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Kochen nach den 5 Elementen
Ernährung im Winter

von Ernährungsberaterin Martha Heinen

Nach  dem  traditionellen  chinesischen  Mondkalender  beginnt  der Winter am 16. November.  Die Mitte des Winters fällt  dementsprechend  mit der europäischen Wintersonnenwende am 22. Dezember  zusammen. 

Der Winter wird dem Wasserelement zugeordnet. Nieren und Blase sind die entsprechenden Organe. Die Nieren besitzen einen Yin-Aspekt (Wasser) und einen Yang-Aspekt (Feuer). Das Yin der Nieren ist die Yin-Wurzel aller Organe und die größte Quelle von Yin im ganzen Körper. Das Yang der Nieren, die Wurzel aller Yang-Organe, ist zuständig für Aktivität, Bewegung, Abwehrkraft, Libido und Qi.

Unsere Körperwärme wird u. a. durch das Nieren-Yang oder Nierenfeuer aufrechterhalten. Ist es zu schwach, kann es besonders im Winter zu Kälteempfindungen an Füßen, Knien, Gesäß, Hüften und Lenden und innerem Frieren  kommen. Auch häufiges Urinieren und Hexenschuss können Anzeichen für eine Nieren-Yang-Schwäche sein. Um einer ernährungsbedingten Auskühlung des Körpers im Winter entgegenzuwirken, sollten unter Berücksichtigung der individuellen Konstitution die folgenden Faktoren vermieden werden: Kalte Speisen und kalte Getränke, besonders eisgekühlte Getränke mit Eiswürfeln, Eiscreme, Tiefkühlkost (speichert auch nach dem Erwärmen die Yin-Energie des Gefrierens), Rohkost, vor allem Blattsalate, Chicorée und Radicchio, Tees aus erfrischenden und kühlenden Kräutern, z. B. Kamille, Pfefferminz, Frauenmantel und Schafgarbe, Früchtetee, grüner und schwarzer Tee und Südfrüchte. Generell sollten Nahrungsmittel mit kühlenden und erfrischenden Eigenschaften weniger auf dem Winterspeiseplan vertreten sein. Eine sinnvolle Ernährung für den Winter und vor allem für Menschen mit einer Kältekonstitution besteht daher in wärmenden Speisen und Getränken. Dies wird erreicht durch den Einsatz von Feuer und Wärme. Längere Kochzeiten, Braten, Backen, Grillen und Rösten sowie das Verwenden von etwas Alkohol bringen mehr Wärme-Energie (Yang) ins Essen.

Besonders Nahrungsmittel des Feuerelementes mit bitter-warmem Geschmack tonisieren das Nierenfeuer und wirken Feuchtigkeitsansammlungen im Körper entgegen.

Zutaten mit süß-warmer, süß-erhitzender sowie scharf-warmer und schwarf-erhitzender Energie wärmen den gesamten Organismus. Auch eine kleine Menge Fleisch und erhitzende Gewürze eigenen sich nun, um sehr erwärmende Speisen herzustellen.

Durch eine direkte Verbindung des Nieren-Yang mit der Milz wird der Verdauungstrakt warmgehalten, und vor allem zu Beginn der Verdauung wird Wärmeenergie bereitgestellt. Daher ist es so wichtig, eine Mahlzeit mit einer warmen Vorspeise oder Suppe zu beginnen.

Müsli aus dem Wok

Zutaten und Zubereitung:

Feuer: Wok erhitzen

Erde: einige  Esslöffel Olivenöl sanft erwärmen

Erde: Trockenfrüchte und Nüsse nach Belieben unter ständigem  Rühren erwärmen

Erde: feine und grobe Haferflocken mitrösten.

Das Müsli  sollte am besten gleich nach der Zubereitung im warmen Zustand gegessen werden.

 

Wirkung:

Tonikum für Nieren, Herz, Qi, Säfte und Blut. Wirkt Verstopfung entgegen, besonders bei Darmträgheit und Verstopfung durch Yin-Mangel.

Tempuraspieße mit Shoyu-Ingwer Dip                   

Zutaten und Zubereitung:

Erde: 125 Gramm feines Weizenmehl (1050)

Erde: 0,2 Liter Milch-Wasser Mischung

Erde: 3Eßlöffel zerlassene Butter

Erde: 2 Eigelb

Erde: 2 Eiweiß zu Schnee geschlagen

Metall: 1/2 Teelöffel zerstoßener Koriander

Wasser: 1/2 Teelöffel Meersalz

Gib das Mehl in eine Schüssel, bilde eine Mulde und schütte 2/3 der Flüssigkeit, Butter und die Eidotter hinein. Rühre alles mit einem Schneebesen glatt und verdünne es mit der restlichen Flüssigkeit. Dann hebe den Eischnee unter und würze mit Koriander und Salz.Lasse den Teig vor dem Frittieren 10 Minuten ruhen.

Erde: Frittieröl oder Kokosfett

Erde: Blumenkohlröschen

Erde: Brokoliröschen

Erde: Champignons

Metall: Petersiliensträuße

Wasser: Seitan, Räuchertofu, Tempeh

Holz: Zitronensaft zum Beträufeln

Feuer: Rosenpaprika zum Würzen

Reihe Gemüse, Seitan, Tofu und Tempeh auf Spieße. Tauche die Spieße einzeln in den Teig ein und achte darauf, dass er sich rundherum um die Zutaten schließt. Backe die Spieße goldbraun im heißen Kokosfett und lasse sie nach dem Frittieren eine Weile auf Küchenkrepp abtropfen. Reiche zur besseren Bekömmlichkeit ein Dip aus:

Metall: 1 Esslöffel frischem Ingwersaft,

Wasser: 1/3 Tasse Shoyu

Wasser: 2/3 Tassen Wasser

Dazu passt Basmatireis oder Quinoa.

 

Wirkung:

Tempura stärkt das Nieren Yang und wärmt. Sehr gut geeignet für Menschen mit einer Kältekonstitution.

Punsch mit Kräutern

Zutaten und Zubereitung:

Feuer: 1/2  Liter Rotwein oder roter Traubensaft

Erde: 3-6 Esslöffel Rohrzucker

Metall: 1/2 Zimtstange

Metall: 3 Gewürznelken

Metall: 1/2 Teelöffel Kardamon (gemahlen)

Bringe den Wein oder Saft zum kochen, gib den Zucker und die Gewürze hinzu und lasse alles 20 Minuten leicht simmern. Bereite in der Zwischenzeit weitere Zutaten vor:

Feuer: 1/2 Tasse Thymiantee

Erde: 1 Tasse Rosinen

Erde: 1 Tasse enthäutete, gehackte Mandeln

Metall: 1/2 Tasse Majorantee

Metall: 1/2Tasse Salbeitee

Metall: 1 1/2 Teelöffel abgeriebene Orangenschale

Metall  1 Teelöffel abgeriebene Zitronenschale

Gib nun alle weiteren Zutaten zum Punsch und lasse ihn bei geringer Hitze noch 10 Minuten leicht köcheln.

 

Wirkung:

Der Punsch wärmt, schützt vor Erkältung, bringt gestaute Energie in Schwung und ist einfach nur köstlich. 

 

Quelle: BALANCE 1/2008

 

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