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Ausgabe 4/2007 > Kochen nach den 5 Elementen (2)
Kochen
nach den 5 Elementen (2)
schlemmen Sie sich gesund
von Ernährungsberaterin Martha Heinen
Im Herbst und Winter nimmt das Yin in der Natur in
Form von Kälte, Nässe und kalten Winden zu. Besonders jetzt hilft uns
das Wissen um die thermischen Eigenschaften von Lebensmitteln, die
Ernährung dieser Witterung anzupassen, um damit Erkältungen vorzubeugen.
Unsere Großmütter haben dies intuitiv getan, indem sie aus saisonalen
Zutaten wie eingelagerten Möhren, Zwiebeln winterfestem Lauch und
Grünkohl lange gekochte Eintöpfe zubereiteten. Vor ein paar Generationen
wäre hierzulande niemand im Winter auf die Idee gekommen, größere Mengen
Rohkost zu verzehren. Wer im Winter gerne Salat ist, kann diesen mit
wärmenden Gewürzen, Kräutern und mit Walnüssen oder Walnussöl
zubereiten. So wird eine thermische Ausgewogenheit erreicht.
In den Pflanzen zieht sich die Lebensenergie bei
winterlichen Temperaturen ins Innere bis zu den Wurzeln und in die Samen
zurück. Die Laubbäume verlieren ihre Blätter, Samen fallen in die Erde,
und es sieht manchmal so aus, als ob die Natur schlafen würde. Der
Organismus des Menschen reagiert entsprechend, sein Yang, bewegt sich
nach innen.. Eine Ernährung, die das Yang schützt, ist nun von großem
Vorteil. Kalte Lebensmittel und Getränke, ungekochte Speisen und zu viel
Salziges sind nicht empfehlenswert. Stattdessen können süß-warme Speisen
das Milz-Qi anregen und den Verdauungstrakt erwärmen. Scharf-erhitzende
und bitter-warme Gewürze und Kräuter können das Nieren-Qi tonisieren und
somit die Immunität erhöhen. Um die Nierenenergie zu schützen, eignen
sich auch säuerliche Speisen. Obstkompotte oder gedämpfte Obst mit etwas
Zimt sind rohen Früchten vorzuziehen. In den
Wintermonaten kann es für Menschen, die zu Kälteempfindungen neigen,
sehr förderlich sein, Kraftsuppen mit etwas Fleisch, am besten Huhn,
Rind oder Lamm zu essen. Vegetarische Speisen erhalten durch wärmende
Kräuter, wie z.B. Rosmarin, Thymian oder Oregano eine wärmende
Komponente. Und die scharf-warmen Gewürze, wie Zimt, Sternanis, Kardamon
oder Ingwer helfen die Zirkulation des Qi zu stimulieren und die
Abwehrenergie zu aktivieren. Ein warmer Yogitee, Ingwertee oder ein
heißer Grog vermögen oft eine Erkältung abzuwenden. Die heiße Zitrone
hingegen bewirkt hier ein Festhalten der Kälte, die in den Körper
eingedrungen ist. Wenn im Herbst und Winter der Appetit auf länger
gekochte Speisen und Gebackenes zunimmt, dann ist es sinnvoll nach
diesem Bedürfnis zu kochen und zu backen.
Feine Maisschnitten
Zutaten:
Erde - 1/2 Liter Milch
Metall - Pfeffer aus der Mühle
Metall - 1/4 Teelöffel Muskat
Wasser - 1 Teelöffel Meersalz
Holz - 1 Spritzer Zitrone
Feuer - 1 Prise Rosenpaprika
Erde - 100 Gramm Maisgrieß
Erde - 100ml Olivenöl
Erde - 2 Eier
Zubereitung:
Bringe die Milch zum kochen, gib die Gewürze dazu
und lasse nun unter Rühren den Maisgrieß einrieseln. Bei geringer Hitze
und unter ständigem Rühren entsteht nach wenigen Minuten ein Brei. Rühre
nun das Olivenöl und die Eigelbe unter. Schlage die Eiweiße nicht ganz
steif und hebe den Eischnee vorsichtig unter. Nun wird die Masse auf ein
Backblech mit Backpapier verteilt. Die Maisschnitten werden nun im
vorgeheizten Ofen bei 180 Grad 30-40 Min. gebacken (öfter nachsehen)!
Zum Servieren in Rauten schneiden.
Wirkung: Diese Schnitten sind sehr nahrhaft, wärmen
den gesamten Organismus und tonisieren das Qi der Milz.
Herbstlicher Rote Beete Salat
Zutaten:
Erde - 2-3 mittelgroße Rote Beete
Erde - 4 Esslöffel Walnußöl
Erde - ganze Walnüsse nach Belieben
Metall - 1/4 Teelöffel Koriander
Metall - 1/4 Teelöffel Meerrettich
Metall - etwas Pfeffer aus der Mühle
Wasser - 2 Esslöffel Sojasoße
Holz - 1 Esslöfel Balsamicoessig
Feuer - essbare und ungespritzte Herbstblüten nach
Belieben z. B. Kapuzinerkresse, Stiefmütterchen, Rosen, Ringelblumen
oder Dahlien
Zubereitung:
Koche die Roten Beete im ganzen mit der Schale al
dente. Kühle sie kurz in kaltem Wasser und entferne die Schale. Raffele
sie auf einer Küchenreibe zu hauchdünnen Scheiben. Richte diese auf
einer flachen Schale an, dekoriere sie mit Herbstblüten und reiche dazu
eine Vinaigrette, die du aus den genannten Zutaten anrührst.
Wirkung:
Dieser Salat erfrischt ohne unangenehm
kühlend zu wirken. Er ist blutaufbauend und löst Qi-Stagnationen. Die
Blüten erfreuen die Augen und das Herz.
Winterkompott aus Trockenfrüchten
Zutaten:
Erde - 250 Gramm Trockenfrüchte (Aprikosen, Feigen, Pflaume)
Erde - 50 Gramm Rosinen
Metall - Piment
Metall - Zimt
Metall - Nelke
Metall - Ingwer
Metall - Muskatnuss
Metall - je 1/4 Teelöffel abgeriebene Orangen- und
Zitronenschale
Wasser - 1 Prise Meersalz
Wasser - 100 Milliliter Wasser
Holz - 1 säuerlicher Apfel
Holz - Orangensaft, soviel, dass
Trockenfrüchte bedeckt sind
Feuer - 1 Prise Kakaopulver
Zubereitung:
Gib alle Zutaten in der genannten Reihenfolge in
einen Topf und lasse sie über Nacht stehen. Köchele dann in 30-40
Minuten bei sanfter Hitze ein Kompott.
Wirkung:
hilft bei starkem Verlangen nach
Süßigkeiten. Befeuchtet, ohne zu kühlen, entspannt bei Stress.
Honigmandeln
Erde - Mandeln
Erde - 1-2 Esslöffel Honig
Zubereitung:
Gib so viele Mandeln in eine schwere Pfanne, bis
der Boden bedeckt ist. Röste sie unter ständigem Rühren mit einem
Holzlöffel, bis ein nussiger Geruch aufsteigt. Gib den Honig dazu,
verteile ihn gut unter den Mandeln und lasse sie auf einem Teller
abkühlen.
Wirkung:
Mandeln befeuchten die Lunge und sind
besonders bei trockenem Husten und bei trockenem Raumklima zu empfehlen.
Auch als gesunde Nascherei für Zwischendurch sind die Honigmandeln
willkommen.
Guten Appetit!
Diese Rezeptideen stammen
von Martha Heinen
- 5 Elemente Ernährung nach der
Traditionellen Chinesischen Medizin
- Beratung
- Seminare
- Bio Fair Projekte
Kandelfeldstr. 107
52074 Aachen
Tel. 0241- 4 63 43 93
martha.heinen@gmx.de
Quelle: BALANCE 4/2007

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