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„Tele-Satsang“ mit Samarpan

In einem winzigen bayrischen Ort am Waldesrand, dort, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, wo es 4 Bauernhöfe, 10 Häuser, 15 Kühe, 4 Hunde und 10 Katzen gibt, trifft sich von Zeit zu Zeit eine bunt zusammen gewürfelte Gruppe von Menschen zum „Tele-Satsang mit Samarpan“.

Alles begann während eines sehr dunklen Abschnitts meines Lebens, als Angst und Verzweiflung mich fest im Griff hatten. Die Panik vor einer drohenden Insolvenz, vor dem finsteren Gerichtsvollzieher, mit dem ich jede demütigende Begegnung zu vermeiden suchte, vor Arbeitslosigkeit, Zahlungsunfähigkeit, Wohnungsverlust und schließlich dem gefürchteten Leben in Eiseskälte unter der Brücke, umgeben von betrunkenen, stinkenden Pennern, ließ mich keine Nacht mehr schlafen.

Ich malte mir immer neue Horrorszenarien aus. „Wenn – dann...! Dann aber...!“ So rotierte es Tag und Nacht in meinem Hirn, gewürzt mit beliebten Schuldzuweisungen wie „ich mache alles falsch!" – „Mein Mann macht alles verkehrt!“ – „Und überhaupt ist alles nicht so, wie es sein sollte!“ Meine Freundin aus Düsseldorf, die selbst die Hölle der Finanzmisere erlebte, schickte mir daraufhin 4 Samarpan-Videos.

Samarpans Namen hörte ich 1996 zum ersten Mal und reagierte darauf folgendermaßen: „Ach, schon wieder so einer, der sich für erleuchtet hält. Damit will ich nix zu tun haben!“ Nun gut, in der Verzweiflung greifen Menschen nach jedem Strohhalm. Also legte ich ein Video ein und schaute voller Skepsis zu.

Bei der ersten Fragenden krakeelte mein Verstand noch: „Typischer Satsang-Stuss! Kenn ich schon alles! Nützt alles nix!" Bis es immer stiller wurde... Meine 3 Katzen lagen schon längst total entspannt, alle Viere von sich gestreckt, ganz dem Moment hingegeben, neben mir auf dem Sofa. Das, was da über den Bildschirm flimmerte, zeigte eine Wirkung, der auch ich mich nicht länger entziehen konnte. Es fühlte sich an wie ein „Nachhausekommen“. Samarpan sagte: „Du bist richtig, genauso, wie du bist! Du machst es richtig! Du bist willkommen und du wirst geliebt! Lass die Gefühle alle kommen, die Angst genauso wie die Monster!“ Ich weinte Tränen der Erleichterung und atmete tief durch. Von Video zu Video fiel ein schwerer Umhang nach dem anderen von meinen Schultern und ich legte sie in die Hände von etwas, das größer ist als ich. Mir wurde klar: Ich steige endlich aus dem Karussell der ewigen Selbstbeschimpfungen aus.

Alles, was mir begegnet, ist genau richtig! So, wie ich es mache, ist es gut! Nichts verkehrt!

Das Allerverrückteste ist, dass ganz einfache Dinge mein Leben verändern. Ich gehe seitdem regelmäßig allein in der Natur spazieren und lasse mich berühren von dem, was ich da sehe: Dem Glitzern von Schnee in den Farben des Regenbogens, den Grüntönen und Formen des Mooses, den Steinen am Ufer eines Flusses, dem Eiszapfengeklimper, wenn der Wind mit den Zweigen spielt. Schauen, spüren, riechen... jetzt, in diesem Moment, verzaubert im Augenblick – wie ein Kind, mit offenen Sinnen und offenem Herzen. Mein Kanal zur Stille ist das Naturerleben. Alles hier ist genau richtig, der Hasenschädel vor dem Eingang zur Fuchshöhle ebenso wie die zwei Eichhörnchen, die über mir von Ast zu Ast springen. Nichts verkehrt! Und ich spüre, ich bin Teil des Ganzen. Ab und zu sehe ich mir ein Samarpan-Video an und merke, dass davon eine ähnliche Wirkung ausgeht. Ja, und dann gehe ich weiter auf dem Weg, durch Wälder, den Fluss entlang, mir begegnen Nachbarn, Gerichtsvollzieher, Männer, Kinder, ich verweile im Moment und gehe weiter. Ganz einfach, unspektakulär.... Und doch haben einige Menschen meine Veränderung bemerkt – das Nervenbündel strahlt plötzlich Ruhe aus! Ich erzählte ihnen von Samarpan, sie wollten ihn kennenlernen, und so entstand der "Tele-Satsang" in einem Haus am Waldrand....

Frage: Ich mag es, allein zu sein, ich genieße das sehr und vermisse nichts. Ich mag es auch, mit Leuten zusammenzusein, aber nach einer Weile ist es genug. Eigentlich ist also alles in Ordnung ... bis ich einen Mann treffe. Wann immer ich einem Mann nah komme, bemerke ich, dass plötzlich das Bedürfnis nach einer wundervollen Partnerschaft auftaucht. Und obwohl ich erlebt habe, dass Beziehungen normalerweise bedeuten, irgendwelche Spielchen miteinander zu spielen mit jeder Menge Erwartungen und Enttäuschungen, driftet meine Aufmerksamkeit trotzdem auf den Mann und auf den Traum. Doch dann kann ich das Alleinsein nicht mehr so genießen wie vorher. Ich weiß wirklich, dass eine Beziehung oder ein Mann mir nicht geben kann, was ich nicht schon  habe, wenn ich allein bin. – Warum kann ich es dann nicht einfach so lassen, wie es ist? Warum trete ich wieder und wieder in diese Falle, sobald ein interessanter Mann in meinem Leben auftaucht?

Samarpan: Ja, du kannst ganz klar sehen, dass es dir gut geht, wenn du allein bist. Du bist in dir selbst vollständig und brauchst nichts weiter. Und doch ist da diese Tendenz, mit dem ersten interessanten Mann, der dir über den Weg läuft, eine Beziehung einzugehen, und du wirst von einer zentrierten, mit sich selbst zufriedenen und unabhängigen Frau zu jemandem, den du gar nicht kennst (oder kennen willst). Anstatt aufrichtig zu dir selbst und anderen zu sein, empfindest du dich nun als manipulativ.

Viele verborgene Tendenzen kommen nun an die Oberfläche, und du wirst mit Aspekten deiner selbst konfrontiert, die du nicht so sehr magst. Aber das ist das Geschenk einer Beziehung. Hier werden deine Knöpfe gedrückt und Aspekte deiner Psyche enthüllt, derer du dir nicht bewusst warst. Aber das ist nichts Schlechtes. Es macht dich demütig und führt dazu, dass du dir selbst gegenüber immer ehrlicher wirst und mehr und mehr von dir selbst akzeptieren lernst. Dadurch ist es möglich, dass du zu einem tieferen Respekt für dich und deinen Partner findest, und du kannst lernen, große Nähe und Intimität zuzulassen.

Mit jeder schwierigen Situation, die wir erleben, gibt uns das Leben viele Geschenke und vergrößert dadurch unsere Fähigkeit, mit dem Leben zurechtzukommen. Durch diese Herausforderungen werden wir als also gewissermaßen „größer“ als wir es vorher waren...  Und deshalb, glaube ich, finden wir einen Partner unwiderstehlich.

Sie haben eine Frage an Samarpan? Ihr Leben hat sich an seiner Seite oder an der eines anderen erwachten Menschen verändert? – Schreiben Sie uns und helfen so dabei, den Begriff Erleuchtung zu „entmystifizieren“.

 

Quelle: BALANCE 2/2003

 

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