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Startseite > Ausgabe 1/2010 > Editorial Editorial Ausgabe 1/2010Liebe Leserinnen, liebe Leser, zur ersten BALANCE-Ausgabe im Neuen Jahr möchte ich Sie auf das Herzlichste willkommen heißen. Wie Sie in dem Artikel ‚Das Jahr des Tigers kommt‘ ab Seite 12 lesen können, verheißt es der Feng Shui-Lehre zufolge Bewegung und zielgerichtete, kraftvolle Energie. Wer atmet bei diesen guten Aussichten nicht spontan auf, nachdem das Jahr 2009 – das Jahr des Büffels – von so viel Schwere, Stagnation und sogar Rückschritt geprägt war? Viele von uns blicken auf ein Jahr voller Herausforderungen zurück, auf emotionale oder finanzielle Krisen und Verluste, auf Trennungsschmerz und Zukunftsängste. Aber auch darauf, das Schwierige – was auch immer es war – überstanden zu haben, daran gewachsen zu sein und dadurch sogar gewonnen zu haben. Ich kenne Menschen, die Insolvenz anmelden mussten und im Nachhinein glücklich darüber sind, weil ihnen nun mehr Zeit für das Wesentliche bleibt: Für sich selbst und für die Menschen, die sie lieben. Sicherlich nicht nur sie haben festgestellt, dass der vorherige verzweifelte Kampf um den Erhalt dessen, was sie glaubten, unbedingt retten zu müssen, so viel Kraft gekostet hatte, dass Gesundheit und Lebensqualität darunter litten ... und dass sie das, was sie so verzweifelt retten wollten, tatsächlich gar nicht brauchen! Was uns dazu bewegt, uns lieber kaputt zu arbeiten, anstatt uns um unsere viel wichtigeren Bedürfnisse zu kümmern, das beschreibt Robert Betz sehr anschaulich in seinem Artikel ‚Burn-Out? Nicht mit mir!‘ Es ist die Sehnsucht nach Liebe und Anerkennung, die uns antreibt. Im unbewussten wie aussichtslosen Versuch, die Anerkennung unserer Mitmenschen ‚erarbeiten‘ zu können, hoffen wir, die alten Wunden nicht mehr spüren zu müssen. Doch dadurch heilen sie nicht. Das kann nur geschehen, indem wir uns ihnen liebevoll zuwenden, anstatt vor ihnen davonzulaufen. Das Schicksal von Robert Enke hat Millionen von Menschen erschüttert, und so sehr ich mit seiner Familie auch mitfühle, bin ich fest davon überzeugt, dass sein Selbstmord nicht umsonst war, sondern ganz viel bewegen wird. Denn der Makel, der Depressionen bislang anhaftete, beginnt zu bröckeln, weshalb viele Menschen, die bislang vor ihren Wunden davon gelaufen sind – ob durch zu viel Arbeit, zu viel Alkohol, durch Aufopferung oder was auch immer – es sich nun hoffentlich gestatten werden, Hilfe zu suchen, um einen der vielen möglichen Wege auf ihre Wunden zu beschreiten zu können, anstatt von ihnen weg. Einige dieser Wege zeigen wir auch in dieser Ausgabe wieder auf und ich wünsche mir von Herzen, dass Sie sich dadurch inspiriert fühlen, Ihren ganz ureigenen zu finden und zu gehen. Herzlichst Anke Schmitz
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