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Tuina-Anmo
Tuina-Anmo
Traditionelle Chinesische Heilmassage
Eine Alternative zur Akupunktur in der Schmerztherapie
Wer unter akuten oder chronischen Schmerzen leidet,
hat meist schon eine Akupunkturbehandlung bekommen oder sie in Erwägung
gezogen. Doch es gibt auch Menschen, die zwar von Schmerzen geplagt
sind, aber unter Nadelangst leiden. So ging es auch Dagmar S., die über
Jahre an Kopfschmerzen litt. Für sie war die Tuina-Massage eine optimale
Alternative, da Tuina und Akupunktur, beides Therapieformen der
Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), auf den gleichen
therapeutischen Ansatz zurückgreifen.
Tuina ist die älteste der fünf Therapiesäulen der TCM
Tuina ist die älteste der fünf Therapiesäulen der
TCM und wurde zum ersten Mal vor 2500 Jahren erwähnt. Heute wird Tuina
an den TCM-Kliniken hauptsächlich in der Sportmedizin angewandt. Das
Wort „Tuina“ besteht aus „tui“ („schieben“) sowie „na“ („greifen“) und
beschreibt zwei wichtige Tuina-Massagetechniken: „Tui“ setzt man ein zum
Ausstreichen der Muskeln und Sehnen, was die Beweglichkeit verbessert.
„Na“ hat eine starke vitalisierende Wirkung auf den Körper.
Wie wirkt Tuina?
Dazu muss man wissen, wie Schmerzen aus Sicht der
Traditionellen Chinesischen Medizin entstehen. Die TCM unterscheidet
mehrere Formen von Schmerzen. Allen ist eines gemeinsam: Die Region, die
schmerzt, ist unterversorgt. Sie ist unterversorgt mit der Lebensenergie
„Qi“ und „Xue“, womit in der Chinesischen Medizin ein Substrat aus
Lymphflüssigkeit und Blut beschrieben wird. Die Lebensenergie „Qi“ und
das Substrat „Xue“ müssen ungehindert zirkulieren, denn dann ist der
Mensch gesund und verspürt keinen Schmerz.
Bei Dagmar S. war die Zirkulation gestört. Durch
Tasten fand der Tuina-Therapeut heraus, an welchen Akupunkturpunkten
sich die Lebensenergie „Qi“ und das Substrat „Xue“ stauten. Nach dem
Auflösen der Fließhindernisse wurde der Kopf wieder versorgt, und die
Kopfschmerzen besserten sich deutlich.
Bei einer Tuina-Behandlung werden also die Ursachen
für die gestörte Zirkulation beseitigt. Wichtige Informationen, wo sie
gestört ist, bekommt der Behandler, indem er die Meridiane abtastet.
Meridiane sind Leitbahnen, in denen die Energie „Qi“ fließt. Sie
umspannen den Körper wie ein Netz. Auf den Meridianen liegen auch die
Akupunkturpunkte. Die Beschaffenheit der Haut und der Muskulatur an den
Akupunkturpunkten verraten dem Behandler, wo die Lebensenergie „Qi“ und
das Substrat „Xue“ sich stauen. An den betroffenen Akupunkturpunkten und
Meridianen setzt der Tuina-Therapeut nun ableitende oder zuführende
Massagetechniken ein. Hierfür stehen ihm zwölf Grundtechniken zur
Verfügung. Die Techniken sind sehr vielseitig und reichen von der
Akupressur mit dem einzelnen Finger bis zu vitalisierenden
Klopftechniken.
Fülle und Leere
Durch die ableitenden und zuführenden
Massagetechniken findet ein Ausgleich von „Fülle“ und „Leere“ statt.
Eine „Fülle“ zeigt sich meist durch schmerzhafte Akupunkturpunkte, wie
bei Dagmar S., wo durch eine ableitende Massagetechnik und dem
Ausstreichen der betroffenen Meridiane die Fülle ausgeglichen wurde. Bei
einer „Leere“ tritt der Schmerz überwiegend in Ruhephasen oder bei
Überlastung auf. Hier sind dann zuführende und stärkende Tuina-Techniken
notwendig, um die Leere wieder aufzufüllen.
Wie kommt es aber dazu, dass die Lebensenergie „Qi“
und das Substrat „Xue“ an ihrer freien Zirkulation behindert werden? Die
TCM nennt hier drei Hauptgründe: Emotionen (zum Beispiel Stress),
muskuläre Überbeanspruchung (z.B. Fehlhaltung), Ernährungsfehler (z.B.
entgleister Säure-Base-Haushalt); häufig liegen sogar alle drei Gründe
als Ursache für den Schmerz vor.
Im Verständnis der Chinesischen Medizin sind
Meridiane und Akupunkturpunkte bestimmten Organen zugeordnet. Ein
fundiertes Wissen über das Meridiannetzwerk hilft dem Tuina-Therapeuten
über den Tastbefund an den Meridianen und Akupunkturpunkten zu erkennen,
ob ein Organ nicht optimal funktioniert und somit den Schmerz
verursacht.
So waren bei Dagmar S. Meridiane betroffen, die mit
den Verdauungsorganen verbunden sind. Deshalb hat der Behandler ihr eine
Ernährungsumstellung angeraten, um ihre Kopfschmerzen dauerhaft zu
beseitigen.
Eine besondere Stärke von Tuina ist die Prävention.
Im Alten China wurden Ärzte bezahlt, solange ihre Patienten gesund
waren, kranke Menschen mussten sie umsonst behandeln. Daher haben sie
durch Beobachtung des Menschen und seines Umfeldes, ein feines
Diagnosesystem entwickelt, mit dem Störungen im Körper schon sehr früh
zu entdecken sind.
Dagmar S. war nach zehn Tuina-Behandlungen und der
Ernährungsumstellung von ihren Dauerkopfschmerzen befreit. Nun kommt sie
regelmäßig zur Tuina-Massage: Sie hat festgestellt, dass sie dadurch
leistungsfähiger und emotional ruhiger wird. Frei zirkulierendes „Qi“
und „Xue“ haben also nicht nur einen positiven Einfluss auf einen
konkreten Schmerz, sondern fördern allgemein die Gesundheit des Menschen
auf mentaler und körperlicher Ebene.
Info:
Praxis für Chinesische Medizin
Carsten Schamlott
Heilpraktiker
Karlsplatz 4 · 40213 Düsseldorf
Tel. 0211 - 32 56 03
Mobil 0176 - 62 10 12 13
weitere Infos unter
www.tuina-touch.de

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