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Kochen nach den 5 Elementen
Rezepte für den Sommer

von Ernährungsberaterin Martha Heinen

Nach dem traditionellen chinesischen Mondkalender fällt der Sommeranfang auf den 15. Mai und die Mitte des Sommers auf den europäischen Sommeranfang am 21. Juni.

Natürlicherweise bringt die Erde nun eine Vielfalt von Pflanzen hervor, die unserem Organismus auf sanfte Weise helfen, sich den äußeren Bedingungen durch erfrischende und Feuchtigkeit spendende Nahrung anzupassen Auch im Sommer und in warmen Klimazonen spielt das Kochen nach traditioneller chinesischer Auffassung eine große Rolle. Es wird nun nichts lange gekocht, aber die Einwirkung und der Gebrauch des „Feuers“ haben den Sinn, das Gegessene verdaubar und assimilierbar zu machen.

Zu einer ausgewogenen Mahlzeit gehört auch etwas Rohes – dies entspricht der Energie des Holzelementes. Die Menge wird der jeweiligen Konstitution und der Wetterlage angepasst. Menschen mit einer Kältekonstitution vertragen häufig selbst im Sommer rohe Speisen nicht. Zu viel Rohkost kann zu einer Schwäche der Organe des Erdeelementes (Milz, Magen und Bauchspeicheldrüse) führen. Blähungen, Müdigkeit und Energiemangel können aufgrund einer Abkühlung der inneren Organe die Folge sein.

Um übermäßiges Schwitzen zu verhindern, sind säuerliche Speisen und Getränke wie z. B.: milchsaures Gemüse, Beerenfrüchte, saure Milchprodukte, Brottrunk, sowie säuerliche Tees und Säfte hilfreich. Nahrungsmittel des süßen Geschmacks mit neutraler und erfrischender Qualität regen die Produktion innerer Körpersäfte an. Viele Nahrungsmittel mit bitterem Geschmack besitzen kühlende Eigenschaften. Daher sind Blattsalate für heiße Tage geeignet. Salzige Brühen und Suppen, ebenso Meeresgemüse haben kühlende Eigenschaften und eignen sich für die warme Jahreszeit. Nachtschattengewächse erfrischen, entspannen und spenden Feuchtigkeit.

Zucchinicremesuppe mit frischem Basilikum

Zutaten:

Erde 4 Esslöffel Olivenöl
Metall 1 Gemüsezwiebelwürfel (wird süß=Erde durch dünsten)
Erde 500 Gramm Zucchini
Metall bunter Pfeffer aus der Mühle
Wasser 1-¾ Liter Gemüsebrühe
Holz 1 Schuss Apfelsaft
Feuer ½ Teelöffel süßes Paprikapulver
Erde 125 ml geschlagene süße Sahne
Metall Muskatnuss zum abschmecken
Metall 1 Bund fein geschnittenes Basilikum

Zubereitung:

Schäle und würfele die Zwiebel fein. Erhitze das Öl vorsichtig und dünste die Zwiebelwürfel unter ständigem Rühren, bis sie glasig werden und eine süßlichen Geschmack annehmen. Schneide inzwischen die Zucchini in Würfel und dünste sie ebenfalls, zusammen mit den Zwiebeln. Würze mit buntem Pfeffer aus der Mühle und fülle alles mit kochender Gemüsebrühe auf. Während die Suppe 10 Minuten köchelt, kommt der Apfelsaft und das Paprikapulver hinzu. Dann wird die Suppe mit einem Kartoffelstampfer püriert. Kurz vor dem Servieren werden Schlagsahne, Muskatnuss und frisches Basilikum hineingerührt.

Wirkung: tonisiert Yin , Säfte aufbauend, Basilikum hilft bei Völlegefühl und Blähungen, ist harntreibend und kann Migräne lindern. 

Süßkartoffeln

Zutaten:

Erde Süßkartoffeln

Zubereitung:

Wasche die Süßkartoffeln mit einer Gemüsebürste und verpacke sie in Alufolie. Backe sie 30-40 Minuten im Backofen. Mache mit einem Holzspießchen eine Garprobe. Servieren die Süßkartoffeln halbiert.

Wirkung: Diese Kartoffelart ist süß und saftig. Sie baut das Qi der Milz auf und entspannt die Leber. Sehr empfehlenswert bei ständigem Hunger nach Süßem. 

Spargelsalat

Zutaten:

Wasser ¼ Liter Wasser
Holz 1 Teel. Zitronensaft
Feuer kochendes Wasser
Erde 1 Teelöffel Rohrzucker
Erde 800 Gramm Spargel
Metall 1/2 Teel. Senf
Metall 1 Prise weißer Pfeffer
Metall etwas abgeriebene Orangenschale
Wasser 1 Prise Meersalz
Holz 1 EL Weißweinessig
Holz 2 EL frisch gepresster Orangensaft
Holz 100 Gramm Magerjoghurt

Zubereitung:

Schäle den Spargel und schneide ihn in mundgerechte Stücke. Bringe das Wasser mit dem Zitronensaft zum Kochen und rühre den Rohrzucker hinein. Dünste die Spargelstücke wenige Minuten in diesem Wasser al dente. Bereite aus den weiteren Zutaten eine Creme und wende den Spargel vorsichtig darin.

Wirkung: Dieser Salat nährt das Yin der Lungen und erfrischt im Sommer. 

Frittierte Rosenblüten auf Beerenschaum

Zutaten für den Beerenschaum:

Holz 200 Gramm Heidelbeeren
Holz 100 Gramm Johannisbeeren
Holz 200 Gramm Erdbeeren
Feuer 1 Prise Kakaopulver
Erde 1-2 Eßlöfel Akazienhonig
Erde 1 Banane
Erde ¼ TL Bourbonvanillepulver

Zubereitung:

Wasche und putze die Beeren. Hebe einige schöne Exemplare für die Dekoration auf. Gib alle anderen Zutaten zu den restlichen Beeren und püriere alles zu einem Schaum, der später auf Teller verteilt wird

Zutaten für die frittierten Rosenblüten:

Feuer 2 handvoll Blütenblätter von ungespritzten, wohlriechenden Naturrosen
Erde 500 Gramm Kokosfett zum Frittieren
Erde 1 EL Puderzucker
Erde 1 Eiweiß
Erde 2 TL Akazienhonig
Erde 50 Milliliter Vollmilch
Erde 50 Gramm Pfeilwurzelmehl
Metall ¼ TL Zimtpulver
Wasser 50 Milliliter Mineralwasser
Holz 30 Gramm feines Weizenmehl (405)

Zubereitung:

Schlage das Eiweiß zu Eischnee und rühre dann alle weiteren Zutaten hinzu, bis ein glatter Teig entsteht. Lasse ihn 1 Stunde ruhen. Erhitze das Kokosfett. Erfasse die Rosenblütenblätter einzeln mit zwei Holzsstäbchen und ümhülle sie mit dem Frittierteig. Frittiere sie schwimmend im heißen Kokosfett, bis sie goldgelb sind. Lasse sie danach auf Küchenkrepp abtropfen. Gib den Beerenschaum auf eine Hälfter eines großen Tellers und dekoriere ihn mit den restlichen Beeren. Lege die Rosenblütenblätter daneben. Bestäube sie mit einem Hauch von fein gesiebtem Puderzucker.

Wirkung: Beeren sind ein Tonikum für das Blut. Frittiertes stärkt das Yang der Nieren

Rezeptideen:

Martha Heinen

5 Elemente Ernährung nach der Traditionellen Chinesischen Medizin

• Beratung • Seminare • Bio Fair Projekte

Aachen • Tel. 0241-4634393

martha.heinen@gmx.de

 

 

Quelle: BALANCE 3/2008

 

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