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Brustkrebs-Prävention

mit Hilfe der Infrarotanalytik

Trotz aller bisherigen Bemühungen um Früherkennung und weiterentwickelter Therapiemöglichkeiten ist das Mamma-Karzinom die häufigste Krebsart bei Frauen in Deutschland. Jedes Jahr erkranken allein in Deutschland etwa 42.000 Frauen an Brustkrebs.

Als Ende 2004 im Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ die Einschätzung des Epidemiologen Prof. Dieter Hölzel zu lesen war, überraschte dies viele Krebspatienten: „Was das Überleben bei metastasierten Karzinomen in Darm, Brust, Lunge und Prostata angeht, hat es in den vergangenen 25 Jahren keinen Fortschritt gegeben.“ Prof. Dieter Hölzel führt zusammen mit Onkologen das Krebsregister der Universität in München. Er bestätigt mit seiner Einschätzung die Ergebnisse seines Kollegen Ulrich Abel, der 10 Jahre vorher den Nutzen der Chemotherapie ebenfalls angezweifelt hatte. Ein Jahr hatte Abel, Uni Heidelberg, Studien zur Chemotherapie durchforstet, um dann festzustellen: „Bei den meisten Organkrebsen existieren keinerlei Belege dafür, dass die Chemotherapie – speziell auch immer mehr um sich greifende Hochdosistherapie – die Lebenserwartung verlängert oder die Lebensqualität verbessert.“

Dr. med. Achim Schuppert, Praxisklinik für Naturheilverfahren und ganzheitliche Krebsbehandlung in Bonn, vertritt die Ansicht, dass die schlechten Ergebnisse einerseits auf eine zu intensive und nebenwirkungsreiche Therapie zurückzuführen sind.

Andererseits führt er als mögliche Ursache die unzureichende und nicht an den Krebsursachen orientierte Nachbehandlung nach Operationen an. Hier werden nicht alle Möglichkeiten genutzt, um die Metastasenbildung zu verhindern.

Ein Tumor braucht Jahre, bevor man ihn ertasten oder anderweitig erfassen kann, und die Heilungschancen steigen vermutlich, wenn der Krebs früher diagnostiziert werden kann.

Neben der Mammographie bietet sich zur Früherkennung von Brustkrebs die Thermographie (Infrarotanalytik) an. Mit ihr ist es möglich, Störungen im Gewbe schon festzustellen, bevor ein Tumor überhaupt entsteht.

Mit Hilfe der Infrarotabstrahlung des menschlichen Körpers, die mit einer Infrarotkamera gemessen und mit einem Forschungsprogramm ausgewertet wird, erhält man Auskunft über die Schwere der Feldstörung im gemessenen Infrarotspektrum.

Was ist Infarotanalytik?

Die Infrarotanalytik ist eine schnelle völlig unschädliche Methode zur Untersuchung der Brust. Sie bedient sich einer hochsensiblen Wärmebildkamera, mit der der Arzt Aufnahmen des Körpers machen kann. Im Fall der Brustuntersuchung dient die Infrarotanalytik dazu, auffällige Bereiche der Brust zu registrieren und daraufhin zu analysieren, ob es sich um Tumorgewebe handeln kann.

Für Prof. Fritz Albert Popp und Dr. med. Klaus-Peter Schlebusch, die in Essen im Rahmen des ZDN, Zentrum zur Dokumentation für Naturheilverfahren e.V., seit einigen Jahren ein Forschungsprojekt mit der Infrarotanalytik durchführen, besteht Anlass zur Annahme, dass die Thermographie in der Lage ist, funktionelle Veränderungen der weiblichen Brust, z.B. die Gefäßbildung (Angiogenesis) aufzudecken, bevor ein bösartiger Tumor zu wachsen beginnt. Zusätzlich kann die Infrarotanalytik eine Krebstherapie begleiten. Der Verlauf der Behandlung kann dann jederzeit durch die Thermographie dokumentiert werden. Bei einer Mammografie besteht durch die ungenaue Darstellung des Gewebes das Risiko, dass Gewebsveränderungen als Tumore deklariert werden, die keine sind.

In einer amerikanischen Studie stellte sich heraus, dass lediglich 20% der beteiligten Frauen, denen aufgrund einer Mammographie eine Biopsie  nahe gelegt wurde, tatsächlich Krebs hatten.  Durch die Infrarotanalytik in Kombination mit der Mammographie könnten solche fälschlich angeordneten Eingriffe stark reduziert werden. Neuere Erkenntnisse der Biophysik geben Anlass zur Hoffnung, dass die Infrarotdiagnose einen Durchbruch in der Krebs-Diagnose und -Therapie erzielen kann.

Zielgruppe

Alle Frauen können von der Infrarotanalytik im Bereich der Brustuntersuchung profitieren. Sie eignet sich speziell für jüngere Frauen zwischen 30 und 50 Jahren, bei denen ein Tumor schneller wächst und deren dichteres Brustgewebe eine Mammografieauswertung schwierig macht. Sie kann aber auch von älteren Frauen jeden Alters in Anspruch genommen werden. Mit der Infrarotanalytik können neben Krebs auch andere Brusterkrankungen aufgespürt werden.

Untersuchung

Nach der Besprechung der Krankheitsgeschichte werden die Infrarotbilder aufgenommen. Der Test ist schnell und einfach. Hierzu müssen sich die Patientinnen der Kleidung entledigen, damit die Wärmestrahlung ihres Körpers ungehindert aufgenommen werden kann. Ihre thermografischen Bilder bleiben gespeichert und, einmal festgehalten, können jegliche Veränderungen bei einer Kontrolle festgestellt werden. Weitere Vorteile sind:

  • kein Eingriff
  • keine ionisierende Strahlung (Röntgen)
  • absolut schmerzlos
  • kein Abtasten oder sonstige physische Untersuchungen
  • schnell
  • prophylaktischvisuell fixierbar und dokumentierbar keine Nebenwirkungen
  • Verlaufskontrolle
Brigitte Seeger

 

Weitere Informationen:

ZDN Institut, Essen, Tel. 0201-74 50 44

info@familycare-duesseldorf.de

Quelle: BALANCE 1/2006

 

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