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Startseite > Ausgabe 3/2008 > Bachblüten 38 Schlüssel zum GlückBach-Blüten mental erleben „Wer bin ich?“, so fragen sich viele Menschen. Um mehr über sich selbst zu erfahren, kann man viel Geld ausgeben, sei es für eine Psychoanalyse, ein Persönlichkeitsprofil, ein Geburtshoroskop und allerlei mehr. Dr. Edward Bach, der Anfang des 20. Jahrhunderts eine geniale Heilmethode ausgetüftelt hat, beantwortete diese Frage mit 38 positiven bzw. negativen Gemütszuständen, entsprechend den 38 Bach-Blüten-Essenzen, z. B. Toleranz/Intoleranz, Geduld/Ungeduld usw. Seit seinem Tod im Jahr 1936 wurden keine weiteren Gemütszustände gefunden, die sich nicht in dieses Schema der 2 x 38 Verhaltensmuster einordnen ließen. Man spricht daher von „archetypischen“ Zuständen. Die Bach-Blüten-Therapie hat in den vergangenen Jahrzehnten einen großen Bekanntheitsgrad erreicht. Viele Menschen kennen sie zum Ausgleich von Disharmonien der Seele, z. B. Angst oder Trauer zur Stärkung bei Belastungen, z. B. Stress oder Wohnungswechsel zur Vorbeugung von Krankheiten, z. B. um einen Schnupfen abzuwehren zur Heilung von Krankheiten bei Verhaltensproblemen von Kindern und Haustieren
Viele Anwender trauen sich jedoch leider kaum über die Notfalltropfen („Rescue“) hinaus. Oder sie wählen ein paar Mal das falsche Mittel, das natürlich nicht helfen kann – und dann heißt es schnell, die ganze Therapie tauge nichts. Im Gegenteil! Die Bach-Blüten haben sogar noch eine Menge mehr zu bieten. Kaum jemand weiß, dass hinter der Bach-Blüten-Lehre eine umfassende Philosophie steckt, die wir mental anpacken können, ganz ohne Blütenessenzen. In unserer neuen Reihe soll es daher nicht nur um Krankheit und Gesundheit gehen, sondern um ein gutes Lebensgefühl. Gesundheit ist sozusagen ein Nebeneffekt, wenn wir unsere Schwächen erkennen und sie in Stärken umwandeln. Wenn wir das Beste aus uns – aus unserer Seele – herausholen. Wenn wir das beste Ich anstreben, das wir sein können. Was wir anpacken, das können wir verbessern. Was wir verbessern, macht uns nicht mehr krank, sondern verhilft uns zu mehr Lebensfreude. Dr. Bach hat uns 38 Schlüssel zum Glück hinterlassen, doch man muss den richtigen Schlüssel oder auch die Kombination mehrerer Schlüssel erst einmal finden, bevor man das Tor zu seiner Seele öffnen und die ganze eigene Pracht erleben kann. Es ist für Laien nicht leicht, die positiven und negativen Potenziale der Seele den Bach-Blüten zuzuordnen und zu erkennen, wo er anpacken muss. Deshalb möchten wir mit unserer Reihe Licht ins Dunkel bringen. Mit der Zeit werden Sie erkennen: Jede Bach-Blüte ist ein geschlossenes Ganzes, eine Einheit, eine runde Sache. Jede Blüte schwingt in einer bestimmten Wellenlänge, in die man sich einfühlen kann. Hat man diese Stimmung – die Schwingung – erst einmal erfasst und hat man verinnerlicht, was jede einzelne Bach-Blüte darstellt, wird es einfach, jeden nur möglichen Gemütszustand den Bach-Blüten zuzuordnen. Diese ganz bestimmten Schwingungen sind es, mit denen die Bach-Blüten-Essenzen Heilung in die Körperzellen bringen. Die Blütenessenzen sind allerdings nur „Krücken“, es geht auch ohne. Der Geist kann die Materie beeinflussen. Das bedeutet: Wir können diese heilsamen Schwingungen auch mental herstellen, nämlich indem wir uns in einen positiven Gemütszustand versetzen. Ist das nicht eine umwerfende Neuigkeit?! Die Antwort auf die Frage „Wer bin ich?“ ist das Maß, in dem man sich im Einklang mit seiner Seele befindet. Die Seele will das Beste für uns. Das Messinstrument dafür sind die 38 „archetypischen“ Zustände. Finden Sie heraus, wie hoch Sie Ihre Messlatte anlegen können. Vielleicht sind Sie zu 80 % im positiven Agrimony-Zustand (Sie ertappen sich schon mal bei kleinen Lügen), 98 % Clematis (fast immer hellwach), 20 % Olive (ziemlich erschöpft) usw. Diese Prozentzahlen gilt es zu erhöhen. Ist man zu 100 % in jedem der 38 positiven Bach-Blüten-Potenziale, dann ist die Seele topgesund – und somit auch der Körper. Rutscht man aber in einen negativen Zustand ab, haben die Körperzellen die falsche Schwingung, so dass Krankheiten sich manifestieren können. Die Zellen wehren sich gegen falsche Schwingungen genauso wie gegen schlechte Nahrung oder Umweltgifte. Sie senden Notsignale aus, ehe eine Krankheit entstehen kann: Wir fühlen uns unwohl. Krankheit ist also nichts Böses, sondern ein Hinweis der Seele, den wir beachten sollten, und zwar so früh wie möglich. Mit der Bach-Blüten-Philosophie können wir demnach Gesundheitsvorsorge betreiben, auf allen 38 Ebenen. Wir müssen allerdings bereit sein, unser Verhalten zu ändern. Wenn wir erkennen, wo wir in das negative Potenzial abzurutschen drohen, brauchen wir nicht abzurutschen – und nicht krank zu werden. Sind wir bereits abgerutscht, können wir aktiv gegensteuern. „Erkenne dich selbst“ bedeutet: „Heile dich selbst.“ Genau das war Dr. Bachs Anspruch. Er wollte den Menschen ein einfaches, preisgünstiges Mittel an die Hand geben, sich selbst zu heilen. Die Bach-Blüten-Therapie ist einfach, wenn man sie in den Grundzügen verstanden hat. Und auf mentalem Weg ist sie sogar noch kostenlos. Dr. Bach schrieb: „Krankheit wird sich mit den derzeitigen materialistischen Methoden nie heilen oder ausrotten lassen – aus dem einfachen Grund, weil Krankheit nicht materiellen Ursprungs ist.“ Wir alle wollen gesund sein, körperlich wie seelisch. Darum müssen wir die positiven Gemütszustände wieder herstellen. Das schaffen wir, indem wir gute Menschen sind. Gebrauchen wir hier ruhig den altmodischen Ausdruck „Tugenden“ - innere Werte, menschliche Ideale. Krankheit entsteht nach Dr. Bachs Überzeugung durch Fehler in der Lebensführung: Man handelt nicht tugendhaft, man schadet der Allgemeinheit, man erhöht auf Kosten anderer den eigenen Gewinn usw. In dieser Ausgabe beginnen wir mit einer kurzen Übersicht über die Bedeutung der Bach-Blüten und was man ohne Blütenessenzen für seine Seele tun kann. Wenn Sie möchten, können Sie in die nachfolgenden Tabelle Prozentzahlen eintragen, wie positiv Sie sich jeweils selbst einschätzen. Das gibt Ihnen schon einmal einen Hinweis, dort genauer hinzuschauen und vielleicht auch in einem Buch über Bach-Blüten Näheres nachzulesen. Ab dem nächsten Heft werden wir die Potenziale der einzelnen Bach-Blüten näher beleuchten. Irgend einen Schwachpunkt wird man bei fast jeder Blüte an sich selbst erkennen, denn „nobody is perfect“. Versuchen wir also, so weit wie möglich im Einklang mit unserer Seele zu sein – für ein Leben in körperlicher und seelischer Gesundheit. Liesel Baumgart
Liesel Baumgart, Jahrgang 1958, ist Autorin zahlreicher Hundebücher. Mit der Bach-Blüten-Therapie beschäftigt sie sich seit 15 Jahren. Ihr Buch „Bach-Blüten für Tiere“ findet seit langem großen Zuspruch. Es enthält ein ausführliches Symptom-Register, das sich leicht auf die Anwendung beim Menschen übertragen lässt.
Quelle: BALANCE 3/2008
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