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Editorial Ausgabe 4/2007 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

oft sind es Zufälle, die uns innehalten lassen und uns zum Umdenken zwingen, die uns neue Impulse geben und unserem Leben eine neue Richtung geben. Mein „letzter Zufall“ kam in Gestalt eines acht Wochen alten Welpen zu mir, der unter solch schlimmen Verdauungsproblemen litt, dass er immer dünner wurde.

Dass Gesundheit heutzutage ein Geschäft ist, und dass sich am kranken Menschen mehr verdienen lässt als am gesunden, das wusste ich schon durch meine Arbeit an der Balance. Vor allem in den impfkritischen Beiträgen oder denen über die Jodierung der Lebensmittel haben wir oft darüber berichtet. Aber das auch die Gesundheit unserer Haustiere zu einem lukrativen Markt geworden ist, darüber hatte ich noch nachgedacht.

Nun musste ich es, und was ich bei meinen Recherchen herausfand, war erschreckend. Denn ich hatte meinem Welpen scheinbar kein nährstoffreiches Premiumfutter gegeben, sondern fein vermahlene Abfälle der Lebensmittelindustrie. Ich war so schockiert, als ich u.a. las, dass das, was harmlos als „tierische Nebenerzeugnisse“ deklariert wird, Hufe, Federn, Schnäbel, Kot und Urin sein können, dass ich unbedingt auch den Tierhaltern unter Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, davon berichten wollte. Glücklicherweise lernte ich die Tierheilpraktikerin Tatjana Lefarth kennen, die für Sie einen spannenden Artikel geschrieben hat, den Sie auf den Seiten 8 und 9 lesen können. Ihr erster Hund war an Epilepsie verstorben, und als auch der zweite daran erkrankte, begann sie, intensiv zu recherchieren, um die wirkliche Ursache dafür herauszufinden.

Heute „BARFen“ wir, d.h. wir ernähren unsere Tiere mit biologisch artgerechtem rohen Futter. Dass eine artgerechte Ernährung als B.A.R.F. bezeichnet wird, erinnert mich an die Zeit, als ich mein erstes Kind entbunden hatte. Denn damals kam das „Rooming-in“ auf. – Was das Natürlichste auf der Welt sein sollte, nämlich dass ein Neugeborenes ständig bei seiner Mutter ist, wurde seinerzeit als neue, innovative und fortschrittliche Idee propagiert.

Aber st das nicht in ganz vielen Bereichen so? Da wird z.B. das Getreide zu einem Mehl verarbeitet, an dem sich nicht mal Mäuse vergreifen würden, und indem man ihm dann das wieder zufügt, was man vorher entfernt hatte, kann man nun mit einem modernen, gesunden Produkt werben. – Doch glücklicherweise scheinen diese Zeiten dem Ende entgegen zu gehen. Immer mehr Menschen haben umgedacht und sich auf das Natürliche zurück besonnen.

In diesem Zusammenhang freue ich mich sehr darüber, Robert T. Betz als Autoren gewinnen zu können. In unserer neuen Rubrik „Das Leben verstehen lernen“ lehrt er uns, zu unserer inneren Natürlichkeit und damit zur Liebe zurück zu finden. Seinen ersten Artikel in dieser Reihe „Das Leben liebt den Ausgleich“ finden Sie gleich auf der folgenden Seite. Ich wünsche Ihnen eine spannende und unterhaltsame Lektüre.

Herzlichst Ihre

Anke Schmitz (Herausgeberin)

 

Anke Schmitz  

 

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