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Singen

Lebenselixier und Heilquelle für jeden

SingenGemeinsam singende Fischer vor einer Hafenkneipe auf einer griechischen Insel: dieses Bild erfüllt fast jeden mit einem sehnsuchtsvollen Gefühl. Weckt es doch Urbilder von einem erfüllten Leben in glücklicher Gemeinschaft. Es weht hier etwas von verlorenen Zeiten herüber. Von weit her, wo die Menschen noch nicht ihr Leben so wie wir von der Natur abgekoppelt hatten. Auch von unserer eigenen Natur als Menschen. Wo noch nicht die heutige Hektik und allgegenwärtige Angst, nicht mehr mitzukommen und abgehängt zu werden, die Gemüter und die Körper der meisten Menschen flächendeckend soweit zerrüttet, dass die Gesundheitskosten wie ein Krebsgeschwür die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft bedrohen. Bei den singenden Fischern geht es nicht um Kunst, sondern um Alltagskultur, an der jeder teilhat.

Vom Vergessen der Quelle

Sind unsere Gefühle, die bei der Vorstellung der singenden Fischer aufkommen, nur Ausdruck sentimentaler Verklärung von heiler Welt? Ist gemeinsames Singen in Zeiten der technischen Reproduzierbarkeit von Musik nicht längst antiquiert? Nein. Denn der Mensch ist von seiner Natur neuesten Erkenntnissen zufolge ein Singender. Das Singen gehört zu seinem Wesen wie das Sprechen, ob er es entfaltet oder nicht. Seine Glückspotenziale und seine individuelle wie soziale Gesundheit bleiben ohne Singen jedoch im Vergleich zum Möglichen nur verkümmert. Lange gab es keine wissenschaftlich fundierte Erkenntnis darüber, was Singen für den Menschen im Kern bedeutet. Singen als menschliches Alltagsverhalten, als Alltagskultur, interessierte kaum jemanden. In der Folge verschwand das einfache Singen in der Bundesrepublik weitestgehend aus dem Alltag der Menschen, aus Familie, Kindergarten und Schule. Wann haben wir als Erwachsene denn heute noch Gelegenheit, einfach zu singen? Oder wann tun wir es einfach? Alleine oder in Gemeinschaft? Jenseits von Druck und Leistung? Als unverstellter Ausdruck unserer Empfindungen und Gefühle? In der Regel ganz selten oder nie. Stattdessen lassen wir singen. – Was bedeutet das für unser Menschsein und Leben?

Vom Wiederentdecken der Quelle

Obwohl das Singen als Lebensart, jenseits von Kunst, sondern als Selbstausdruck und Gemeinschaftsgestaltung weitgehend aus unserem Alltag verschwand, sehen sich Viele im Tiefsten danach. Wie kommt es zu diesem Widerspruch zwischen dem Sehnen und dem Alltagsverhalten? Umfangreiche empirische Untersuchungen zur Bedeutung des Singens für den Menschen im Laufe der letzten 25 Jahre zeigen: Singen ist nicht etwa etwas Überflüssiges, das wir ohne Schaden vernachlässigen können. Ganz im Gegenteil: Singen gehört zur Natur des Menschen! Wir brauchen es für unsere Gesundheit ebenso grundlegend, wie wir ohne genügend Bewegung krank werden. Wer singt – und dazu braucht man kein Weltmeister und Jodeltalent zu sein – erzeugt damit  zugleich vielfältige Gesundheitsimpulse nicht nur für den Körper, den Geist und die Seele, sondern auch darüber hinaus für das gemeinschaftliche Zusammenleben. Das fängt schon beim wie auch immer gesummten Ton an, wie neuere sozialwissenschaftliche und neurobiologische Befunde zeigen. Denn wir sind biophysikalisch gesehen ein komplexes Gebilde von tausenden ineinander verwobener Schwingungssysteme. Wenn die nicht harmonisch miteinander schwingen, bedeutet das Krankheit. Beim Singen als Selbstbegegnung harmonisieren wir vereinfacht gesagt unwillkürlich unseren Organismus durch die erzeugten Schwingungen und stärken die gesunden Strukturen, wie der chinesische Biophysiker Chang Lin Zhang entdeckte. Wir können unseren Organismus demnach als ein Orchester beschreiben, das bei Gesundheit gut gestimmt spielt und bei Krankheit verstimmt ist. Singen wirkt auf den Organismus wie das Stimmen der Instrumente.

Vom Sehnen

Wenn die meisten von uns sich in der Tiefe nach dem Singen sehnen, warum folgen wir ihm nicht und singen einfach, wenn es doch zu unserer Natur gehört? Diese Frage weist ebenso wie die Frage „Warum bewegen wir uns nicht genug?“ auf gesellschaftliche, naturfeindliche Struk­turen hin, die uns prägen, aus denen wir uns aber durch waches, bewusstes und entschiedenes Handeln auch wieder lösen können. Doch dazu gehört Wissen, das uns bisher fehlte. Die allgemeine Entwicklungstendenz unserer Entfremdung von der Natur hat uns auch dem Singen als Selbstausdruck entfremdet. Diese Denaturierung unserer Lebensweise, die uns von den mitgegebenen Gesundheitsquellen abschneidet, kann jeder Einzelne jedoch für sich zu ändern beginnen.

Vom Lauschen

Der Weg der Wiederentdeckung unserer singenden Natur ist ein lohnenswerter und jedem möglich, der will. Für eine Postkartenserie schrieb ich einmal den Satz: „Singen gehört zur Natur des Menschen wie der Wind zu Wolken und Meer.“ Immer mehr Menschen brechen auf, nicht nur das Singen als ein schier unerschöpflichen Lebenselixier für sich neu zu entdecken, sondern auch seine direkt erfahrbaren heilsamen Wirkungen. Hier geht es um ein Singen, das vom Lauschen geführt wird, von der Bereitschaft zum Erhören der verschlüsselten Botschaften der Seele im Klang der eigenen Stimme und der Stimmen der anderen. Von der Selbstwahrnehmung im klingenden Atem und dem Streben nach Resonanz mit sich selbst und anderen. Von der Offenheit, im Klang in der Gemeinschaft erkennbar zu werden und zugleich zu einem größeren Ganzen zu verschmelzen.

Das wieder erwachte Interesse am einfachen Singen, sowohl als Selbstbegegnung und Selbstgestaltung wie auch als gelingendes Gemeinschaftserlebnis, ist ein Echo auf die neueren Erkenntnisse der Wissenschaft über das Singen und die singende Natur des Menschen. Daher gibt es hierzulande eine für viele noch unmerklich beginnende Renaissance des Singens als Lebensausdruck. Immer mehr Menschen möchten angesichts der Missstände im Gesundheitssystem für das eigene Leben und die eigene Gesundheit mehr praktische Verantwortung übernehmen. Sie wollen die Erkenntnisse der Wissenschaft für sich persönlich umsetzen und am eigenen Leibe erleben, wie Singen nicht nur auf der seelischen Ebene eine optimistische Lebenshaltung fördert und die Glücksfähigkeit stärkt, die Bewältigung von Trauer erleichtert und den Humor wachsen lässt, Stress löst und tiefenentspannt, Angst abbaut und Vertrauen fördert, antidepressiv wirkt und Tatkraft aufbaut, Aggressionen umwandelt und die Fähigkeit zu Liebe und Mitgefühl stärkt, sondern auch, wie Singen bei körperlichen Leiden die Selbstheilungskräfte auf erstaunliche Weise aktiviert. 

Von Gesundheitserregern

Denn Singen als Selbstausdruck und Gemeinschaftserfahrung ist neben aller Freude an Schönheit und Spiel nüchtern ausgedrückt in seiner Lebensfunktion ein wirkungsvolles Gesundheitsverhalten. Man kann es alleine und mit anderen gemeinsam praktizieren und es ist quasi jederzeit zur Hand. Da Singen und die Vitalität, die davon ausgeht, auch noch ansteckend wirken kann, könnte man es als „Gesundheitserreger“ bezeichnen. Noch ein Vorteil: es hat keine erkennbaren negativen Nebenwirkungen, wenn man darauf achtet, dass man niemanden damit stört.

Vor fast zwanzig Jahren konnte ich mit vielen hundert Probanden zeigen, dass Singen die psychische, physische und soziale Gesundheit des Menschen signifikant fördert. Der Mensch hat seine Fähigkeit zu singen offen­sichtlich nicht nur, um negativen Gefühle zu regulieren und positive Gefühle aufzubauen, er kann damit auch seine körperliche Gesundheit direkt beeinflussen. Durch Singen kurbelt er zum Beispiel unwillkürlich die Abwehrkräfte  und die Produktion von Immunglobulin A an. Das Gleiche gilt auch für das Glückshormon Serotonin, für das Bindungshormon Oxytocin, das für unsere Fähigkeit, mitfühlen zu können, bedeutend ist, und auch für Melatonin, das den Schlaf- Wachrhythmus reguliert und für die Abwehr von Krebszellen wichtige Funktionen erfüllt. Die Liste ließe sich noch weiter fortsetzen und bestätigt auf biologischer Ebene, dass die sozialwissenschaftlich gefundenen Erkenntnisse über die große Bedeutung des Singens für ein gelingendes Leben auch ihre naturwissenschaftlichen Entsprechungen haben. Durch Singen kann jeder seine naturgegebene eingebaute Hausapotheke aktivieren. Das weiß auch der Volksmund, wenn er sagt: „Drückt´s dich wo, sing dich froh“.

Vom Vertrauen

Das vermutlich Wichtigste beim Singen ist, dass es sicher und schon nach kurzer Zeit Angst auflöst. Beim Singen werden die biologischen Marker von Angst „gelöscht“. Zwerchfellhochstand und flacher Atem zum Beispiel, die immer mit Angst einhergehen, verschwinden beim Singen. Angst ist in unserer Gesellschaft zur zentralen Antriebsfeder geworden. Durch die Folgen gefährden wir unser Menschsein, weil Angst so für die meisten Menschen zur dauerhaften Grundstimmung geworden ist. Dauerangst zersetzt den Menschen und die Gesellschaft. Wir werden dabei schleichend zutiefst seelisch und dann auch körperlich krank.

Singen wirkt bei Angst besser als jedes Antiangstmittel der Pharmaindustrie. Denn es erzeugt zugleich Glücksbotenstoffe, was keines dieser Mittel kann. Es kostet nichts, erzeugt keine Nebenwirkungen und erzeugt vor allem Vertrauensstrukturen in der Psyche und das Selbstvertrauen, die Welt und unser Erleben gestalten zu können.

Vom Lebensbogen

Singen ist für alle gesund. Besonders für Kinder, so der Neurobiologe Gerald Hüther: „Es ist eigenartig, aber aus neurowissenschaftlicher Sicht spricht alles dafür, dass aus der Perspektive einer Leistungsgesellschaft die scheinbar nutzloseste Leistung, zu der Menschen befähigt sind – und das ist unzweifelhaft das unbekümmerte, absichtslose Singen – den größten Nutzeffekt für die Entwicklung von Kindergehirnen hat. Und wer seine Singfähigkeit in der Kindheit entfalten konnte, der kann diese Effekte später über den ganzen Lebensbogen bis ins Alter nutzen. Denn Singen fördert in jeder Lebensphase die Potenzialentfaltung des Gehirns.“

Die Bedeutung unseres Gehirns für unsere Gesundheit ist entscheidend, denn wie der Nobelpreisträger und Neurobiologe Eric Kandel sagt, gibt es nichts in unserem Körper, das nicht von der gesunden Funktionsweise unseres Gehirns abhängig ist.

Von unserer Zukunftsfähigkeit

Natur ist heute in jeglicher Form bedroht. So auch das Singen als unsere natürliche Möglichkeit, unseren Gefühlen eine unmittelbare Sprache zu geben. Die Rückbesinnung auf unsere natürlichen Lebensgrundlagen, auf Lebensformen in Resonanz mit der Natur ist die Herausforderung unserer Zeit. Durch Singen können wir unsere seelische und körperliche Resonanzfähigkeit gestalten, unsere Fähigkeit zu liebendem Verbundensein mit uns selbst und anderen. 

Durch Singen lernen wir neben der Freude auch auf die Feinheiten der Melodien zu hören, auch der Sprachmelodien, die Seelenbotschaften enthalten und deren Entschlüsselung für einen gelingenden Dialog unerlässlich ist. Unser Körper ist im besonderen Sinne ein Musikinstrument. Wenn wir singen, können wir das Einmalige erleben, zugleich Spieler, Instrument und Zuhörer zu sein und dabei unsere Stimmung zum Ausdruck bringen. Es ist für die Qualität unseres Lebens nicht gleichgültig, ob wir dieses Instrument spielen oder nicht. Singen ist nicht ersetzbar. Singen entfaltet die Persönlichkeit und fördert die körperliche und seelische Gesundheit.

Alles, was wir heute schon sehen können, lässt uns begründet vermuten, dass die in ihrem Umfang nur zu ahnende vollständige Entfaltung des singenden Menschen einen entscheidenden Beitrag zu unserer Zukunftsfähigkeit leisten kann. Denn Singen ist unsere Sprache des Fühlens, in der wir bisher noch stammeln. Durch Singen entfaltet sich nachweislich unsere Empathiefähigkeit und das scheint das Wichtigste zu sein, was wir in Zukunft brauchen. Der berühmte Geiger Sir Yehudi Menuhin sagte in seiner Funktion als Schirmherr von Il canto del mondo, dem internationalen Netzwerk zur Förderung der Alltagskultur des Singens, einmal: „Wenn wir Menschen uns selbst als Klangkörper, als Musikinstrument in der Sinfonie der Schöpfung begreifen und uns singend immer wieder aufs Neue befrieden lernen, dann können wohlmöglich – mit unserer eigenen Gesundung durch die Musik einhergehend – auch die durch uns verursachten Verwundungen der Erde heilen.“

Von den Wurzeln

Das Wissen um die Heilkraft des Singens können wir in den geistigen Traditionen fast aller Völker finden. In ihren Weisheitslehren wird nicht nur die dem Singen innewohnende Heilkraft gerühmt, sondern auch als einzigartige Möglichkeit für die geistige und seelische Entwicklung. Der Neurobiologe Gerald Hüther schreibt: „Wer wieder in Kontakt mit sich selbst und seinen verborgenen Potenzialen kommen will, sollte das freie, unbeschwerte Singen wiederentdecken. Es vertreibt Angst bedingte Verkrampfungen und stärkt all jene neuronalen Netzwerke, die eine positive Lebenshaltung vermitteln.“

Von der Praxis

Die Entdeckung des Singens als Weg der Selbstentfaltung und Selbstheilung steht jedem offen. Dabei ist es gleichgültig, ob andere meinen, man hätte eine gute Stimme. In den letzten dreißig Jahren war die praktische und wissenschaftliche Erforschung der Heilkraft des Singens mein Lebensthema. Daraus sind in den letzten Jahren zahlreiche Konzepte des Heilsamen Singens wie auch das von der überlieferten Chinesischen Medizin inspirierte Meridian-Singen entstanden. Auch wenn dieser neue Umgang mit dem Singen erst langsam seine Kreise zieht, fanden schon viele hiermit einen Weg zu ihrer Stimme und zu ihren Potenzialen.

Praktische Tipps zum heilsamen Singen

Jeder kann singen und jeder kann die heilsamen Kräfte, die mit dem Singen entfaltet werden, für sich nutzen lernen. Die meisten haben allerdings zuerst einmal erlernte Hemmungen und Blockaden. Die haben ihre Gründe und können relativ leicht überwunden werden, wenn Sie den Mut haben zu beginnen und zu sich zu stehen, so wie Sie eben sind. Dafür ist es gut, wenn Sie sich und Ihr Singen vielleicht zuerst einmal alleine im geschützten ruhigen Raum entdecken. Es ist eine Art Meditation. Wichtig ist dabei immer, dass Sie dafür gesorgt haben, dass Sie niemanden ungewollt stören und auch nicht gestört werden. Wenn Sie es alleine versuchen, können Sie einfach nur erst einmal einige Zeit lang wonnig und ausgiebig stöhnen und so die Stimme aktivieren. Dann können Sie beliebige angenehme, lang gezogene Töne produzieren und erspüren, wie Sie sich damit von Innen her in Schwingung bringen. Das alleine wirkt schon. Es muss nichts Besonderes sein, um gut zu tun. Es muss nichts geleistet werden. Schlüssel ist Ihre Bereitschaft zur Selbstwahrnehmung. Lauschen Sie Ihrem klingenden Atem. Wichtig ist vor allem, dass Sie sich dabei nicht selbst bewerten, sondern einfach beim Tönen Ihre Wahrnehmung nach Innen richten und alles einfach erspüren und erhören, was dabei geschieht. Dabei entsteht schnell ein angenehmes Körpergefühl und es tauchen vielleicht Bilder und Gedanken auf. Sie können mit der Stimme eine Entdeckungsreise durch unbekannte Bereiche Ihres Inneren beginnen. Folgen Sie beim Singen und Tönen der Spur der Wonne und des wachsenden Wohlbefindens. Geben Sie keinen Druck auf die Töne, sondern lassen Sie sie einfach fließen. Wenn Sie sich die Zeit nehmen, einmal mehr als 20 Minuten intensiv zu tönen und zu singen, werden Sie die volle Wirkung der endokrinen Aktivierung zum Beispiel der Glückshormone erfahren. Je leidenschaftlicher Sie sich Ihrem Singen hingeben, desto größer die Wirkung.

Oft haben wir als Kinder negative Erfahrungen mit dem Singen gemacht, vor allem durch negative Bewertungen. Das Vorsingen in der Schule war für viele ein Trauma. All das können Sie neu prägen durch neue Erfahrungen. Lassen Sie sich von Bewertungen anderer nicht einengen. Entdecken Sie das Tönen und Singen in der Badewanne, im Auto, in der Natur, wo immer Sie wollen. Das Mitsingen zum Radio oder zu CDs kann sehr hilfreich sein. Spielen Sie mit Ihrer Stimme und erfinden Sie Melodien – die Wirkung wird Sie überraschen!

(Teilnehmer-)Stimmen

„Das regelmäßige heilsame Singen war für mich nach vielen Jahren der verzweifelten Suche ein erster nachhaltig erfolgreicher Weg, meine Ängste in den Griff zu bekommen. Ich hatte schon die Hilfe von verschiedenen Therapeuten in Anspruch genommen. Aber ich konnte es so leider letztlich nicht auflösen, auch wenn ich die Zusammenhänge glaube ich gut verstand... Und es wirkt bei mir fast sofort...“ (Christiane, Lehrerin, 49 Jahre)

„Viele Jahre hatte ich Schlafstörungen, habe viele Dinge versucht, aber nur mit geringem Erfolg... Durch das heilsame Singen habe ich gelernt, beengende Muster in meinem Leben zu entdecken, alte Wunden zu heilen und vielen Menschen zu verzeihen. Heute ist mein Schlaf wieder gut...“ (Adrian, Postbeamter, 38 Jahre)

„Nach einer langen depressiven Lebensphase kann ich mich jetzt mit dem Singen immer wieder selbst in eine Stimmung der Zuversicht und Tatkraft tragen.“ (Maria, Sozialarbeiterin, 36 Jahre)

Auch in der Therapie finden die Möglichkeiten des Heilsamen Singens zunehmend Eingang. „In den Heiligenfeld Kliniken wenden wir die Methode des heilsamen Singens nach Karl Adamek seit Jahren erfolgreich an. Die Ergänzung therapeutischer Arbeit durch die besonderen Potenziale des Singens zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte halte ich für eine wichtige Zukunftsentwicklung“, so Dr. Joachim Galuska, Ärztlicher Direktor der Heiligenfeld Kliniken.

„Das Lauschende Singen, wie es von Carina Eckes und Dr. Karl Adamek entwickelt wurde, ist ein Herzstück meiner Arbeit geworden. Im Bereich der Seelsorge kann es im wahrsten Sinn des Wortes er-lösende Prozesse fördern. Auch erlebe ich immer wieder, wie es für Menschen ganz verschiedener Vorprägungen einen gemeinsamen Raum spiritueller Erfahrung öffnet. Wichtig ist mir bei beidem auch die ständige, viel zu lange vernachlässigte Einbeziehung des Leibes in das Geschehen.“ (Irene Sonnabend, Pfarrerin)

Der Direktor des Instituts für Musiktherapie an der Hochschule für Musik und Theater Prof. Dr. Hans-Helmut Decker-Voigt meint: „Karl Adamek, sein Wissen und seine Wissenschaft um und vor allem für das verlorene Singen im Alltag, sind für mich seit mehr als drei Jahrzehnten ständig zunehmend mehr als die Verbindung von Wissenschaft und Kunst, von Wissen und Können: Sie sind Lebenshilfe für unsere singstimmlose Gesellschaft und elementar wichtige Hilfestellungen für manche (Psycho-)Therapie der Einzelnen und dramatisch zunehmend auch Vereinzelten unserer derart postmodernen Gesellschaft.“

Weiterführende Informationen

Kurse zum Heilsamen Singen:
www.karladamek.de
Il canto del mondo e.V - Internationales Netzwerk zur Förderung der Alltagskultur des Singens: www.cantomondo.de
Literatur zum Heilsamen Singen:
www.cantoverlag.de

Der Autor, Karl Adamek, arbeitet freiberuflich als Sozialwissenschaftler, Musiker und Dozent. Er promovierte zum Dr. phil., wurde Pionier der Singforschung und initiierte vielfältige Projekte der Sozialkunst. Er gibt seine Kunst des Heilsamen Singens in Weiterbildungen an interessierte Laien und Menschen aus helfenden und heilenden Berufen weiter.

Literatur

Karl Adamek: Singen als Lebenshilfe. Waxmann Verlag 1996; Karl Adamek: Die Stimme – Quelle der Selbstheilung. Mit drei Übungs-CDs. Canto Verlag Dortmund 2007; Alfred Schultz: Singe JA - Lebe JA. Heilsames Singen als therapeutische Ressource. Mit einer Audio CD von Karl Adamek. Canto Verlag Dortmund; Wolfgang Bossinger: Die heilende Kraft des Singens. Traumzeit Verlag

CDs

Karl Adamek & Carina Eckes: Meridian Mantren. Wege zum Heilsamen Singen. Canto Verlag

 

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