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Die summenden Therapeuten

Das Erfolgsgeheimnis tiergestützter Therapie mit Lamas

Tiergestützte Therapie mit Pferden, Hunden oder Delphinen ist bereits allgemein bekannt. Lamas als unterstützendes Element in einer Therapie sind unvergleichlich durch die besonderen Eigenschaften dieser südamerikanischen Vierbeiner. Das sympathische und neugierige Aussehen der Tiere und ihre gute Eignung als Co-Therapeuten oder Co-Trainer tragen zum Therapieerfolg bei.

Lamas gehören zu den Neuweltkameliden, einer Untergattung der Kamele. Sie haben eine Schulterhöhe von ca. 1,2 Meter, werden 20-25 Jahre alt und sind mit ihren rund 140 Kilo deutlich leichter und filigraner als Pferde. Wegen ihrer Schwielensohlen können sie gut in Naturschutzgebieten eingesetzt werden, da die Vegetation durch Lamas keine Schäden wie z.B. durch Hufe erfährt. Lamas sind keine Reittiere, sie werden heute noch in Südamerika als Nutz- und Lasttiere eingesetzt. Damit sind sie ideale Begleittiere und besonders gut als Co-Therapeuten geeignet.

Das für die meisten Menschen als sympathisch empfundene Aussehen der Tiere lässt eventuelle anfängliche Hemmungen schnell überwinden.

„Lamas sind Herzensöffner“, sagt Beate Pracht voller Überzeugung. „Als ich das erste Mal Kinder mit Lamas durch den Wald gehen sah, da wusste ich, dass das richtig ist.“ Die Tiere mit einer Schulterhöhe von einem Meter seien vor allem für Menschen, die vor größeren Tieren wie Pferden Angst haben, sehr geeignet. „Lamas begegnen einem auf Augenhöhe.“ Die schlanken Tiere mit dem schmalen Kopf seien Herdentiere „mit vielen sozialen Eigenschaften, sanft und in sich ruhend“. Der Charakter der Lamas ist mit Delphinen vergleichbar: sie sind neugierig, interessiert und vorsichtig zugleich. Sie begegnen uns Menschen offen und selbstbewusst.

In Therapien oder Seminaren mit Pferden habe immer jemand – positive oder negative – Vorerfahrungen. Im Kontakt mit einem Lama „fangen alle bei Null an und das fasziniert mich“. Dass die Tiere, die ursprünglich in den Anden zuhause sind, außerdem für Menschen mit Tierhaarallergien geeignet sind, ist ebenfalls von großem Vorteil.

Heilsame Kommunikation zwischen Mensch und Lama

Lamas eignen sich besonders für die Wiederherstellung zwischenmenschlicher Beziehungen. Gerade Menschen, die  traumatische Erlebnisse durchlebt haben, erleben heilsame Momente im Kontakt mit Lamas. Da Lamas ein sehr sanftes, liebevolles und zurückhaltendes Wesen haben und von ihrem Naturell her eine respektvolle Distanz zu Menschen halten, erleben Klienten kein grenzüberschreitendes und aufdringliches Verhalten, so die Erfahrun­gen von Prachtlamas. Lamas bewerten nicht, lieben die Menschen bedingungslos und begegnen jedem mit der gleichen neugierigen Offenheit. Ihnen ist es egal, ob jemand „anders“ ist, sie begegnen allen Menschen vorurteilsfrei und reagieren nur auf das, was ihr Gegenüber gerade tut.

Erste Studien zu Therapieerfolgen beim Einsatz von Lamas, z.B. von der Universität Lübeck und Lebenshilfe Brakel, liegen bereits vor, so dass die tiergestützten Therapien auf diesen Erfahrungen auf- bauen können.

Die Ergebnisse dieser Studien sind durchweg positiv, wodurch die Erfahrungen der Sport- und Bewegungstherapeutin Beate Pracht bestätigt werden.

Was wir von Lamas lernen können

Lamas wurden von den Inkas als Sonnengötter verehrt, weil die Tiere bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang der „Sonne zugeschaut“ haben. Da die Sonne bei den Inkas heilig war und eine Verbindung zu den Lamas hergestellt wurde, waren die Tiere für sie gottgleich.

Was können wir heute von ihnen lernen? Lamas sind Geheimnisträger, und wenn man ihnen zuhört und lauscht, können wir jenseits aller Worte und Verstandeskonzepte unser Leben voll tiefer Verbundenheit mit unserer Umwelt erfahren. Ein Leben voller Intelligenz jenseits des Verstandes. Wir lernen ohne Worte die Sprache des Lebens – nicht nur die Sprache der Tiere, sondern auch die der Natur und die der Menschen. Es ist die Sprache des Herzens, die uns daran erinnert, dass wir alle eins sind, und dass unser Bewusstsein immer heil und gesund ist, unabhängig von vermeintlich körperlichen, psychischen und geistigen Handicaps.

Ein beispielhafter Therapieerfolg bei Prachtlamas

Herr O. ist ein erwachsender Mann mit einer schweren psychischen Erkrankung. Seit einigen Monaten nimmt er an der tiergestützten Therapie mit Lamas teil.

Herr O. war vor Beginn der Lamatherapie kaum belastbar: in der Ergotherapie und anderen Maßnahmen hielt er es maximal 10-15 Minuten aus, herkömmliche Therapien zeigten keinen Erfolg. Und dann passierte das Unfassbare: Schon beim ers­ten Termin Lamatherapie „schaffte“ es Herr O. 75 Minuten dabei zu sein – mit tiefer Freude und einem Leuchten in seinen Augen.

Von Woche zu Woche beschleunigten sich die Ereignisse. Herr O. fing an, kommunikativer und selbstbewusster zu werden. Er zeigt nun auch in den anderen Therapien mehr Interesse und Ausdauer. Seine Angehörigen berichten, dass sie ihn seit 25 Jahren nicht so fröhlich, interessiert und stark erlebt haben.

Tiergestützte Therapie mit Erlebnisfaktor

Durch das Miteinander von Lama und Mensch, der Erfahrung von Zugehörigkeit und Angenommensein entsteht ein Prozess, der heilend auf Körper, Geist und Seele wirkt. Das Team von Prachtlamas arbeitet für Menschen, die von Geburt an oder nach schweren Erlebnissen eine gestörte Beziehung zu anderen Personen oder zu sich selber haben. Die Lamatherapien helfen Mut, Vertrauen und Selbstwert zu entwickeln und das Leben neu lieben zu lernen.

Die tiergestützte Therapie mit Lamas besteht bei Prachtlamas aus mehreren Begegnungsformen. Da gibt es die freie Begegnung mit den Tieren, bei denen die Lamas den Klienten/innen ohne Halfter und Leine ganz frei begegnen, nur angelockt durch ihre eigene Neugierde und durch Futter. Diese Form des Aufeinanderzugehens ist besonders für Menschen mit Kontaktschwierigkeiten heilsam, da sie merken, wie vorsichtig und achtsam Lamas ihnen begegnen. Keine grenzüberschreitenden Erfahrungen zu machen, schafft eine Vertrauensbasis. Auch für traumatisierte Menschen liefert das die Basis für eine erfolgreiche Therapie. Die freie Begegnung regt zudem zur Bewegung an und ermuntert dazu, selbst auf die Lamas zuzugehen.

Ein weiterer Bereich der Lamatherapie von Beate Pracht ist die Sport- und Bewegungstherapie in Verbindung mit tiergestützten Aktivitäten in Form von bewegungstherapeutischen Hindernis- und Gleichgewichts-Parcours, bei dem Menschen und Lamas gemeinsam den Parcours bewältigen. Dabei wird die Motorik, Muskelkraft und Beweglichkeit, eben­ so wie Körperkoordination und -bewusstseins der Klienten/innen gefördert. Es wird ganz automatisch und nonverbal ein Mensch-Tier-Team aufgebaut, um gemeinsam diese Hindernisse zu überwinden. Zusätzlich wird die Motorik „ganz nebenbei“ geschult. Die Aufmerksamkeit liegt nicht auf den vermeintlichen Schwächen der Klienten/innen, sondern auf dem gemeinsamen Erleben mit dem Tier. Die Erfahrungen von Prachtlamas zeigen, dass Handlungskompetenz, Durchhaltevermögen und Konzentration angeregt und erlernt werden.

Durch das Führen der Lamas wächst das Vertrauen zwischen Mensch und Tier, unterstützt durch Körpersprache, also nonverbale Kommunikation. Neben der Be­wegung sind die Tier- und Naturerlebnisse wichtige Erfahrungsinhalte der tiergestützten Therapie, wie der Kontakt mit den Tieren in Form von Füttern, Streicheln, Bürsten, etc. Die Befähigung zu sozialen Kontakten und das Vertrauen zum Umgang mit Nähe und Distanz wird gefördert. Seelische Unausgeglichenheiten werden abgebaut und geistige, soziale Kräfte, sowie verschüttete Ressourcen können mobilisiert werden.

Tiere, insbesondere Lamas, vermitteln positive Erfahrungen über alle Sinne. Begegnungen und gemeinsame Erlebnisse mit Lamas bringen Vergnügen und tiefe Freude und ermöglichen so ein nachhaltiges Erlebnis von therapeutischem Wert. Gefördert werden Selbstvertrauen, Kommunikation und Motorik bei Menschen mit Handicaps. Die Erfahrungen zeigen, dass das in den Therapien Erlebte sich unmittelbar positiv auf das Leben der Klienten/innen auswirkt und übertragen lässt. Das ist die Basis für den Therapieerfolg der tiergestützten Maßnahmen.

Die summenden Therapeuten

Die Sprache der Lamas klingt wie ein ruhiges, zufriedenes Summen und wirkt zusätzlich beruhigend und entspannend auf Menschen. Dazu kommt, dass Lamas ein langsames, gemütliches Gehtempo bevorzugen und ihre Ruhe so auf uns ausstrahlen. Es überträgt sich eine entspannte Grundhaltung, die einfach gut tut. Das Summen unterstreicht dabei die nonverbale Kommunikation zwischen Mensch und Tier und gibt ihr eine zusätzliche Dimension.

Lamas geben nicht nur Menschen mit Handicaps positive Impulse, sondern auch „ganz normalen“ Menschen. So bietet Prachtlamas, wie manche anderen Lamatherapie-Anbieter auch, Lamawanderungen, Kindergeburtstage mit Lamas und Lama-Erlebnisbegegnungen ganz ohne therapeutischen Anspruch als naturnahes Freizeitabenteuer an.

Die Lamatherapien von Prachtlamas finden ganzjährig statt, da Natur – Tier – Erlebnis – Lebensqualität in allen vier Jahreszeiten einen eigenen Charakter und eigene Themen hat. So werden automatisch über das Jahr gesehen im Wechsel der Jahreszeiten innere Prozesse in Gang gesetzt und verarbeitet.

Weitere Informationen

Prachtlamas, Beate Pracht

Michaelstr. 9, 48734 Reken

Telefon 02864 / 88 46 81

Mobil 0176 / 660 161 30

 

Prachtlamas/Lama-Standort:

Lamas auf dem Hof Holz

Braukämperstr. 80, Gelsenkirchen

 

www.prachtlamas.de

info@prachtlamas.de

 

Prachtlamas bietet im Herzen des Ruhrgebiets tiergestützte Freizeiterlebnisse, Therapien, Seminare & Trainings mit Lamas. Beate Pracht ist Diplom Sportlehrerin, Sport- und Bewegungstherapeutin und Inhaberin von Prachtlamas.

 

 

Quelle: BALANCE 4/2008

 

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