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Ausgabe 1/2008 > Kochen nach
den 5 Elementen (3)
Kochen nach den 5 Elementen
Ernährung im Winter
von Ernährungsberaterin Martha Heinen
Nach dem traditionellen chinesischen
Mondkalender beginnt der Winter am 16. November. Die Mitte des
Winters fällt dementsprechend mit der europäischen Wintersonnenwende
am 22. Dezember zusammen.
Der Winter wird dem Wasserelement zugeordnet.
Nieren und Blase sind die entsprechenden Organe. Die Nieren besitzen
einen Yin-Aspekt (Wasser) und einen Yang-Aspekt (Feuer). Das Yin der
Nieren ist die Yin-Wurzel aller Organe und die größte Quelle von Yin im
ganzen Körper. Das Yang der Nieren, die Wurzel aller Yang-Organe, ist
zuständig für Aktivität, Bewegung, Abwehrkraft, Libido und Qi.
Unsere Körperwärme wird u. a. durch das Nieren-Yang
oder Nierenfeuer aufrechterhalten. Ist es zu schwach, kann es besonders
im Winter zu Kälteempfindungen an Füßen, Knien, Gesäß, Hüften und Lenden
und innerem Frieren kommen. Auch häufiges Urinieren und Hexenschuss
können Anzeichen für eine Nieren-Yang-Schwäche sein. Um einer
ernährungsbedingten Auskühlung des Körpers im Winter entgegenzuwirken,
sollten unter Berücksichtigung der individuellen Konstitution die
folgenden Faktoren vermieden werden: Kalte Speisen und kalte Getränke,
besonders eisgekühlte Getränke mit Eiswürfeln, Eiscreme, Tiefkühlkost
(speichert auch nach dem Erwärmen die Yin-Energie des Gefrierens),
Rohkost, vor allem Blattsalate, Chicorée und Radicchio, Tees aus
erfrischenden und kühlenden Kräutern, z. B. Kamille, Pfefferminz,
Frauenmantel und Schafgarbe, Früchtetee, grüner und schwarzer Tee und
Südfrüchte. Generell sollten Nahrungsmittel mit kühlenden und
erfrischenden Eigenschaften weniger auf dem Winterspeiseplan vertreten
sein. Eine sinnvolle Ernährung für den Winter und vor allem für Menschen
mit einer Kältekonstitution besteht daher in wärmenden Speisen und
Getränken. Dies wird erreicht durch den Einsatz von Feuer und Wärme.
Längere Kochzeiten, Braten, Backen, Grillen und Rösten sowie das
Verwenden von etwas Alkohol bringen mehr Wärme-Energie (Yang) ins Essen.
Besonders Nahrungsmittel des Feuerelementes mit
bitter-warmem Geschmack tonisieren das Nierenfeuer und wirken
Feuchtigkeitsansammlungen im Körper entgegen.
Zutaten mit süß-warmer, süß-erhitzender sowie
scharf-warmer und schwarf-erhitzender Energie wärmen den gesamten
Organismus. Auch eine kleine Menge Fleisch und erhitzende Gewürze
eigenen sich nun, um sehr erwärmende Speisen herzustellen.
Durch eine direkte Verbindung des Nieren-Yang mit
der Milz wird der Verdauungstrakt warmgehalten, und vor allem zu Beginn
der Verdauung wird Wärmeenergie bereitgestellt. Daher ist es so wichtig,
eine Mahlzeit mit einer warmen Vorspeise oder Suppe zu beginnen.
Müsli aus dem Wok
Zutaten und Zubereitung:
Feuer: Wok erhitzen
Erde: einige Esslöffel Olivenöl sanft erwärmen
Erde: Trockenfrüchte und Nüsse nach Belieben unter ständigem Rühren erwärmen
Erde: feine und grobe Haferflocken mitrösten.
Das Müsli sollte am besten gleich nach der
Zubereitung im warmen Zustand gegessen werden.
Wirkung:
Tonikum für Nieren, Herz, Qi, Säfte und Blut. Wirkt
Verstopfung entgegen, besonders bei Darmträgheit und Verstopfung durch
Yin-Mangel.
Tempuraspieße mit Shoyu-Ingwer Dip
Zutaten und Zubereitung:
Erde: 125 Gramm feines Weizenmehl (1050)
Erde: 0,2 Liter Milch-Wasser Mischung
Erde: 3Eßlöffel zerlassene Butter
Erde: 2 Eigelb
Erde: 2 Eiweiß zu Schnee geschlagen
Metall: 1/2 Teelöffel zerstoßener Koriander
Wasser: 1/2 Teelöffel Meersalz
Gib das Mehl in eine Schüssel, bilde eine Mulde und
schütte 2/3 der Flüssigkeit, Butter und die Eidotter hinein. Rühre alles
mit einem Schneebesen glatt und verdünne es mit der restlichen
Flüssigkeit. Dann hebe den Eischnee unter und würze mit Koriander und
Salz.Lasse den Teig vor dem Frittieren 10 Minuten ruhen.
Erde: Frittieröl oder Kokosfett
Erde: Blumenkohlröschen
Erde: Brokoliröschen
Erde: Champignons
Metall: Petersiliensträuße
Wasser: Seitan, Räuchertofu, Tempeh
Holz: Zitronensaft zum Beträufeln
Feuer: Rosenpaprika zum Würzen
Reihe Gemüse, Seitan, Tofu und Tempeh auf Spieße.
Tauche die Spieße einzeln in den Teig ein und achte darauf, dass er sich
rundherum um die Zutaten schließt. Backe die Spieße goldbraun im heißen
Kokosfett und lasse sie nach dem Frittieren eine Weile auf Küchenkrepp
abtropfen. Reiche zur besseren Bekömmlichkeit ein Dip aus:
Metall: 1 Esslöffel frischem Ingwersaft,
Wasser: 1/3 Tasse Shoyu
Wasser: 2/3 Tassen Wasser
Dazu passt Basmatireis oder Quinoa.
Wirkung:
Tempura stärkt das Nieren Yang und wärmt. Sehr gut
geeignet für Menschen mit einer Kältekonstitution.
Punsch mit Kräutern
Zutaten und Zubereitung:
Feuer: 1/2 Liter Rotwein oder roter Traubensaft
Erde: 3-6 Esslöffel Rohrzucker
Metall: 1/2 Zimtstange
Metall: 3 Gewürznelken
Metall: 1/2 Teelöffel Kardamon (gemahlen)
Bringe den Wein oder Saft zum kochen, gib den
Zucker und die Gewürze hinzu und lasse alles 20 Minuten leicht simmern.
Bereite in der Zwischenzeit weitere Zutaten vor:
Feuer: 1/2 Tasse Thymiantee
Erde: 1 Tasse Rosinen
Erde: 1 Tasse enthäutete, gehackte Mandeln
Metall: 1/2 Tasse Majorantee
Metall: 1/2Tasse Salbeitee
Metall: 1 1/2 Teelöffel abgeriebene Orangenschale
Metall 1 Teelöffel abgeriebene Zitronenschale
Gib nun alle weiteren Zutaten zum Punsch und lasse
ihn bei geringer Hitze noch 10 Minuten leicht köcheln.
Wirkung:
Der Punsch wärmt, schützt vor Erkältung, bringt
gestaute Energie in Schwung und ist einfach nur köstlich.
Quelle: BALANCE 1/2008

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