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Startseite > Ausgabe 2/2009 > Flugangst Flugangst?Angstfrei fliegen durch EFT Auch wenn alle seriösen Zahlen und Daten für die Sicherheit des Fliegens sprechen und Fliegen noch nie so sicher war wie heute, ist Flugangst ein nicht zu unterschätzendes Problem, das von jedem Betroffenen anders erfahren wird. Angefangen von Personen, die ‚nur’ mit einem mulmigen Gefühl in ein Flugzeug steigen, über Passagiere, die unter Panikattacken leiden, die sich für die Betroffenen mit Herzklopfen, Zittern und Atemnot äußern und sich bis ins Unerträgliche steigern können, bis hin zu Phobikern, die seit Jahren kein Flugzeug mehr betreten haben: Rund 16 Prozent der Deutschen leiden laut einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach unter manifester Flugangst (Aviophobie). Weitere 22 Prozent fühlen sich im Flieger deutlich unbehaglich. Die Angst kann allerdings laut Studie des DFaZ, 2004 verschiedene Ursachen haben: Der größte Teil Betroffener (62%) ist mindestens einmal im Leben geflogen, kennt also die Situation an Flughäfen und an Bord. Rund 34% haben schon einmal ein negatives Ereignis während eines Fluges miterlebt. Ein kleiner Teil von 4% ist noch nie geflogen und hat Angst vor dem ersten Mal. Der Verlust durch aus Flugangst nicht verkaufter Tickets wird auf etwa zwei Milliarden US-Dollar jährlich allein in den USA geschätzt. Angst signalisiert Gefahr und versetzt den Körper in Alarmbereitschaft: Adrenalin wird ausgeschüttet, das Herz schlägt kräftiger und pumpt Blut in Muskeln und Gehirn, die Atmung beschleunigt sich – der Organismus bereitet sich auf Flucht oder Kampf vor, auch wenn, wie in diesem Falle bei Flugängstlern objektiv keine reale Gefahr droht. Viele Flugängstler unterliegen – teilweise schon Wochen vor dem Flug – ihrer ständigen Vorstellung eigentlich eher unwahrscheinlicher katastrophaler Ereignisse. Während die einen Schwierigkeiten haben, die Kontrolle abzugeben, leiden andere unter Klaustrophobie (Angst vor engen oder geschlossenen Räumen) oder Akrophobie (Höhenangst), wobei natürlich auch eine Kombination der Faktoren auftreten kann; wieder andere haben, wie oben schon genannt, bereits schlechte Erfahrungen an Bord gemacht – wobei jedoch viele der Situationen nur scheinbar gefährlich waren, da dem Fluggast wichtige Informationen fehlten: Wer sich ein bestimmtes Ereignis nicht erklären kann, definiert es oft irrtümlich als ‚bedrohlich‘. Dabei kann auch beispielsweise eine einfache Fehlinterpretation der Auslöser sein: Man ist im Job völlig gestresst, kämpft sich in letzter Minute zum Flughafen vor und sitzt gerade eben noch kurz vor knapp im Flieger. Nun – zum Stillsitzen genötigt – bemerkt man plötzlich bedenkliche Körpersignale, die man sonst im alltäglichen Leben bis dato überhört hat und die man sich nicht erklären kann: das Herz rast, man ist völlig angespannt, hat schweißnasse Hände – und schiebt alles fälschlicherweise auf den bevorstehenden Flug. Meist sind die Langzeitergebnisse der allgemein auf dem Markt angebotenen Ansätze nur wenig befriedigend, weil bei den herkömmlichen therapeutischen Methoden das körpereigene Energiesystem nicht berücksichtigt wird. Hier tritt nun eine innovative und hochwirksame Methode aus den USA auf den Plan, die in Deutschland jedoch noch relativ unbekannt ist: EFT, Emotional Freedom TechniquesTM (Technik der Emotionalen Freiheit®). Entwickelt vor etwa 15 Jahren von dem amerikanischen Ingenieur Gary Craig nimmt EFT unter der inzwischen wachsenden Zahl der Methoden der Energetischen Psychologie eine zentrale Rolle ein. Balance berichtete übrigens bereits in der Ausgabe 4/2006 über diese erstaunliche Methode: EFT ist ein Klopfakupressur-Ansatz, den man sich als eine Form von psychologischer Akupunktur ohne Nadeln vorstellen kann. Gary Craig ist überzeugt: ‚Die Ursache aller negativen Emotionen ist eine Störung im Energiesystem des Körpers‘. Die Korrektur eben dieser Störung wird bei EFT durch sanftes Klopfen auf 14 Punkte auf den aus der Akupunktur bekannten Energiemeridianen bewirkt. Das Stimulieren dieser Punkte, die gleichzeitige Konzentration auf den belastenden Zustand zusammen mit der bewußten Behandlungsintention erreichen in oft weniger als einer Stunde, wozu klassische Therapieansätze meist viele Sitzungen benötigen. Die Emotional Freedom TechniquesTM haben die bemerkenswerte Fähigkeit, jedes Geschehen wie Zwiebelschalen zu entpellen. Dabei werden beispielsweise die zugrunde liegenden Emotionen Schicht für Schicht abgetragen. So kann es sein, dass nach der Angst die Wut kommt, nach der Verzweiflung die Scham. Wichtig ist, alle Emotionen der Reihe nach abzuarbeiten und zu neutralisieren – dann hat sich auch das Problem i.d.R. in Luft aufgelöst. Das Schöne an EFT ist, dass man nicht alle Details aus seinem Leben präsent haben muss, weil das Unbewusste oft Hinweise auf die weitere Vorgehensweise gibt. Die Wirksamkeit von EFT wurde übrigens bereits durch verschiedene klinische und empirische Untersuchungen belegt (z.B. S. Wells, P. Carrington und A.H. Baker 2003). Die Flugangst kann i.d.R. durch diesen Ansatz komplett aufgehoben, zumindest deutlich reduziert werden. EFT wirkt in der Regel sehr schnell, sicher und sanft, und die Ergebnisse sind nachhaltig. Darüber hinaus ist es ein sehr effektives und sicheres Selbsthilfeinstrument. Es ist vielseitig anwendbar, z.B. wurden schon folgende Probleme erfolgreich behandelt: Ängste und Phobien (Höhen-, Flug-, Rede-, Prüfungsangst, Angst vor Spinnen etc.) Depression, Kummer und Traurigkeit Schuldgefühle und Scham Schmerzen und psychosomatische Beschwerden Gewichtsprobleme, Süchte und Zwangsverhalten geringes Selbstwertgefühl Beziehungskonflikte, Trennungen etc.
bei Kindern z.B. Ängste wie Trennungsangst, Schulangst, Angst vor Dunkelheit, Lern- und Konzentrationsstörungen, Bettnässen etc.
EFT wird auch mit großem Erfolg in den Bereichen (Job-)Coaching und Motivationstraining sowie für Leistungsverbesserungen im Sport angewandt. Sehr schön ist auch die Entwicklungsgeschichte von EFT, die auf einer Erfahrung von Dr. Roger Callahan, einem amerikanischen Psychologen, beruht: Callahan hatte einen Kongress über Angwandte Kinesiologie besucht. Als nun seine Patientin Mary, die er schon länger mehr oder minder erfolglos wegen ihrer Wasserphobie behandelte, während einer Sitzung über Magenschmerzen klagte, bat er sie, einen bestimmten Punkt unter ihrem Auge zu klopfen – mit spektakulärem Erfolg. Es verschwanden nicht nur Marys Magenbeschwerden, sondern erstaunlicherweise auch ihre Wasserphobie. Gary Craig, ein Schüler Callahans, hat den Ansatz seines Lehrers weiterentwickelt und daraus EFT konzipiert.
Tina Stamm
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