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Editorial Ausgabe 4/2009 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

herzlich willkommen zur Oktober-Ausgabe Ihrer BALANCE.

Obwohl ich sie nun schon so viele Jahre lang herausgebe, kommt es mir noch immer wie ein kleines Wunder vor, wenn aus den leeren Seiten auf dem Monitor ‚plötzlich’ eine fertige Zeitschrift geworden ist.

Wie ein Wunder kommt mir auch die unglaubliche Präzision vor, mit der uns das Leben zu jedem Zeitpunkt genau das gibt, was wir brauchen. Das erlebe ich im Besonderen bei der Arbeit an dieser Zeitschrift, denn es hat noch keine einzige Ausgabe gegeben, in der nicht zumindest ein Artikel haargenau zu meiner jeweiligen Lebenssituation passte.

Dieses Mal trat das Schmauen – in Gestalt des Artikels, den Sie ab Seite 4 lesen können – in mein Leben. Das Gelesene hatte mich sehr angesprochen und ‚per Zufall’ fand kurz darauf ein Schmau-Seminar ganz in meiner Nähe statt, wofür ich mich gleich anmeldete.

Ich freute mich darauf zu lernen, wie ich mein natürliches Geschmacksempfinden wieder reaktivieren und ein größeres Genussempfinden erlangen kann und dabei gleichzeitig meiner Gesundheit und Figur etwas Gutes zu tun. Das – so dachte ich – würde ich durch das Trainieren bestimmter Kautechniken erlernen. 

Ich erwartete also, einen eher ‚technischen’ Nachmittag zu erleben und war daher nicht im Mindesten auf das vorbereitet, was ich tatsächlich erleben sollte.

Der Seminarbeginn entsprach meinen Erwartungen zwar voll und ganz, doch  nach und nach bemerkte ich, dass es hier um weit mehr ging, als um das Erlernen simpler Techniken. – Es ging um eine ganz tiefe Berührung mit mir selbst, meinen Sinnen und Gefühlen.

Nie im Leben hätte ich damit gerechnet, dass ich ausgerechnet durch das Schmauen erkennen würde, dass es mit meiner Selbstliebe noch immer nicht zum Besten gestellt war. Doch ich kam nicht umhin, denn obwohl ich wahre Geschmacksexplosionen in meinem Gaumen erlebte, wehrte sich ein Teil in mir dagegen, dass ich es mir gut ergehen ließ, das Essen genoss und vor allem wohl mich selbst.

Glücklicherweise brauchte ich mich nicht lange zu fragen, welcher Teil in mir dafür verantwortlich war, dass es mir so schwer fiel, es mir gut ergehen zu lassen. Denn der Artikel von Robert Betz, der Sie ab Seite 26 erwartet, lieferte mir prompt die Antwort.

Um das Gesetz der Resonanz wussten bereits die alten Griechen. Daher bin ich fest davon überzeugt, dass die Wunder, die ich erleben durfte, auch Ihnen widerfahren werden. Vielleicht werden es ähnliche sein, vielleicht auch vollkommen andere. Denn jeder Weg ist anders, und was für den einen gut ist, muss es für den anderen noch lange nicht sein.

Ich wünsche mir, dass in dieser Ausgabe genau das für Sie dabei ist, womit Sie in Resonanz gehen können, auf dass Sie Ihre ganz eigenen Wunder erleben dürfen.

Herzlichst
Ihre

Anke Schmitz

Anke Schmitz  

 

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