zu Migräne, Unfruchtbarkeit und Infektanfälligkeit. Auch wird die Beteiligung an der Entstehung kanzeröser Erkrankungen, multipler Sklerose, Alzheimer und anderer Krankheiten diskutiert. Bekannt ist der Zusammenhang zwischen Amalgamfüllungen und erhöhten Quecksilberkonzentrationen in Speichel oder Blut, darüber hinaus reichert es sich aber auch in Organen wie Leber, Niere und Gehirn an. Da Quecksilber die Blut-Plazenta-Schranke überwinden kann, sind auch Schädigungen am Embryo möglich. Und so bessert sich manche Neurodermitis oder Allergie bei Kindern, deren Mütter Amalgamfüllungen haben, bessert sich nachhaltig, wenn bei den Kindern eine Quecksilberausleitung vorgenommen wird, obwohl diese Kinder nie Amalgamfüllungen hatten. Daraus folgt natürlich auch, dass während der Schwangerschaft jedwede unnötige Manipulation an Amalgamfüllungen  - so schonend sie auch immer ist - unterbleiben sollte. Aus der ganzheitlichen Kieferorthopädie weiß man, dass die Therapieerfolge wesentlich schneller und gelegentlich überhaupt erst nach Amalgamsanierungen eintreten, da die Grundregulation des Stoffwechsels durch Quecksilber behindert sein kann und somit auch körperliche Umbauvorgänge, die durch die kieferorthopädische Korrektur bewirkt werden sollen, nur verzögert stattfinden.

Alte Amalgam-Füllungen dürfen nicht einfach herausgebohrt werden

Was ist jedoch zu tun, wenn ein Patient Amalgamfüllungen hat und über ein geeignetes Messverfahren, z.B. Elektroakupunktur nach Voll oder Kinesiologie, eine Quecksilberbelastung nachweisbar ist? - Würde man die Füllungen einfach „herausbohren“, hätte das die Erhöhung des Quecksilberbelastung durch Amalgampartikel und -dämpfe zur Folge. Es gilt also, Maßnahmen zu treffen, die sowohl das Verschlucken von Amalgampartikeln verhindern als auch die Entstehung von Quecksilberdämpfen, die eingeatmet werden oder über die Schleimhäute in den Körper gelangen können, minimieren. Das Verschlucken des Amalgams lässt sich relativ leicht durch das Anlegen eines Spanngummis aus Latex (für Allergiker auch latexfrei), der die Zähne isoliert, vermeiden.

Das Verschlucken des Amalgams lässt sich relativ leicht durch das Anlegen eines Spanngummis aus Latex vermeiden

Die Minimierung der Quecksilberdämpfe stellt ein größeres Problem dar. Diese Dämpfe werden an den Oberflächen der Amalgamfüllungen oder -partikel freigesetzt. Je mehr Amalgamstaub beim Herausbohren entsteht, desto größer ist auch die Gesamt-Oberfläche der Amalgampartikel und somit die Gasemission.

Der herkömmliche zahnärztliche Bohrer ist mit vielen kleinen Diamantsplittern besetzt, die die Füllung mehr oder weniger „pulverisieren“. Es entsteht also viel Amalgamstaub, die Gasfreisetzung ist hoch. In der ganzheitlichen Zahnmedizin werden daher spezielle Hartmetallfräsen verwendet, die die Füllung in großen Stücken herausschneiden, wodurch die Gasemission minimiert wird. 

Die üblicherweise in der Zahnarztpraxis verwendete Turbine, erkennbar an dem hohen Pfeifton, ist für die Amalgamsanierung ungeeignet, da sie mit Umdrehungszahlen von bis zu 300.000 Umdrehungen pro Minute arbeitet. Wir betreiben die Hartmetallfräsen mit einem speziellen Mikromotorhandstück mit nur 180.000 Umdrehungen pro Minute. Das Mikromotorhandstück reduziert die Gasfreisetzung und hat sich auch bei anderen Behandlungen als zahnschonender erwiesen.

Um das Risiko der Quecksilberaufnahme über Schleimhäute oder Atem noch weiter zu reduzieren, kommt ein spezielles Absaugsystem zur Anwendung, das wie ein Kasten über den Zahn gestülpt wird und so das Kühlwasser aus dem Handstück nicht so schnell in die Umgebung abfließen lässt. Dadurch wird die Füllung fast völlig unter Wasserabschluss entfernt und die Gasemission weiter minimiert. 

Absaugsystem bei Amalgamsanierung

Ist das Amalgam nun sorgfältig entfernt, wird gründlichst die Karies beseitigt, die oft unter alten Amalgamfüllungen besteht. Anschließend wird eine spezielle Unterfüllung gelegt, die bewirkt, dass sich der Nerv im Zahn etwas zurückzieht und wieder Zahnhartsubstanz aufbaut.

Würde nun sofort eine definitive Versorgung erfolgen, z.B. aus Gold oder Keramik, könnte das die Ausleitung des Quecksilbers aus den Organen und Körpergeweben behindern. Auch lässt sich die Verträglichkeit der neuen Versorgung nicht austesten, solange noch Quecksilber im Körper ist. Daher werden zunächst temporäre Füllungen aus einem neutralen Zement für die Dauer der Ausleitung gelegt.

Das Quecksilber muss auch aus dem Körper ausgeleitet werden

Da das Quecksilber aus den Füllungen im Körper und den Organen gespeichert wird und dort eine Halbwertszeit von ca. 10 Jahren hat (d.h.: Nach 10 Jahren ist erst die Hälfte ausgeschieden), muss es zusätzlich ausgeleitet werden. Die Ausleitung erfolgt in einer ersten Phase mit Zink und Vitamin C, wobei Zink das Quecksilber bindet und Vitamin C für die Ausscheidung sorgt. In der zweiten Phase wird durch Koriander eine Ausschwemmung aus Gehirn und Nervensystem eingeleitet. Begleitend zur zahnärztlichen Therapie sollten vom ganzheitlich arbeitenden Arzt oder Heilpraktiker Therapien eingeleitet werden, um durch Quecksilber geschädigte Organe, z.B. Dickdarm, Leber und Niere, zu regenerieren.

Durch ganzheitliche Zahnbehandlung die Selbstheilungskräfte aktivieren

Die Entfernung und Ausleitung des Amalgams ist nur ein Teil der ganzheitlichen Zahnsanierung. - Wurzelbehandelte oder deviatale Zähne, ebenso wie verlagerte Weisheitszähne lassen sich durch Elektroakupunktur häufig als ebenso störend nachweisen. Oftmals bessern sich die Beschwerden der Patienten nach der Zahnsanierung von selbst, da die Grundregulation entblockiert wird und damit die Selbstheilungskräfte aktiviert werden.

Manchmal muss die ganzheitliche Therapie des Arztes oder Heilpraktikers noch einmal von vorn begonnen werden, da Mittel, die vorher aufgrund der Blockierung unwirksam waren, erst jetzt wirken können.

Dosierung der Mittel zur Quecksilberausleitung:

1. Phase

Zinkorotat
3 x täglich 1 Tablette vor dem Essen
zusätzlich 1000 mg Vitamin C pro Tag, bis das Zinkorotat aufgebraucht ist

2. Phase

3 x 5 Tropfen Coriandrum pro Tag
entweder direkt in den Mund oder auf einen Kunststofflöffel
Chlorella- Hau 3 x 2 Tabletten

Während der Ausleitung sollte viel mineralarmes Wasser getrunken werden.

Zinkorotat 40 100 Tbl./POS
Coriandrum N1 Fa Ceres/Urtinktur
Chlorella- Hau 400 mg 250 Tabletten

Lesen Sie in der nächsten BALANCE:
Es ist nicht alles Gold, was glänzt - Gold, Kunststoff, Keramik - Zahnfüllstoffe werden vorgestellt

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Quelle: BALANCE® 4/2000

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