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Wegbereiter des „chemischen Rohrstocks“ veranstalten Weltkongress in Berlin.

Betroffene und Menschenrechtler protestieren gegen Biologische Psychiatrie

Psychiatrie zerstört Leben

Vom 1. bis zum 6. Juli 2001 findet in Berlin der VII. Weltkongress der Biologischen Psychiatrie statt. 7.000 Psychiater aus der ganzen Welt werden hierzu im Kongresszentrum Berlin erwartet, um sich in üblicher arroganter Manier über die geistige Gesundheit der Menschheit und der Möglichkeiten ihrer Manipulation auszulassen. Internationaler Präsident ist der Münchener Psychiatriechef Prof. Dr. Möller, (660 Elektroschocks wurden allein 1997  in seiner Psychiatrie verabreicht). Nachdem unzählige Psychiater sogenannte Weltvereinigungen und Weltkongresse organisieren, auf denen gegenseitig der psychiatrische Standesdünkel zelebriert wird, ohne dass es für die Allgemeinheit erwähnenswert wäre, lohnt es sich über die Vereinigung der Biologischen Psychiater mehr zu wissen.

Nachdem die Psychiatrie bis heute unfähig ist, sogenannte Geisteskrankheiten zu heilen* oder eine konkrete Ursache für das Lebensproblem eines Menschen festzustellen, muss sie ihre Daseinsberechtigung mit der ständigen Erfindung neuer Diagnosen für normales menschliches Verhalten sichern. Den Erfindungseifer für immer mehr Pseudogeisteskrankheiten veranschaulicht am besten das offizielle Handbuch der Psychiatrie, das „Diagnostische und Statistische Manual Psychischer Störungen DSM-IV“, kurz DSM. 1952 enthielt diese psychiatrische Bibel noch eine Auflistung von 112 Geistesstörungen, 1980 waren es schon 224, sieben Jahre später 253 und im Jahre 1994 lag die Zahl dessen was die Psychiatrie als Geistesstörungen bezeichnet bereits bei 374.

Die Biologische Psychiatrie ist eine Ideologie und zwar eine von der schädlichsten Sorte.
David Kaiser, Psychiater und Buchautor

Um zu unterbinden, dass mehr und mehr Menschen Hilfe bei nicht psychiatrischen Einrichtungen suchen, verbreitet die Biologische Psychiatrie die Willkürbehauptung, dass emotionale oder geistige Leiden ihre Wurzeln in den Genen hätten bzw. biologisch bedingt seien oder aus einem „chemischen Ungleichgewicht“ im Gehirn resultieren.

Psychiatrie zerstört Leben

Der „Defekt“ oder das „chemische Ungleichgewicht“ soll gemäß „biopsychiatrischer“ Fasson mit Hilfe von Psychodrogen oder Elektroschocks „behandelt“ werden, d.h. mit Hilfe von Praktiken, die ausschließlich von einem Arzt ausgeführt werden dürfen. Mit diesem pharmaherstellerfreundlichen Konzept berät die psychiatrische Kultgemeinschaft Politiker und drängt sämtliche Nichtmediziner auf dem Gebiet der mentalen Heilung ins Aus. Die Arbeit von Sozialarbeitern, Lebensberatern, Homöopathen, Geistlichen etc. wird somit als inkompetent klassifiziert, da diese Leute mit den schulmedizinischen Voraussetzungen nicht aufwarten können.

Tatsächlich gibt es für die Behauptungen der Biologischen Psychiatrie keinen wissenschaftlichen Beweis. So sagte der Psychologe Elliot S. Valenstein, dass „keinerlei biochemische, anatomische oder funktionelle Merkmale gefunden wurden, die das Gehirn psychiatrischer Patienten verlässlich kennzeichnen." .... Und auch wenn „...Menschen mit psychischen Störungen sich ermutigt fühlen mögen, wenn ihnen gesagt wird, dass die verordneten Psychopillen ihnen ebenso helfen werden, wie Insulin einem Diabetiker hilft, so ist die Analogie ganz gewiss nicht gerechtfertigt.“ Doch die menschenverachtende und komplett unwissenschaftliche Theorie der Biologischen Psychiatrie resultierte bereits in politischen Konsequenzen. So existieren in den meisten Bundesländern Verordnungen über den Umgang mit Kindern, die Schwierigkeiten mit Lesen und Schreiben haben. Psychiater behaupten, Lese- und Rechtschreibprobleme seien Resultat eines genetischen Defekts. Wenn Kinder mit einem Lese- oder Rechtschreibproblem von der Benotung im Deutschunterricht freigestellt werden oder eine spezielle Förderung erhalten sollen, müssen Eltern in Bundesländern, in denen die „Legasthenie-Verordnung“ bereits existiert, ihr Kind einem Psychologen oder Psychiater vorführen.

Als wichtiges Beispiel für die Auswirkung der Theorie des „chemischen Ungleichgewichts“ als Ursache für Verhaltensabweichungen sei die sogenannte Aufmerksamkeitsstörung bei Kindern genannt. Typisch kindliche Verhaltensweisen wie Unaufmerksamkeit oder extreme Aktivität und Impulsivität fanden den verhängnisvollen Einzug in das psychiatrische Diagnosebuch DSM. Der chemische Rohrstock für Kinder wurde auf diese Weise von Psychiatern zu einem noch nie dagewesenen Ausmaß gesellschaftsfähig gemacht. 1990 nahmen in Deutschland bereits 2500 Kinder eine ärztlich verschriebene Psychodroge, die Kokain sehr ähnlich ist, heute sind es bereits 40.000! Es wird nicht bestritten, dass es  Familien gibt die Hilfe brauchen, Psychodrogen sind jedoch keine Hilfe, sondern zerstören die Persönlichkeit.

Psychiatrie zerstört Leben

Die Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte e.V. (KVPM) ist Teil eines internationalen Netzwerkes, um psychiatrische Menschenrechtsverstöße zu untersuchen. Nach Gründung des ersten Vereins im Jahre 1972 in München, existieren heute bundesweit 8 Zweigstellen mit ehrenamtlich tätigen Mitgliedern. Der Verein wurde von den Vereinten Nationen sowie von anderen namhaften Organisationen und Individuen lobend bestätigt.

Die KVPM bietet in einer bundesweiten Poster- und Flugblattaktion ihre Hilfe an. Die Poster und hier abgebildeten Faltblätter richten sich dabei an die folgenden drei Zielgruppen:

•  Angestellte der Psychiatrie, die in der Regel als erste von Missständen erfahren
•  Eltern deren Kinder als „psychisch krank“ stigmatisiert wurden.
•  Betroffene, die Opfer von schädlichen psychiatrischen Praktiken wurden.
 

Internationale Protestaktionen gegen die destruktiven Ideologien der Psychiatrie in Berlin

Anlässlich des VII. Weltkongresses der Biologischen Psychiatrie protestieren zahlreiche Patienten- und Menschenrechtsgruppen gegen psychiatrische Zwangsbehandlung und andere destruktiven Praktiken der Psychiatrie. Der Landesverband Psychiatrie-Erfahrener veranstaltet vom 29.06. bis 02.07.2001 in der Freien Universität Berlin das fünfte internationale „Russel Tribunal“ zur Frage der Menschenrechte in der Psychiatrie, sowie das Symposium „Geist gegen Gene“.  Die Jury besteht u.a. aus Professoren und Fachleuten aus den Bereichen Medizin, Recht und Philosophie. Das Tribunal wird über Internet live Übertragen (www.freedom-of-thought.de).

Die KVPM organisiert am Montag, den 02. Juli 2001 mit mehreren tausend Teilnehmern einen Protestmarsch von der Gedächtniskirche Berlin bis zum Kongresszentrum. Dort werden im Rahmen einer Kundgebung sechs Betroffene ihr Schicksal über die schockierenden Folgen psychiatrischen Handelns Zeugnis ablegen. Menschenrechtler aus ganz Europa und aus den USA haben bereits ihre Teilnahme angekündigt. Die KVPM lädt alle Organisationen und Individuen ein, bei den Protestaktionen gegen psychiatrische Menschenrechtsverstöße in Berlin dabei zu sein. Bestätigen Sie Ihre Teilnahme bei der KVPM Bundesleitung unter der Nummer 089-273 03 54 oder unter der E-mailadresse: KVPM@gmx.de .

Bernd Trepping

* Prof. Dr. Norman Satorius, Präsident des Weltverbandes (WPA) der Psychiatrie von 1996-1999 bei einem Psychiatriekongress: „Vorbei sind die Zeiten, in denen Psychiater meinten, sie könnten die Geisteskrankheiten heilen. In Zukunft werden die Geisteskranken lernen müssen, mit ihrer Krankheit zu leben“. 

Leserbriefe zum Artikel „Psychiatrie zerstört Kinderleben“ aus BALANCE 2/01:  

... vielen Dank für Ihren Mut, den obigen Artikel zu bringen. Nur die wenigsten trauen sich, etwas gegen die Pharma-Mafia zu schreiben. Denn anschließend wird man von der von ihr kontrollierten Presse so fertiggemacht, dass man sich nie wieder traut, etwas gegen Kinderdrogen wie Ritalin zu sagen. Aber wenn wir nicht, wie in Amerika schon fast an der Tagesordnung, Gewaltausbrüche und Schießereien in unseren Schulen wollen, dann müssen wir wohl oder übel etwas tun.

... Hiermit möchte ich Sie zu Ihrem Mut und Engagement beglückwünschen. Leider ist es in unserer Welt so, dass niemand dieses schwarze Loch „Psychiatrie“ wirklich in Augenschein nimmt.

Das Thema und die Umstände dieser sogenannten „Seelenheilkunde“ sind so haarsträubend und ekelerregend, dass es den meisten Menschen schwer fällt, sich dieses anzuschauen, bzw. dagegen aktiv zu werden. In meiner zweijährigen Praktikumszeit in den 70er Jahren in einer Psychiatrie in Nordrhein-Westfalen, habe ich täglich grobe Menschenrechtsverletzungen gesehen. Heilen war hier unbekannt und die Zerstörung von menschlichen Seelen das Tagesgeschäft.

... eines frage ich mich schon länger: Wer benutzt oder kontrolliert wen? Die Psychiater die Regierung oder die Regierung die Psychiatrie? Seit einem Jahrhundert Psychiatrie gibt es doch keine „Heilerfolge“ in diesem Bereich. Ich kann nicht begreifen, warum die Regierung es scheinbar irgendwie nicht sieht. Oder nicht sehen will?

www.ritalin-kritik.de

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Quelle: BALANCE® 3/2001

 

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