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Ernährung nach den Fünf
Elementen
Ernährung nach den Fünf
Elementen
Diätetik nach der Traditionell Chinesischen
Medizin
Vorbeugen und gesund erhalten
Ursprünglich gab es innerhalb
der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) einen Bereich, der sich mit
Diätetik befasste, ähnlich wie im Ayurveda und in der Tibetischen
Heilkunde. Bereits im 11.-7. Jahrhundert v. Chr. waren die Diätärzte
in China sehr angesehen. Mittels ihrer diagnostischen Fähigkeiten
gaben sie vor allem Empfehlungen zur Verhütung von Krankheiten. Auch
heutzutage hat die Ernährung innerhalb der TCM eine vorbeugende und
Gesundheit erhaltende Funktion. Sie dient vor allem auch zum Ausgleich
von bioklimatischen Einflüssen wie Wind, Hitze, Feuchtigkeit, Trockenheit
und Kälte. Aber auch im Falle einer Erkrankung ist es möglich,
mit individuellen Ernährungsempfehlungen den gesamten Organismus und
das Meridiansystem im Heilungsgeschehen zu unterstützen.
Im Idealfall ergänzen sich Ernährung,
Akupunktur, Massage, Moxa und Qui Gong in ihren Wirkungsweisen. So
wird langfristig der Mensch ganzheitlich behandelt, nicht nur seine Symptome.
Auch dem emotionalen Bereich wird in dieser Behandlungsweise seine Bedeutung
beigemessen, denn Emotionen wie Wut, Begierde, Zweifel, Trauer und Angst
bringen den gesamten Organismus aus dem Gleichgewicht und behindern einen
freien Energiefluss in den Meridianen.
Der ganze Mensch wird betrachtet,
nicht nur seine Symptome
Die Diätetik nach der chinesischen
Medizin basiert auf einer präzisen und sehr differenzierten Anamnese.
Anhand der Prinzipien von Yin und Yang, dem System der 5 Elemente (Holz,
Feuer, Erde, Metall und Wasser) lassen sich Disharmoniemuster erkennen.
Mit Hilfe der Betrachtung und Befragung des Menschen sowie durch Puls-
und Zungendiagnostik ist es möglich, ein sehr präzises Bild zusammen
zu führen. Auch hier wird der ganze Mensch betrachtet, nicht nur seine
offensichtlichen Krankheitszeichen.
Erfahrungsgemäß gibt es
verschiedene Tendenzen wie z.B. Energiemangel, Energieblockaden, Mangel
an Wärme oder einen Hitzeüberschuss, Trockenheit oder eine Fülle
an Flüssigkeiten im Körper, sowie Erschöpfung der Körpersubstanzen
oder Ablagerungen im Körper, um nur einige Grundmuster anzudeuten.
Neben diesen grundlegenden Tendenzen gibt es mehr als 50 differenzierte
Bilder im Bezug auf die Elemente und den entsprechenden Organen und Funktionskreisen.
In der Regel wird in einer Anamnese Bezug zu mehreren dieser Möglichkeiten
gefunden und dementsprechend erhält auch jeder Mensch sehr individuelle
Empfehlungen, die für einen gewissen Zeitraum gelten, bis das innere
Gleichgewicht wieder hergestellt ist.
Da heutzutage viele Menschen in Resonanz
zu krankmachender Ernährung stehen, woraus sich ernährungsbedingte
Krankheiten entwickeln, ist die Ernährung nach den 5 Elementen sehr
hilfreich. Ein Verständnis der 5 Elemente kann leicht erlangt werden,
und so öffnet diese Art der Ernährung Tore zu einem sehr alten
Wissensschatz.
Im wesentlichen geht es darum, die
Wirkungsweisen der Geschmacksrichtungen „süß, scharf, salzig,
sauer und bitter“ zu verstehen und diese im Alltag sinnvoll anzuwenden.
Von großer Bedeutung ist auch die thermische Qualität der Speisen
und Getränke. Bei wechselnden Jahreszeiten oder je nach Konstitution
(Kälte- oder Wärmetypus) ist dieses Wissen von großem Nutzen.
Der moderne Mensch hat heutzutage
den Bezug zur Natur und häufig zur gesamten Schöpfung verloren.
Irritiert durch ein Überangebot billiger, industriell hergestellter
Kost wird zwar gegessen, aber Leib und Seele werden nicht genährt.
Die Verbindung zur Quelle unserer Nahrung ist unterbrochen und damit auch
Gefühle wie Zufriedenheit, Dankbarkeit und Freude beim Einkaufen,
Zubereiten und Genießen des Essens. Die Ernährung nach den 5
Elementen ist daher eine Chance, aus dem alten Trott herauszutreten und
wieder mit Achtsamkeit und im Hinblick auf eine ausgleichende, gesundheitsfördernde
Weise zu essen.
Nähere Informationen zu Seminaren
mit der Autorin, Martha Heinen, erhalten Sie bei: www.windpferd.com
Lesen Sie in der nächsten
BALANCE® mehr über die Wirkungsweisen der fünf Geschmacksrichtungen.

Quelle: BALANCE® 3/2001
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