|
Startseite >
Ausgabe 3/2008 >
Kochen
Kochen nach den 5 Elementen
Rezepte für den Sommer
von Ernährungsberaterin Martha Heinen
Nach dem
traditionellen
chinesischen
Mondkalender
fällt der Sommeranfang
auf den 15.
Mai und die Mitte
des Sommers auf den
europäischen Sommeranfang
am 21.
Juni.
Natürlicherweise bringt
die Erde nun eine Vielfalt
von Pflanzen hervor,
die unserem Organismus
auf sanfte Weise
helfen, sich den äußeren Bedingungen
durch erfrischende
und Feuchtigkeit spendende Nahrung
anzupassen Auch im Sommer und in warmen
Klimazonen spielt das Kochen nach
traditioneller chinesischer Auffassung eine
große Rolle. Es wird nun nichts lange
gekocht, aber die Einwirkung und der
Gebrauch des „Feuers“ haben den Sinn,
das Gegessene verdaubar und assimilierbar
zu machen.
Zu einer ausgewogenen Mahlzeit gehört
auch etwas Rohes – dies entspricht der
Energie des Holzelementes. Die Menge
wird der jeweiligen Konstitution und der
Wetterlage angepasst. Menschen mit einer
Kältekonstitution vertragen häufig
selbst im Sommer rohe Speisen nicht. Zu
viel Rohkost kann zu einer Schwäche der
Organe des Erdeelementes (Milz, Magen
und Bauchspeicheldrüse) führen. Blähungen,
Müdigkeit und Energiemangel
können aufgrund einer Abkühlung der
inneren Organe die Folge sein.
Um übermäßiges Schwitzen zu verhindern,
sind säuerliche Speisen und Getränke
wie z. B.: milchsaures Gemüse,
Beerenfrüchte, saure Milchprodukte, Brottrunk,
sowie säuerliche Tees
und Säfte hilfreich. Nahrungsmittel des
süßen Geschmacks mit neutraler und erfrischender
Qualität regen die Produktion
innerer Körpersäfte an. Viele Nahrungsmittel
mit bitterem Geschmack besitzen
kühlende Eigenschaften. Daher sind Blattsalate
für heiße Tage geeignet. Salzige
Brühen und Suppen, ebenso Meeresgemüse
haben kühlende Eigenschaften und
eignen sich für die warme Jahreszeit.
Nachtschattengewächse erfrischen, entspannen
und spenden Feuchtigkeit.
Zucchinicremesuppe mit frischem Basilikum
Zutaten:
Erde 4 Esslöffel Olivenöl
Metall 1 Gemüsezwiebelwürfel (wird süß=Erde durch dünsten)
Erde 500 Gramm Zucchini
Metall bunter Pfeffer aus der Mühle
Wasser 1-¾ Liter Gemüsebrühe
Holz 1 Schuss Apfelsaft
Feuer ½ Teelöffel süßes Paprikapulver
Erde 125 ml geschlagene süße Sahne
Metall Muskatnuss zum abschmecken
Metall 1 Bund fein geschnittenes Basilikum
Zubereitung:
Schäle und würfele die Zwiebel fein. Erhitze
das Öl vorsichtig und dünste die
Zwiebelwürfel unter ständigem Rühren,
bis sie glasig werden und eine süßlichen
Geschmack annehmen. Schneide inzwischen
die Zucchini in Würfel und dünste
sie ebenfalls, zusammen mit den Zwiebeln.
Würze mit buntem Pfeffer aus der
Mühle und fülle alles mit kochender Gemüsebrühe
auf. Während die Suppe 10
Minuten köchelt, kommt der Apfelsaft
und das Paprikapulver hinzu. Dann wird
die Suppe mit einem Kartoffelstampfer
püriert. Kurz vor dem Servieren werden
Schlagsahne, Muskatnuss und frisches
Basilikum hineingerührt.
Wirkung: tonisiert Yin , Säfte aufbauend,
Basilikum hilft bei Völlegefühl und Blähungen,
ist harntreibend und kann Migräne
lindern.
Süßkartoffeln
Zutaten:
Erde Süßkartoffeln
Zubereitung:
Wasche die Süßkartoffeln mit einer Gemüsebürste
und verpacke sie in Alufolie.
Backe sie 30-40 Minuten im Backofen.
Mache mit einem Holzspießchen eine
Garprobe. Servieren die Süßkartoffeln
halbiert.
Wirkung: Diese Kartoffelart ist süß und
saftig. Sie baut das Qi der Milz auf und
entspannt die Leber. Sehr empfehlenswert
bei ständigem Hunger nach Süßem.
Spargelsalat
Zutaten:
Wasser ¼ Liter Wasser
Holz 1 Teel. Zitronensaft
Feuer kochendes Wasser
Erde 1 Teelöffel Rohrzucker
Erde 800 Gramm Spargel
Metall 1/2 Teel. Senf
Metall 1 Prise weißer Pfeffer
Metall etwas abgeriebene Orangenschale
Wasser 1 Prise Meersalz
Holz 1 EL Weißweinessig
Holz 2 EL frisch gepresster Orangensaft
Holz 100 Gramm Magerjoghurt
Zubereitung:
Schäle den Spargel und schneide ihn in
mundgerechte Stücke. Bringe das Wasser
mit dem Zitronensaft zum Kochen und
rühre den Rohrzucker hinein. Dünste die
Spargelstücke wenige Minuten in diesem
Wasser al dente. Bereite aus den weiteren
Zutaten eine Creme und wende den Spargel
vorsichtig darin.
Wirkung: Dieser Salat nährt das Yin der
Lungen und erfrischt im Sommer.
Frittierte Rosenblüten auf Beerenschaum
Zutaten für den Beerenschaum:
Holz 200 Gramm Heidelbeeren
Holz 100 Gramm Johannisbeeren
Holz 200 Gramm Erdbeeren
Feuer 1 Prise Kakaopulver
Erde 1-2 Eßlöfel Akazienhonig
Erde 1 Banane
Erde ¼ TL Bourbonvanillepulver
Zubereitung:
Wasche und putze die Beeren. Hebe einige
schöne Exemplare für die Dekoration
auf. Gib alle anderen Zutaten zu den restlichen
Beeren und püriere alles zu einem
Schaum, der später auf Teller verteilt wird
Zutaten für die frittierten Rosenblüten:
Feuer 2 handvoll Blütenblätter von ungespritzten,
wohlriechenden Naturrosen
Erde 500 Gramm Kokosfett zum Frittieren
Erde 1 EL Puderzucker
Erde 1 Eiweiß
Erde 2 TL Akazienhonig
Erde 50 Milliliter Vollmilch
Erde 50 Gramm Pfeilwurzelmehl
Metall ¼ TL Zimtpulver
Wasser 50 Milliliter Mineralwasser
Holz 30 Gramm feines Weizenmehl (405)
Zubereitung:
Schlage das Eiweiß zu Eischnee und rühre
dann alle weiteren Zutaten hinzu, bis ein
glatter Teig entsteht. Lasse ihn 1 Stunde
ruhen. Erhitze das Kokosfett. Erfasse die
Rosenblütenblätter einzeln mit zwei
Holzsstäbchen und ümhülle sie mit dem
Frittierteig. Frittiere sie schwimmend im
heißen Kokosfett, bis sie goldgelb sind.
Lasse sie danach auf Küchenkrepp abtropfen.
Gib den Beerenschaum auf eine
Hälfter eines großen Tellers und dekoriere
ihn mit den restlichen Beeren. Lege die
Rosenblütenblätter daneben. Bestäube
sie mit einem Hauch von fein gesiebtem
Puderzucker.
Wirkung: Beeren sind ein Tonikum für das
Blut. Frittiertes stärkt das Yang der Nieren
Rezeptideen:
Martha Heinen
5 Elemente Ernährung nach der Traditionellen Chinesischen Medizin
• Beratung • Seminare • Bio Fair Projekte
Aachen • Tel. 0241-4634393
martha.heinen@gmx.de
Quelle: BALANCE 3/2008

|