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Startseite > Alternative Therapien > Feuerlaufen FeuerlaufenFeuerlaufen gilt als Motivations-Power-Seminar. Der unversehrte Glutgang ist ein uraltes Initiationsritual und gilt als Königweg zur eigenen Bewusstheit. Moderne Feuerlaufseminare erschließen verschüttete Ressourcen, fördern die Eigenverantwortung, schulen Konzentration und Intuition – besonders aber die Fähigkeit, in stressigen Situationen gelassen und hellwach zu handeln. In stockfinsterer Finsternis lodert gespenstisch ein Feuer. Funken sprühen zum nachtschwarzen Himmel empor, knisternd und prasselnd – sinken herab und verlöschen. Der Mond, der für einen Augenblick hinter den Wolken auftaucht, beleuchtet eine gespenstische, unheimliche Szene. Um einen Scheiterhaufen stehen Menschen, die sich an den Händen haltend einen Kreis um das Inferno gebildet haben und Feuerlauflieder singen. Zum Beispiel:
Dieses Lied beschreibt klar und einfach den Sinn des Feuerlaufs. Es geht darum, den Verstand, den übermächtigen Intellekt als Lebensgestalter zu entlassen, zu schauen, was da weiterhin zu finden ist und das Gefundene weiterzugeben. Was passiert bei einem Feuerlaufseminar?Es geht um eine tiefgreifende Selbsterfahrung. Um das unauslöschliche Erleben der eigenen verschütteten Kraftquellen, deren Freisetzung und diese erfahrenen Fähigkeiten in den Alltag zu übertragen. Während des Singens löst sich die eine oder der andere aus dem Kreis, tritt vor das Feuer und wirft einen beschriebenen Zettel in die Flammen. Dabei wird die beißende Hitze hautnah verspürt, die nur schwer auszuhalten ist. Einigen kommen Zweifel, ob sie später wirklich über die Glut gehen sollen. Auf dem Zettel ist aufgeschrieben, was durch die Teilnahme an dem Seminar erreicht werden soll und wozu die für den Feuerlauf erforderliche und verfügbare Energie bewusst gemacht werden soll. Nach dieser ersten Konfrontation mit dem machtvollen Element Feuer geht es zur mentalen, Vorbereitung in den Gruppenraum zurück. Vorbereitung und DurchführungIn alten Zeiten haben zur Durchführung dieses multikulturellen Rituals – es wurde beispielsweise in Indien, Griechenland, auf Hawaii durchgeführt – 14-tägige Meditationen in völliger Abgeschlossenheit zur Verfügung gestanden. Diese Zeit ist heutzutage nicht verfügbar, so dass die Vorbereitung innerhalb einiger Stunden erfolgen muss – wobei das oberste Ziel der unversehrte Glutgang ist. Dazu ist ein innerer Zustand zuversichtlicher Ruhe, gelassener Abgeklärtheit und der felsenfesten Glaube an das Gelingen erforderlich. Vom Lärm gestresste und in der Hektik lebende, moderne Menschen können grundsätzlich nicht von jetzt auf gleich auf gelassene Ruhe umschalten und jene meditative Haltung einnehmen, die als wesentliche Voraussetzung für einen unversehrten Glutgang erachtet wird. Daher wird mit einer Tanzmediation begonnen, mit der der Stress einfach abgeschüttelt wird. Anschließend suchen sich die TeilnehmerInnen eine(n) PartnerIn, um in Dyadenübungen über Ängste und das Ziel ihrer Seminarteilnahme zu sprechen. Rauchentwöhnung, Arbeitsplatzwechsel oder Beziehungsschwierigkeiten sind die zentralen Themen. Probleme anzusprechen, sie bewusst zu machen und jemand anderem mitzuteilen, ist hilfreich. Natürlich aber geht es um das anschließende erfolgreiche Handeln, wozu es außer Mut auch Wissen um das „Wie“ braucht, um die Lage zu meistern. Das zu vermitteln ist Ziel des Seminars. Der Feuerlauf als stellvertretende „Feuerprobe“ für erfolgreiches Handeln in Alltagssituationen. Während der Vorbereitung machen sich die Probanden klar, was sie wie und mittels welcher Ressourcen machen wollen und können. Es geht also darum:
Dass diese Anforderungen zu bewerkstelligen sind, wird durch den Feuerlauf belegt. Die Probanden, die nach der ersten Konfrontation mit der Feuersbrunst klar erkennen auf was sie sich eingelassen haben, sind nunmehr sehr aufmerksam. Durch eine geführte Meditation tanken sie Kraft, erleben den Feuerlauf mental und sehen sich heil und unversehrt ein breites, flimmerndes Glutbett durchschreiten. Jede/r wird aufgefordert positiv auszusagen, dass sie/er heute unverletzt durch das Feuer geht. Die Gruppe spürt, ob hinter dieser Aussage die ganze Persönlichkeit steht, oder ob es sich um ein oberflächliches Lippenbekenntnis handelt. Mir verraten Mimik, Gestik und Stimme die Ernsthaftigkeit der Aussage und geben mir die Möglichkeit zu intervenieren. Als abschließende Übung mache ich den Feuerlauf – über eine rote Decke laufend – praktisch vor und verweise dabei auf die aufrechte Körperhaltung und das zügige Gehen mit dem ausströmende Atmen. Dann geht es wieder hinaus zum Feuer, das inzwischen heruntergebrannt ist und zu einem ungefähr 5 Meter langen Glutteppich auseinander geharkt wird. Die TeilnehmerInnen bilden wieder – dieses Mal schweigend – einen Kreis. Es ist still und die Spannung fühlbar. Wer geht zuerst? Das ist der oder die Teilnehmerin, die oder der „den Ruf des Feuers“ vernommen hat. Es ist wie ein Gezogenwerden. Sich aus dem Kreis lösen, vor das Glutbett stellen, eine letzte tiefe Konzentration, dann tief einatmen und mit dem ausströmenden Atem barfuß hinein und durch die gleißende, flimmernde Glut... Je nach Temperament geht die eine ruhig, gelassen und zuversichtlich, während ein anderer die innere Spannung durch geballte Fäuste ausdrückt. Am Ende das Glutganges befindet sich ein Wasserbecken in das die Füße eingetaucht werden, um eventuell anhaftende Glutstücke zu löschen. Mit jedem erfolgten Lauf steigt die Stimmung. Es herrscht eine ungeheure, spürbare Kraft und Freude. Manche gehen gleich noch einmal, oder wir bilden eine Schlange, indem wir uns an den Händen fassen und gemeinsam durch die Glut laufen. Die nach dem Lauf auf höchstem Level befindliche Energie, der ressourcevolle Zustand wird direkt „geankert“. D.h. eine typische Geste wird mit dem erfolgreich beendeten Lauf gekoppelt. Falls im Alltag Situationen auftreten, die den Einsatz aller verfügbaren Ressourcen erfordern, dann kann dieses unauslöschliche Erfolgserlebnis direkt abgerufen werden. Durch das Wissen um das Wechselspiel von Körperhaltung und innerer Repräsentation kann sich jede/r in den höchst ressourcevollsten Zustand versetzten, der auch auf die Umgebung ausstrahlt und Erfolg herbeiführt. Transfer in den AlltagDie TeilnehmerInnen haben außer dem unversehrten Feuerlauf ihre anstehenden Vorhaben ermittelt. In der „Manöverkritik“ wird zunächst bewusst gemacht, dass Routinearbeiten uns quasi automatisch handeln lassen, während wir bei ungewohnten, riskanten und neuen Aufgaben zögern und überlegen. Die übliche, alt gewohnte Vorgehensweise ist der intellektuelle Weg, der sicherlich seine Berechtigung und Vorzüge hat und doch nur einen Teil unserer Möglichkeiten ausmacht. Der Feuerlauf hat klar aufgezeigt, über welche ungenutzten, verschütteten und machtvollen Ressourcen wir außerdem verfügen. Und den Zugang dazu erschließt das uralte Ritual des Feuerlaufens in unübertrefflicher Weise. Der in unmittelbarem Anschluss an den Feuerlauf „installierte Anker“ wird nun auf das erstrebte Ziel angewandt. Zielerkennungskriterien werden erarbeitet und abgeklärt, welche Ereignisse eintreten müssen, damit der angestrebte Wunsch erfüllt ist. Flexibilität wird bewusst gemacht, um nicht einseitig vorzugehen oder sich auf lediglich eine Lösungsmöglichkeit zu versteifen. Ich selbst habe zahlreiche Seminare besucht und nach einiger Zeit die tollen Postulate und Affirmationen, Merksätze einfach vergessen. Ich wette jedoch, dass niemand den selber erlebten Feuerlauf je wieder vergisst. Dipl.-Kfm.Wilfried E. Bartsch
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