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Das  ADS - Syndrom
Barbara Simonsohn über gesunde Alternativen zu Ritalin

Wer den „Struwwelpeter“ liest, muss beim „Zappelphilipp“ schmunzeln. Das Lachen vergeht allerdings den betroffenen Eltern. Etwa eine Million Kinder in Deutschland, davon etwa 80 Prozent Jungen, sind vom „ADS“-Syndrom betroffen, Aufmerksamkeitsstörungen mit und ohne Hyperaktivität.

Im Jahr 1999 sind 19 Bücher zum Thema ADS erschienen. Schätzungen gehen davon aus, dass zwischen 12 und 20 Prozent aller Schulkinder betroffen sind. Das Leben dieser Kinder und ihrer Familien ist hart. Der Schulerfolg bleibt aus, die Kinder werden kaum zu Geburtstagen eingeladen und haben kaum Spielgefährten. Ihr Selbstbewusstsein ist folglich nur schwach ausgeprägt, und die Eltern machen sich oft Vorwürfe und fühlen sich als Versager.

Schon Vorschulkinder leiden heutzutage unter Leistungsdruck. In der Schule wird der Druck noch größer. Etwa die Hälfte der Eltern möchten, dass ihr Kind das Abitur bekommt. Schon Neunjährige entwickeln morgens Spannungskopfschmerzen aus Angst, den schulischen Leistungen nicht gerecht werden zu können. Viele Kinder reagieren mit Verhaltens- und Lernstörungen. Das Gehirn wird ständig gefordert, ohne dass ihm dazu immer die notwendigen Nährstoffe zur Verfügung stehen. Bei Energiemangel reagiert das Gehirn sofort, weil es das Organ mit dem größten Energiebedarf darstellt. Fehlen die notwendigen Nährstoffe, laufen einige der Hirnfunktionen verlangsamt oder nicht mehr ausreichend ab. Hochwertige Nährstoffe wie Spurenelemente, Omega 3- und 6-Fettsäuren und hochwertige Proteine werden für die Bildung von Botenstoffen im Gehirn, den Neurotransmittern, benötigt.

Durch den zunehmenden Stress werden mehr Vitalstoffe verbraucht und benötigt. In unseren heutigen Lebensmitteln sind leider nicht mehr alle Stoffe in dem Umfang vorhanden, die Körper und Gehirn benötigen. Besonders betroffen sind Kinder und Jugendliche, deren Körper und Gehirn im Wachstum begriffen sind. Oft stammt die Nahrung in Schul-Cafeterias und Mensen von überdüngten, übersäuerten und ausgelaugten Böden. Nur was im Boden ist, kann auch im darauf gewachsenen Nahrungsmittel sein.

Viel reines Wasser trinken

Colagetränke, Weißmehlprodukte und Zucker entmineralisieren den Körper. Schwermetalle wie Blei, Aluminium, Cadmium und Blei im Trinkwasser, in Atemluft und Lebensmitteln wirken sich zusätzlich negativ auf Gehirnfunktionen aus und können zu Konzentrations- und Lernschwächen sowie zu Verhaltensstörungen wie Stimmungsschwankungen, Aggressionen und Antriebsschwäche und Lethargie führen. Die tolerablen Grenzwerte von Schwermetallbelastung und anderen Umweltgiften oder Zusatzstoffen in Lebensmitteln sind für Erwachsene mit 70 Kilo Gewicht berechnet worden. Das geringe Gewicht von Babies, Kleinkindern und Schulkindern blieb dabei unberücksichtig. Wichtig ist in diesem Zusammenhang ein System zur Reinigung und Energetisierung des Trinkwassers, da das Wasser aus der Leitung durch Schwermetalle zum Beispiel aus Blei- und Kupferrohren teilweise stark belastet ist.

Bei vielen Kindern mit ADS wurde eine Schwermetallbelastung nachgewiesen. Für Kinder ist eine optimale Versorgung mit Nähr- und Aufbaustoffen fürs Gehirn wichtig, um eine optimale Gehirnleistung zu gewährleisten. Kinder reagieren schon sehr früh auf die wachsende Schere zwischen geistigem Leistungsdruck und Energiemangel im Gehirn mit psychosomatischen Auffälligkeiten, Lernschwächen und Verhaltensstörungen bei oft überdurchschnittlicher Intelligenz.

Das „Hyperkinetische Syndrom“, früher „Minimale zerebrale Dysfunktion“ genannt, wird zunehmend als Folge eines Energiemangels im Gehirn diskutiert und mit einem Mangel an Neurotransmittern wie Dopamin und Serotonin in Zusammenhang gebracht. Allerdings wird nur selten die „Frage nach den Ursachen der Ursachen“ gestellt. Wie kommt es, dass ein Syndrom, das früher selten war, heute so verbreitet ist, dass Kinder mit ADS in jeder Kindergartengruppe und Schulklasse zu finden sind? Als Ursache der Störung gilt ein neurobiologisches Defizit im Gehirn-Stoffwechsel. Durch einen Mangel an Neurotransmittern werden Informationsverarbeitung, Weiterleitung von Nervenimpulsen und die damit zusammenhängende Fähigkeit zur Aufmerksamkeit geschwächt. Die Frustrationstoleranz ist niedriger als normal und die Gewaltbereitschaft höher.

Die Ursachen des hyperkinetischen Syndroms oder von ADS sind vermutlich multikausal. Offenbar wird ADS durch zu viel Fernsehen, zu viele Computerspiele und eine Laissez-Faire-Erziehung verstärkt, darüber hinaus auch durch bestimmte Zusatzstoffe in Lebensmitteln, Weißmehlprodukte und Süßigkeiten. Die Disposition dafür scheint erblich zu sein. Mehr als 6000 wissenschaftliche Publikationen sind bisher zu diesem Thema erschienen.

Untersuchungen an betroffenen Kindern und Erwachsenen zeigen, dass der Zuckerstoffwechsel verlangsamt ist und Teile des Gehirns, die für Aufmerksamkeit zuständig sind, mit zu wenig Glukose versorgt werden. Einige Forscher machen dafür Schwermetalle wie Blei und PCBs verantwortlich, andere Hypoglykämie durch den Verzehr von Zucker und anderen einfachen Kohlenhydraten. Etwa drei von vier Kindern, die unter dem hyperkinetischem Syndrom leiden, sind gegen Pollen, Hausstaub und Allergene in Nahrungsmitteln allergisch, was auf ein herabgesetztes Immunsystem hinweist. Allergien, Schwermetalle und Antibiotika werden mit dem Syndrom in Zusammenhang gebracht.

Biologische Vollwertkost

Mehrere Studien haben gezeigt, dass eine konsequente Ernährungsumstellung auf „Vollwert“ und „Bio“ oft den entscheidenden Durchbruch bringt. Hans Krautstein schrieb in „Schrot & Korn“ vom Dezember 1999: „Hierzu gehört nicht nur das vorübergehende Meiden der ermittelten Allergene, sondern auch eine vitalstoffreiche, vollwertige Kost.“ Es geht also nicht nur darum, bestimmte Stoffe wegzulassen, sondern um das Zufügen bestimmter Stoffe, ohne die das Gehirn nicht optimal arbeiten kann! Angesichts der Vitalstoffarmut unserer Lebensmittel selbst aus biologischen Land- und Gartenbau, wenn auch nicht so gravierend wie aus der industrialisierten Landwirtschaft, ergibt sich die Notwendigkeit der Ergänzung unserer Nahrung mit natürlichen, konzentrierten Lebensmitteln.

Ritalin und andere Medikamente sind keine Alternative!

Die Verabreichung von Ritalin oder anderen Medikamenten ist mit Sichheit keine Alternative. Ritalin ist ein Psychostimulans, das über eine Stimulierung der Adrenalindrüsen das Adrenalin- und Serotonin-Niveau im Körper hebt.

In Deutschland fällt Ritalin unter das Betäubungsmittelgesetz und wird in Drogenkreisen als Aufputschmittel „Speed“ gehandelt. Nebenwirkungen sind u.a. erhöhter Blutdruck, Salzansammlungen im Körper, Appetitmangel, Wachstumsstörungen, Übelkeit, Schlafstörungen und Depressionen. Dr. Peter R. Breggin hat in seinem Buch „Talking Back To Ritalin“ Studien angeführt, wonach die Hälfte der Erwachsenen, die als Kinder Ritalin bekamen, ein durchschnittlich 4% geringeres Gehirngewicht haben als der Durchschnitt der Bevölkerung. Offenbar wird nicht nur das Körper-, sondern auch das Gehirnwachstum reduziert, durch eine reduzierte Ausschüttung von Wachstumshormonen wie Prolaktin. In den USA werden junge Leute, die als Kinder Ritalin verschrieben bekommen haben, nicht zum Dienst in der Armee zugelassen, da es sich um eine „mind altering drug“, eine bewusstseinsverändernde Droge handelt.

Ratgeber-Bücher für Eltern und Lehrer mit hyperaktiven Kindern betonen in der Regel, dass Ritalin nur in schweren Fällen - bei aggressivem und gewalttätigem Verhalten - und nur in Zusammenhang mit Psychotherapie eingesetzt werden darf. Die Wirklichkeit sieht anders aus: Medikamentöse Behandlung, meist mit Ritalin,  ist für viele Ärzte das Mittel der Wahl und wird oft viel zu leichtfertig praktiziert. Dr. Runow und andere verantwortungsvolle Ärzte warnen vor dieser Entwicklung und empfehlen Ritalin in nur wirklich extremen Fällen nach gründlicher Anamnese. „Sonst bewerte ich die Verschreibung von Ritalin als ärztlichen Kunstfehler.“ Der Nutzen von Ritalin? „Nur die Umgebung hat etwas davon, doch das Kind ist dann ein Zombie, nicht mehr es selbst.“

Studien über Langzeitfolgen gibt es kaum, und seit einigen Jahren formieren sich in den USA, neuerdings auch hier Initiativen von ritalinkritischen Eltern und Ärzten wie „Parents against Ritalin“ in Oklahoma. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, dass wie in den USA auch hier Eltern den Hersteller Ciba-Geigy wegen Nebenwirkungen wie Tics - die zum Teil irreversibel sind - oder Hirnblutungen verklagen.

Welche Denkweise steht dahinter, Kinder mit Psychopharmaka ruhig zu stellen? Warum denkt man nicht darunter nach, was Kindern, die Probleme haben, fehlt? Außer vitalstoffreichen und giftfreien Lebensmitteln vielleicht ein spannenderer Unterricht, kleinere Klassen, mehr Bewegung und eine liebevollere Atmosphäre in Kindergarten und Schule und natürlich auch im Elternhaus? Die erste Schule für ADS-Kinder in Deutschland mit nur 12 Kindern pro Klasse ist jedenfalls ein voller Erfolg. Genauso viele Kinder, wie im Durchschnitt der Bevölkerung, schaffen dort das Abitur.

Vollspektrum-Leuchten

Schulisches Lernen im allgemeinen und Lesen im besonderen stellt höchste Anforderungen an die visuellen Fähigkeiten. Versuche mit Vollspektrumleuchten (vgl. BALANCE 2/2001) ergaben, dass sich hyperaktive Kinder durch eine dem natürlichen Licht nachempfundene Beleuchtung beruhigten und Kinder, die regelmäßig Ritalin nahmen, es nicht mehr brauchten.

Die AFA-Alge als Nahrungsmittelergänzung

Studien mit Kindern mit ADS, die über einen Zeitraum von 10 Wochen 1,5 Gramm AFA-Algen täglich bekamen, führten zu einer Verbesserung der schulischen Leistungen, Nachlassen der Hyperaktivität, Verlängerung der Aufmerksamkeitsspanne, besserem Sozialverhalten, weniger Wutanfällen, weniger Depressionen und Angst. Zwischen Kindern, die in einer kanadischen Studie, „The kid.com Study“, die AFA-Alge bekamen, gab es nach Ablauf der Studie keinen Unterschied mehr zu denen, die medikamentös zumeist mit Ritalin behandelt wurden!

Die Versorgung mit lebenswichtigen Vitalstoffen ist bei unserer üblichen Zivilisationskost nicht mehr gewährleistet. Bei Kindern machen sich Umweltbelastungen und Nährstoffdefizite am schnellsten und gravierendsten bemerkbar, zum Beispiel durch Lern- und Verhaltensproblemen. Schon geringfügige Schwankungen von Nährstoffen wie Mineralstoffen oder Belastungen mit Schwermetallen können die Gehirnfunktionen von Kindern und Jugendlichen durcheinander bringen und ihr Lernvermögen und ihr Verhalten beeinträchtigen. Kinder mit ADS fühlen sich oft als Außenseiter. Wenn die ganze Familie mit ihnen täglich die AFA-Alge nimmt, für sauberes, unbelastetes Trinkwasser und eine natürliche Beleuchtung sorgt und eine biologisch angebaute Vollwertkost auf dem Tisch und in der Brotdose für die Schule dominiert, wird Solidarität mit den Betroffenen demonstriert, und alle profitieren. Die Lebensqualität, seelische Belastbarkeit, das Gedächtnis und die Lebensfreude jedes Menschen, ob mit oder ohne ADS, lassen sich so steigern!

Nähere Informationen unter: Fax 040-893497 oder
www.barbara-simonsohn.de
 

Lesen Sie in der nächsten BALANCE einen weiteren spannenden Beitrag von Barbara Simonsohn über das authentische Reiki. Wer nicht so lange warten möchte: Im Juli 2001 erscheint ihr neuestes Buch „Das authentische Reiki“ (400 Seiten, DM 17,-)

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Quelle: BALANCE® 3/2001

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