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Ayurveda
Die Mutter der Medizin
In den vergangenen Jahren ist der
Ayurveda zu neuer Blüte und weltweiter Bekanntheit gelangt. Was aber
ist Ayurveda?
Ayurveda, die älteste Heilkunst
Ayurveda ist die wohl älteste
bekannte, heute noch angewandte Heilkunst der Welt, sehr wahrscheinlich
sogar die Mutter aller heutigen Medizinformen. Übersetzt heißt
Ayurveda etwa: das Wissen vom langen, gesunden Leben.
Über die Entstehung des Ayurveda
gibt es verschiedene Mythen, die aber alle eines gemeinsam haben: Das erstaunliche
Wissen dieser komplexen Menschen- und Lebenskunde mit all ihren biologischen,
medizinischen, religiösen und philosophischen Aspekten wurde den Menschen
von den Göttern übergeben. Die ersten schriftlichen Belege finden
sich bereits in den altindischen Veden - den „Büchern der Weisheit“.
Somit sind diese die ersten systematischen
Sammlungen medizinischen Wissens. Alle uns heute bekannten medizinischen
Bereiche wie Chirurgie, Gynäkologie, Toxikologie usw. werden hier
schon beschrieben. Ehrfurcht kommt auf, wenn wir uns diese „heutigen“ Erkenntnisse
viele tausend Jahre zurück in die Vergangenheit vorstellen.
Unsere Hände schenken Heilenergie
Für uns, die wir den Ayurveda
als Vorsorge oder unterstützende Möglichkeit im Heilungsprozess
nutzen möchten, sind folgende Worte aus der frühen vedischen
Zeit (Rigveda, etwa 6000 v. Chr.) aktueller denn je: „Für mich gibt
Deine Hand mir Gesundheit, für mich gibt sie die beste Gesundheit,
für mich ist sie universelle Medizin!“
Es ist für „unsere“ Zivilisation
nicht von Wichtigkeit, eine ferne Kultur zu übernehmen, sondern Ihre
Prinzipien zu kennen, zu verstehen und zu integrieren, sofern sie sich
auf unsere Möglichkeiten umsetzen lassen. Diese Prinzipien zu verdeutlichen
und als Erkenntnis umzusetzen ist das Ziel des Ayurveda.
Eine ganz wichtige und einfache
Möglichkeit haben wir mit der Energie: Durch unsere Hände werden
uns in Form von Massagen oder direkter Energieübertragung unsere geburtsrechtlichen
Möglichkeiten auf schöne und sanfte Art wieder näher gebracht.
Vorbeugen ist oberstes Prinzip
Ein langes Leben in Gesundheit und
Selbstverantwortung zu führen, sollte immer oberste Priorität
haben. Wesentlich dabei ist die Sichtweise, dass der Mensch als Ganzes
in seiner Einheit von Körper-Geist-Seele und in Verbundenheit mit
seiner Mit- und Umwelt zu sehen ist. Der Idealzustand wäre also eine
vollkommene Harmonie dieser Bereiche. Selbst die UN- Weltgesundheitsorganisation
(WHO) definiert den Begriff Gesundheit wie folgt:
Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen
körperlichen, geistigen und gesellschaftlichen Wohlbefindens und nicht
nur die Abwesenheit von Krankheit.
Dies zu verstehen bedeutet zu erkennen,
dass nicht nur der Magen, der Kopf oder ein anderer Körperteil erkrankt,
sondern immer der ganze Mensch in seinem sozialen, gesellschaftlichen Umfeld
betroffen ist. Darum wird das Augenmerk im Ayurveda in erster Linie auf
die Vorsorge gerichtet.
Aus dieser Sichtweise kommt insbesondere
das ganzheitliche Wissen um eine gesunde Lebensführung zum Tragen.
So ist auch der Gedanke der Ökologie mit den gegenseitigen Wechselwirkungen
zwischen Mensch und Natur seit Jahrtausenden Selbstverständlichkeit,
ja Basis des Ayurveda.
Vier Hände massieren synchron
Wie können wir nun als Einzelner
aus dem großen Wissensschatz des Ayurveda für uns Vorsorge erzielen?
Blicken wir zurück auf die oben zitierten Worte aus dem Rigveda. Mit
den Händen nämlich wird eine der schönsten Möglichkeiten
- die Abhyanga - ausgeführt. Die Hände sind es, die im Ayurveda
auf allen Ebenen soviel bewegen wie sonst nirgendwo. Diese als Abhyanga
bekannte Ölmassage wird mal als „liebende Hände“, mal als Massage,
Salbung oder Einreibung beschrieben. Zusammengefasst ist es das, was vermittelt
werden soll: Auf liebevolle Art und Weise den Körper - in Verbindung
mit Öl und Kräutern - zu erinnern, das heißt ihm Mitteilung
zu geben, seine ihm innewohnende Heilenergie zu aktivieren und zu harmonisieren.
Als Synchronmassage, von zwei Therapeuten ausgeführt, ist Abhyanga
eine wunderschöne, tiefgehende Erfahrung. Diese Massageform setzt
den inneren Heiler in Gang, indem sie über beide Gehirnhälften
gleichzeitig Impulse setzt.
Die Wirkkräfte der drei Doshas
In der Einzelmassage dagegen werden
hauptsächlich die Doshas angesprochen. Diese sind sozusagen die Schlüssel
zum Verständnis des Ayurveda. In der Lehre von den drei Doshas zeigt
sich das ganzheitliche Prinzip im Zusammenhang mit den Elementen:
Vata = Äther und Luft
Pitta = Feuer
Kapha = Wasser und Erde
und erklärt so die Zusammenhänge,
wie alle körperlich-geistigen Vorgänge gesteuert werden. Somit
steht Vata für alles, was in Bewegung ist, Pitta steuert den Wärmehaushalt
und das Verdauungsfeuer und Kapha die Formgebung und Fortpflanzung des
Menschen.
Das heißt alles ist in allem:
Nichts geht ohne das andere. Aber auch jedes einzelne Dosha kann zu stark
oder zu gering beachtet werden und somit - unterdrückt oder dominant
- zum Ungleichgewicht im Menschen führen.
In einer sogenannten Dosha-Massage,
von einem Therapeuten ausgeführt, kann dahingehend das Gleichgewicht
wieder hergestellt werden, indem der schwächste Teil gestützt
wird und somit den dominanten Teil ausgleicht.
Der Öl - Stirnguss
Eine weitere, für viele das Non-Plus-Ultra, sehr angenehme Vorsorge- und Entspannungsmöglichkeit
ist Shirodhara, der Stirnguss. Besonders das zentrale Nervensystem profitiert
von den - durch einen kontinuierlichen warmen Ölstrahl auf die Stirn
- freigesetzten, heilenden Substanzen unserer inneren Apotheke.
Gesundheitsfördernde Umgebung
Kombiniert mit gesundheitsförderlicher
Ernährung, natürlichem Umfeld und dem Willen, den Alltag loszulassen,
sind diese Vorsorgemöglichkeiten Teil der Angebote der Villa Schaaffhausen
(Bad Honnef) zur aktiven Gesundheitspflege. In einem wunderschönen
Park mit altem Baumbestand und umgeben von der Naturschule Schaaffhausen,
einem ökologischen Modellgarten, liegt die denkmalgeschützte
Villa, wo einst Fürsten und Könige zur Erholung weilten. Heute
befindet sich hier ein Seminarhaus und Gesundheitszentrum - ganzheitlich
orientiert und in familiärer Atmosphäre geführt. Nahe dem
Rhein und direkt angrenzend am ältesten deutschen Naturpark, dem Siebengebirge,
gelegen, ist dies ein Ort, wo auch für uns heute Erholung fast unausweichlich
ist.
Brigitte Impekoven, Heilpraktikerin
und Ayurveda-Therapeutin Nähere Informationen bei:
Villa Schaaffhausen, Schaaffhausenstr. 5, 53604 Bad Honnef,
Tel. 02224/917-0,
Fax 02224/917-110

Quelle: Balance® 1/2001
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