Balance1
Balance2

Editorial Ausgabe 1/2008 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

zur Winterausgabe Ihrer BALANCE heiße ich Sie auf das Herzlichste willkommen.

Die Winterausgaben fertigzustellen, das war in den vergangenen Jahren immer am anstrengendsten. Aber auf das Naheliegendste, nämlich einfach den Erscheinungsturnus einen Monat nach vorn zu verlegen, darauf bin ich beim besten Willen nicht gekommen. Stattdessen verlegte ich mich aufs Jammern. Meinen Kindern gegenüber, vor allem, als sie noch klein waren, hatte ich ein schlechtes Gewissen, weil es bei uns nicht so schön nach Weihnachtsplätzchen duftete, wie in den Wohnungen ihrer Freunde. Mir graute vor den Weihnachtsvorbereitungen, den Einkäufen, dem Befüllen der Adventskalender und Nikolausstiefel. Denn für nichts war genügend Zeit da, alles musste unter Zeitdruck und daher unter Stress geschehen. Das gab mir, wie ich fand, jeden nur erdenklichen Grund zu jammern, doch – aber das wusste ich „damals“ noch nicht: gerade das hielt mich in meinem Hamsterrad gefangen.

Durch die Arbeit an dieser Zeitschrift habe ich wundervolle Menschen kennen gelernt und durch sie wiederum andere wunderbare Menschen. Sie alle gaben mir immer wieder neue, bereichernde Gedankenanstöße, manche davon stellten gar mein Weltbild auf den Kopf. Vieles berührte mich tief, manches begleitete mich nur einen Teil des Weges, so als hätte es mich nur auf das vorbereitet, was danach kommen sollte.

Daher kann ich auch nicht sagen, dass das eine besser war bzw. ist als das andere, denn ich bin davon überzeugt, dass jede einzelne Begegnung, jede einzelne Erfahrung genau das richtige Puzzleteilchen war, das ich für meinen Weg benötigte. Und ich bin auch davon überzeugt, dass das für jeden gilt.

Die beiden wichtigsten Puzzleteilchen im letzten Jahr waren für mich Brandon Bays’ The Journey und Robert Betz. Beide führten mich nach innen und vor allem dorthin, wo ich lange Zeit nicht hinzusehen gewagt hatte: zu unterdrückten Ängsten, zu dem Bild, das ich noch immer von mir hatte, zu alten, noch nicht verheilten Wunden. Und ich lernte, dass nur das, was wir bereit sind, uns liebevoll noch einmal anzusehen, auch heilen kann.

Dieser Prozess hat ganz offensichtlich dazu geführt, dass das alte Muster in mir wegfiel, das mich in meinem Hamsterrad gefangen gehalten und dafür gesorgt hatte, dass ich es mir schwerer als nötig gemacht hatte.

Ab dem nächsten Jahr wird es daher keinen Redaktionsschluss-Stress mehr in der Adventszeit geben. Diese Ausgabe erscheint noch im alten Turnus, doch der April-Ausgabe wird bereits im Juni die nächste folgen, und ab dann geht es, wie gewohnt, dreimonatlich weiter.

Die nächste Winterausgabe wird also schon im Dezember erscheinen, den ich dann erstmals seit langem so richtig genießen kann.

Und nun wünsche ich Ihnen viel Freude beim Lesen dieser Ausgabe und hoffe, dass Sie dabei ganz viele Ihrer „Puzzleteilchen“ finden werden.

Herzlichst

Ihre

Anke Schmitz

Anke Schmitz  

 

klick hoch

Kontakt

BALANCE Heft-Abo
Medientipps
Leserbriefe
Verteilerstellen
Impressum
Anzeigenpreise

aktuelles Heft

Heft 1/2012
Heft 1/2012
Seit 1997 zeigen
wir neue Wege auf.

Haftungsausschluss

Datenschutzerklärung

Copyright BALANCE ® online, 2001 - 2012

Balance-unten