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Psychokinesiologie

Die positive Veränderung in Ihrem Leben

Der Begriff Kinesiologie setzt sich zusammen aus den griechischen Worten kinesis – Bewegung und logos – Sinn, Geist und bedeutet übersetzt die Lehre von der Bewegung.

Schon die Mayas kannten den Muskeltest

Kinesiologie oder „der Muskeltest“ hat seit der Entdeckung durch George Goodheart weltweit große Verbreitung gefunden. Der Ursprung reicht allerdings noch weiter zurück. Schon die Mayas benutzten den Muskeltest, um trinkbares von nicht trinkbarem Wasser zu unterscheiden.

Man kann den Muskeltest sowohl im Stehen als auch im Liegen durchführen. Beim Testen stehen sich Tester und Klient gegenüber, und der Klient streckt den linken Arm horizontal zur Seite aus. Der Tester fordert den Klienten auf, den Arm zu halten und drückt dann den Arm am Handgelenk für ca. 2 Sekunden mit ansteigendem Druck nach unten. Es wird nur so fest gedrückt, dass der Tester feststellen kann, ob der Klient den Arm gegen das Herunterdrücken sperren kann.

Stress und Ungleichgewicht, entweder auf der körperlichen Ebene oder, wie bei der Psychokinesiologie, auf der psychischen Ebene, zeigen eine Veränderung im autonomen Nervensystem an und werden durch den Muskeltest sichtbar gemacht. Es ist wichtig, dass der Behandler neutral und wertfrei testet.

Der deutsche Arzt Dr. Dietrich Klinghardt ist der Begründer der Psychokinesiologie. Ziel der Psychokinesiologie ist es, durch den Muskeltest einen Dialog mit dem Unterbewusstsein des Klienten zu führen, um so den Ursprung eines physischen, psychischen oder mentalen Problems aufzuspüren und zu lösen. In unserem Unterbewusstsein sind alle Kindheitserinnerungen vom Zeitpunkt der Zeugung an gespeichert. Manchmal reichen die Erinnerungen auch bis in das Familiensystem, wenn es sich um ererbte Konflikte handelt.

Wir alle haben viele dieser „unerlösten seelischen Konflikte“, wobei es ganz unterschiedlich ist, wann und in welcher Form diese Konflikte unser Leben beinträchtigen. In der Regel sind solche Konflikte dadurch entstanden, weil es uns nicht möglich war, unsere Gefühle angemessen auszudrücken.

Ereignisse, die einen unerlösten seelischen Konflikt hinterlassen, können z.B. sein:

  • Schwangerschaft, wenn negative Gefühle der Eltern zum Lebensthema des Kindes werden
  • Geburt durch unsensible Ärzte und Hebammen oder Geburt durch Kaiserschnitt oder Saugglocke
  • Geburt von Geschwistern, Kinderkrankheiten, Erlebnisse in Kindergarten, Schule
  • Krankheiten oder Scheidung der Eltern
  • Unfälle, Umzug
  • Tod eines geliebten Menschen usw.

Auch einschränkende Glaubenssätze können Konflikte auslösen. Wenn ein Kind z.B. unerwünscht war, kann dies zu dem Glaubenssatz führen: „Ich verdiene es nicht, geliebt zu werden“, oder „ich bin nicht gut genug“, wenn vielleicht der ältere Bruder immer als Vorbild hingestellt wurde, weil er in der Schule die besseren Noten hatte.

Die Behandlung

Nach einem ausführlichen Gespräch und einiger Vortests kommuniziert der Behandler durch den Muskeltest mit dem Unterbewusstsein des Klienten, bis der Ursprungskonflikt und das dazu gehörige Gefühl aufgedeckt ist.

Solche Gefühle können z.B. sein: „sich verloren und einsam fühlen“, wenn das Baby direkt nach der Geburt von der Mutter getrennt wurde, oder auch „heimatlos“, wenn der Großvater aus Schlesien vertrieben wurde.

So individuell die Erlebnisse und Konflikte der Klienten sind, so individuell ist auch die jeweilige Behandlung. Ziel ist es jedoch immer, dass sich die angestauten Gefühle entladen und neurophysiologisch vom Nervensystem entkoppelt werden. Dies geschieht durch Beklopfen von bestimmten Akupunkturpunkten, spezielle Augenbewegungen oder Farben.

Wenn es sich um einen ererbten Konflikt aus dem Familiensystem handelt, lässt sich die Psychokinesiologie auch wunderbar mit der Aufstellungsarbeit von Bert Hellinger verbinden, indem man den Klienten zu einer Visualisierung mit der Person aus dem Familiensystem anleitet und wie in der Aufstellung selbst die Lösung im „Kopf“ erarbeiten lässt.

Fallbeispiele:

Ein 7-jähriger Junge verweigert im 2. Schuljahr plötzlich jegliche Mitarbeit. Es stellt sich heraus, dass der Konflikt des Jungen in seiner Geburt begründet liegt. Diese war für Mutter und Kind lange und schwer, außerdem wurden Narkosemittel verwendet. Dabei manifestierte sich bei dem Kind der Glaubenssatz: „Das Leben ist zu schwer für mich, ich schaffe es nicht.“

Dieser Glaubenssatz kam immer dann zum Tragen, wenn Lernen mit Anstrengung gekoppelt war. Dadurch war er wie gelähmt und konnte nichts tun. Der Mutter fiel dann ein, dass das Kind auch Krabbeln nur mit Hilfe einer Therapeutin gelernt hatte.

Nachdem dieser Konflikt entkoppelt war und der einschränkende Glaubenssatz in freimachende Glaubenssätze wie: „das Leben ist leicht, Schule macht Spaß, Lernen ist leicht“, umgewandelt wurde, trat innerhalb von wenigen Wochen eine Veränderung ein.

Ich durfte diesen Jungen kinesiologisch weiter begleiten. Er ist heute 18 Jahre alt und war die gesamte Schulzeit über ein sehr guter Schüler, ohne viel dafür zu tun.

Ein anderes Beispiel, das die Wirksamkeit der Psychokinesiologie deutlich macht, ist das einer 26-jährigen Frau, die sich seit 4 Jahren verzweifelt ein Kind wünschte. Schulmedizinisch war festgestellt worden, dass die junge Frau körperlich gesund war, bei dem Ehemann wurden allerdings Krampfadern in den Hoden und zu wenig bewegliche Spermien diagnostiziert und bei Kinderwunsch eine OP angeraten.

In der Sitzung arbeiteten wir heraus, dass die Klientin in einem Zwiespalt war, sie wünschte sich zwar ein Kind, hatte aber gleichzeitig Angst vor der Verantwortung. Die Angst vor der Verantwortung wurde abgelöst.

Vier Wochen später war die Klientin schwanger, und 18 Monate nach dem ersten Kind kam das zweite gesund auf die Welt. Der Ehemann ist bis heute nicht operiert worden. 

Echte Lebenshilfe

Damit kein Irrtum entsteht, es geht nicht immer so schnell und so einfach. Aber die Psychokinesiologie ist eine echte Lebenshilfe und eine kraftvolle Methode, die eigenen lebensfeindlichen Barrieren zu erkennen und zu überwinden.

Das Natürliche in uns ist lebensbejahend, freiheitsliebend, positiv, kreativ, liebevoll und gesund. Wenn wir unsere seelischen Konflikte lösen und erlösen, werden wir innerlich freier und gelassener, übernehmen die Verantwortung für uns und unser Leben und können plötzlich das ändern, was uns nicht gut tut.

 

Guna Krause

 

Nähere Informationen unter:

GunaKrause@gmx.de

 

Quelle: BALANCE 2/2004

 

 

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