|
|
![]() |
![]() |
|
|
Startseite > Themen > Geschäft Gesundheit > Jod in der Schwangerschaft Jod in der SchwangerschaftAuf dem 15. Wiesbadener Schilddrüsengespräch im März 1997 wurde bereits die Problematik der Jodprophylaxe bei perinatalen Schilddrüsen diskutiert. Das Thema des Kongresses lautete: „Schilddrüsenkranke in der Frühphase des Lebens.“ Federführend waren die Mainzer Schilddrüsenspezialisten Peter Pfannenstiel und Lothar-Andreas Hotze, und ersterer stellte fest, daß „Basiswissenschaften wie Immunologie und molekulargenetische Untersuchungen komplizierte Zusammenhänge und dadurch bedingte Krankheiten der Schilddrüse aufgedeckt“ hätten.. Von diesen neuen Erkenntnissen können Schwangere und ihre ungeborenen oder schon geborenen Kinder profitieren. So „gehört“ es „zu den Besonderheiten der noch unreifen fetalen Schilddrüse, daß sie auf sehr hohe Jodkonzentrationen mit einer Abnahme der Sekretion von Schilddrüsenhormonen reagiert (sogenannter Wolff-Chaikoff-Effekt)“, wie Prof. Rainer Hehrmann aus Stuttgart referierte, weswegen die Verwendung jodhaltiger Medikamente und Substanzen „in der Schwangerschaft und perinatal unbedingt vermieden werden“ muß. Bereits 1994 wird in „Rote Liste“ (Orange S. 203), dem Arzneimittelverzeichnis des BPI, davor gewarnt, „Jodverbindungen“ in Schwangerschaft und Stillzeit über die Substitution (=ärztliche Verordnung) hinausgehend zu verabreichen, weil die Substanz in die Milch übergeht. „In Abhängigkeit von Dosis, Art der Anwendung und Dauer der Medikation kann eine Hypothyreose des Säuglings eintreten“, und in der Schwangerschaft eine Hypothyreose des Fetus. Damit ist gemeint, daß eine Überjodierung in der Schwangerschaft bei der Schilddrüse des noch ungeborenen Kindes zu einer Reduzierung der Schilddrüsenfunktion führt, was sich dann als Unterfunktion präsentiert. Diese Kinder kommen mit einer sogenannten „angeborenen Unterfunktion“ zu Welt, was ohne die Überjodierung ihrer Mutter in der Schwangerschaft wahrscheinlich nie passiert wäre. In den letzten Jahren, in denen es durch die flächendeckende Jodierung fast aller Lebensmittel sehr schnell zu einer Überjodierung kommen kann, nimmt die Zahl derjenigen Kinder, die mit diesem „Wolff-Chaikoff-Effekt“ zur Welt kommen, deutlich zu. Außer der Hypothyreose (Unterfunktion) der Schilddrüse muß auch auf die Hyperthyreose (Überfunktion) bei Säuglingen geachtet werden, wenn ihre Mütter an Morbus Basedow leiden. Bislang waren das in Deutschland noch unter 1% der Schwangeren. Unter der gegenwärtigen Hochjodierung seit 1995 ist aber die Zahl der an Jod-Basedow erkrankten Schwangeren deutlich gestiegen. In Amerika, mit einem sehr hohen Jodanteil in der Nahrung auf Grund der jodhaltigen Bleichmittel für Mehl, sind es schon bis zu 5% aller Schwangeren. Eine alarmierende Bilanz! Sind Frauen aber erst an einer durch Jod ausgelösten Überfunktion, Morbus Basedow oder Morbus Hashimoto erkrankt, dann wird ihre Behandlung schwierig, wenn sie schwanger werden, und dem die Überfunktion steigernden Jod in der Nahrung nicht ausweichen können. Behandlungsziel ist es, die Überfunktion zu bremsen. Dazu muß zunächst, außer der geeigneten Medikation, auf zusätzliches Jod in der Nahrung verzichtet werden, denn Jod regt die Bildung der Schilddrüsenhormone an, was bei jedweder Form von Überfunktion schädlich ist. Reicht der Jodverzicht nicht aus, um die überschüssige Produktion der Schilddrüsenhormone zu bremsen, werden sogenannte Thyreostatika verordnet. Aber hier beginnen die Probleme. In H.P.T. Ammons „Arzneimittelneben- und wechselwirkungen“, einem „Tabellenwerk für Ärzte und Apotheker“, Stuttgart 1991, werden sie ausführlich dargestellt. Es wird nachdrücklich davor gewarnt, Thyreostatika in der Schwangerschaft und Stillperiode anzuwenden, da „Thiouracile“ die Placentaschranke sofort passieren. „In den ersten drei Monaten der Schwangerschaft sollten Thyreostatika möglichst vermieden werden....Der sich entwickelnde fetale Kropf ist nach Absetzen der Thyreostatika reversibel. Das Risiko der Kropfbildung beim Feten ist vermeidbar, wenn die Behandlung der Mutter im vierten Monat abgesetzt werden kann.“ (a.a.O., S. 900) Leider gehen die vorgeburtlichen Schädigungen noch weiter. Ich zitiere weiter aus dem oben genannten Handbuch: „Bei 24 Schwangerschaften hatte die Behandlung mit Propylthiouracil oder Thiamazol viermal den fetalen Tod zur Folge, in vier Fällen trat fetale Kropfbildung auf, fünf Kinder hatten kongenitale“ (=angeborene) „Abnormitäten. Die Kombination von Thyreostatika und T3 hat die neonatale Hypothyreose nicht vermindert, vermutlich weil die T3 im Gegensatz zu den Thyreostatika die Plazentaschranke nicht passiert. In einer Untersuchung an 28 Patientinnen mit Hyperthyreose und Schwangerschaft wurde die eine Hälfte der Patiennten chirurgisch, die andere Hälfte mit Thyreostatika behandelt. Die Abortrate betrug im ersteren Fall 16%, im zweiten Fall 33%. Es bestand in dieser Untersuchung zwar keine Korrelation der Abortrate zur Dosis der Thyreostatika; dennoch schließen die Autoren auf ein Risiko der Behandlung mit Thyreostatika in der Schwangerschaft.“ Weiter schätzen die Experten, daß die Hälfte der angeborenen Kröpfe auf Propylthiouracil und/ oder eine Iodidbehandlung der Schwangeren zurückzuführen sind. Deswegen stellen sie unmißverständlich fest:“Eine iodinduzierte Hypothyreose kann schwerwiegende Auswirkungen auf die Entwicklung des Gehirns haben. Daher Vorsicht mit iodhaltigen Präparaten in der Schwangerschaft.“ Aber die durch Jodgaben verursachte Entwicklungsstörung des kindlichen Gehirnes ist nicht die einzige durch Jod ausgelöste Schädigung. Im bereits mehrfach zitierten Handbuch werden Iod- und Iodidgaben sogar für den Tod von Säuglingen verantwortlich gemacht. „Nach Gabe von Iod während der Schwangerschaft wurde über zwei neonatale“(=nachgeburtliche) „Todesfälle mit kongenitalen Kröpfen berichtet. Die Schwangeren haben insgesamt 234 und 324 g Kaliumjodid aufgenommen. Iodide in der Muttermilch können möglicherweise ebenfalls Kropf und Hypothyreose beim Säugling hervorrufen.“ (a.a.O., S. 9o1) Ungeachtet dieser katastrophalen Gesundheitsschädigungen ist der Trend der unkontrollierten Lebensmitteljodierung ungebrochen. Ebenfalls im Trend liegt der Hinweis, daß gerade Schwangere besonders viel Jod zu sich nehmen müßten, und vielen Schwangeren werden, wie Apotheker bestätigen , zusätzlich noch Jodtabletten verordnet. Seit der Fernsehsendung „Schlaglicht“ im SWF 3 am 20.9.2000 sind Jodtabletten noch aus einem anderen Grunde ins Gerede gekommen: sie sollen, wie in dieser Sendung durch einen Geigerzähler bewiesen wurde, radioaktiv sein. Auf eine Nachfrage beim Südwestfunk wurde dieser Sachverhalt bestätigt, allerdings mit der Differenzierung, daß nur solche Jodtabletten schwach radioaktiv seien, die in der Strahlentherapie bei Tumorpatienten eingesetzt werden. Hingegen seien; diejenigen Jodtabletten,, wie mir die verantwortliche Redakteurin des Südwestfunkes versicherte, die Schwangeren und Kindern verabreicht würden, nicht radioaktiv. Dagmar Braunschweig-Pauli
Literatur:
Nähere Informationen für DM 10,- in
Briefmarken können Sie anfordern bei: Dagmar Die Jod Lüge.
|
BALANCE Heft-Abo aktuelles Heft
Copyright BALANCE ® online, 2001 - 2012 |