|
|
![]() |
![]() |
|
|
Startseite > Themen > Alternative Therapien > Thai Massage NUAD BO RARN„Die Traditionelle Thai-Massage ist eine einzigartige Form der Körpertherapie, deren Wurzeln weit in die Vergangenheit zurückreichen. Sie vereint Elemente sanfter Bewegung, tiefer Dehnung und rhythmischen Drucks zu einer besonderen therapeutischen Massage-Erfahrung.“ (Thai-Massage-Schule, Chiang Mai) Viele Thailandurlauber schätzen die authentische Traditionelle Thailändische Heilmassage (TTM) als etwas Einmaliges und Ungewöhnliches. Diese ganzheitliche und jahrtausendealte Heilmethode hat keinesfalls etwas mit dem zu tun, was in den Rotlichtbezirken von Bangkok angeboten wird!!! Leider entlockt aber den meisten Menschen die bloße Erwähnung der Thailändischen Massage immer noch ein süffisantes Lächeln und die ein oder andere zweideutige Bemerkung, was aber wohl in den meisten Fällen eher darauf zurück zu führen ist, dass die TTM hierzulande noch sehr unbekannt ist. Darüber hinaus erhalten insbesondere weibliche Therapeuten wieder und wieder recht eindeutige telefonische Anfragen bezüglich vermeintlich enthaltener „Sonderleistungen“. Dies ist eine Tatsache, die – und das sage ich aus eigener Erfahrung – einer Therapeutin schon die Freude an der Körperarbeit verleiden kann. Eine Kollegin sagte mir einmal, dass sie phasenweise gar nichts mehr mit der Traditionellen Thailändischen Massage zu tun haben wollte! Zeit also, um einmal mit allen Vorurteilen und Dogmen aufzuräumen und ein Portrait dieser wunderbaren Form der Körperarbeit zu zeichnen. Geschichtliches„Wenn irgend jemand in Siam (Thailand) krank ist, beginnt er damit, seinen ganzen Körper von jemandem, der darin geübt ist, bearbeiten zu lassen. Dieser macht sich über den Körper des Kranken her und trampelt ihn unter seinen Füßen.“ (Simon de la Loubere, 1690, französischer Gesandter am königlichen Hof in Thailand.) NUAD BO RARN wird im Allgemeinen mit „Uralte Massage“ übersetzt und ist – neben der Kräuterheilkunde, der Ernährungslehre und den spirituellen Zeremonien – eine der Säulen der Traditionellen Thailändischen Medizin. Folgt man dieser Behandlungsform jedoch bis zu Ihren Wurzeln, dann wird man feststellen, dass sie ursprünglich aus Indien kommt. Als ihr Begründer vor mehr als 2500 Jahren gilt ein nordindischer Arzt namens Jivaka Kumar Bhaccha. Er war ein Zeitgenosse und Freund Buddhas und Leibarzt am Hofe des Magadha-Königs Bimbisara. Mit der Verbreitung des Buddhismus kam diese Form der Massage schließlich nach Thailand, wo sie zunächst nur von Mönchen in den traditionellen Klöstern – „Wat“ genannt – praktiziert und von Generation zu Generation ausschließlich mündlich überliefert wurde. Eine erste schriftliche Dokumentation der Traditionellen Thailändischen Heilmassage erfolgte auf Palmblättern in Pali-Sprache und Khmer-Schrift, die aber bei einem Überfall der Burmesen auf die Königsstadt Ayutthia im Jahr 1776 fast vollständig durch ein Feuer vernichtet wurden. Der siamesische König Rama III. schließlich, ließ die noch vorhandenen Schriften im Jahr 1832 in Stein meißeln und in die Mauern des Zentrums der Thailändischen Medizin – des Wat Pho in Bangkok – einmauern. Dort sind sie noch heute zu bewundern. In der heutigen Zeit wird die Traditionelle Thailändische Heilmassage in Thailand gelehrt und im Rahmen der traditionellen Medizin angewandt. Aufgrund der wachsenden Popularität asiatischer Heilmethoden, hat sie Ihren Weg nun auch in den Westen gefunden. WirkungsweiseWährend der TTM, die am vollständig bekleideten Patienten auf einer Bodenmatte und nicht auf einer Liege durchgeführt wird, werden zum einen sämtliche Gelenke passiv mobilisiert und Muskeln gedehnt. Dies bewirkt eine Auflösung von Blockaden, die den natürlichen Fluss der Lebensenergie behindern. Die TTM wird auch als „Passives Yoga“ bezeichnet, da der Therapeut den Patienten ohne dessen Zutun in verschiedene Yogapositionen bewegt. Die TTM orientiert sich im Wesentlichen an Energielinien und Reflexpunkten, die denen der chinesischen Medizin nicht unähnlich sind. Von den 72.000 bekannten Energielinien – Sen-Linien genannt – der thailändischen Medizin, werden bei der TTM die zehn wichtigsten bearbeitet. Innere Organe werden so gestärkt und ihre Funktion harmonisiert. Massiert wird mit den Händen und mit den Füssen, was für den Therapeuten eine gewisse körperliche Fitness voraussetzt. Auf der physischen Eben bewirkt die TTM in erster Linie einen Abbau von Verspannungen, Verhärtungen und Muskelverkürzungen. Es kommt zu einer Anregung der Selbstheilungskräfte und zu einer Förderung der Entgiftungs- und Ausscheidungsleistung des Körpers. Weiterhin werden Kreislauf und Stoffwechselabläufe positiv beeinflusst. Die TTM wirkt in ihrer Ganzheitlichkeit jedoch auch auf der geistigen und seelischen Ebene. Sie bringt den Patienten in die Ruhe, lässt ihn seine Mitte finden und bewirkt somit eine Regeneration und den Ausgleich des vegetativen Nervensystems. Hervorragend geeignet ist die TTM somit zur Unterstützung bei Unruhe und Schlafstörungen, Erschöpfungszuständen und Vitalitätsverlust, Stress- und Schmerz-Syndromen,Verhärtungen, Verspannungen und Verkürzungen der Muskulatur, Bewegungseinschränkungen, Trägheit des Stoffwechsels, vegetativem Ungleichgewicht und depressiven Verstimmungen. DurchführungEine komplette Behandlung beginnt an den möglichst frisch gewaschenen Füßen des Patienten und endet am Kopf. Eine vollständige Ganzkörperbehandlung, die im Rahmen der „Ganzheitlichkeit“ dieser Massage ausdrücklich erwünscht und angezeigt ist, dauert in der Regel 2 bis 2,5 Stunden. Voraussetzung für eine optimale Entspannung ist bequeme Kleidung, etwa leichte Sportbekleidung, die nicht einengt und die größtmögliche Bewegungsfreiheit erlaubt. Da der Patient über einen längeren Zeitraum hinweg entspannt auf der Matte liegt, sollte darauf geachtet werden, dass ihm nicht zu kalt wird. Deshalb bieten sich lange Ärmel und Hosen und dicke Socken für die Füße an. Ein voller Magen ist bei den Dehn- und Streckübungen sehr unangenehm, deshalb sollte die letzte Mahlzeit am besten 1,5 Stunden vor der Behandlung eingenommen werden. Außerdem verzichtet man auf Hand- oder Fußcreme, da der Patient dem Therapeuten bei diversen Techniken sonst förmlich aus der Hand rutscht. Nach der Behandlung plant man idealerweise eine Ruhezeit ein. Unterstützend wirkt ein entspannendes Bad in Meersalz. Dies beugt dem eventuell auftretenden Muskelkater vor und fördert die Entgiftung. Um die Ausscheidung der gelösten Schlacken zu ermöglichen, empfiehlt es sich möglichst viel stilles Wasser oder Kräutertees zu trinken. Die Durchführung einer TTM ist nicht geeignet bei frischen Verletzungen, frischen Knochenbrüchen, akuten Infektionen, Schwangerschaft (bedingt), akuten Entzündungen der Gelenke, akuten Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems sowie Fieber. Laut Erlass des Bundesgesundheitsministeriums aus dem Jahr 2003, ist die Behandlung mit der TTM derzeit nur Ärzten und Heilpraktikern gestattet, da es sich um eine Heilbehandlung handelt und gewisse diagnostische Kenntnisse zum Ausschluss von Kontraindikationen vorausgesetzt werden. Abschließend ist zu sagen, dass das Vermächtnis des Jivaka Kumar Bhaccha ein einmaliges Erlebnis für Körper, Geist und Seele ist, das seinen festen Platz auch in der westlichen therapeutischen Praxis verdient hat. Auch ohne konkrete krankheitsbedingte Indikation, ist die Traditionelle Thailändische Heilmassage Mittel zur Gesundheitsvorsorge und Steigerung des Wohlbefindens. Weitere Informationen bei: In Balance – Ganzheitliche Therapien Heilpraktikerin Simone Weber mail: naturheilpraxis.simone.weber@web.de
Empfehlung des Webdesigners: Falls Sie Thai Massage "live" in Thailand erleben wollen (Weltklasse im heiligen Tempel "Wat Po" in Bangkok!), finden Sie exzellente Berichte und Infos über das Land und die Reise dorthin hier: www.thaiminator.de
|
BALANCE Heft-Abo aktuelles Heft
Copyright BALANCE ® online, 2001 - 2012 |