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Startseite > Editorial Ausgabe 3/2006 Editorial Ausgabe 3/2006Liebe Leserinnen, liebe Leser, zur Sommerausgabe der BALANCE® begrüße ich Sie ganz herzlich. In der Januar-Ausgabe 2005 erwähnte ich an dieser Stelle, dass die AGW e.V. (Arbeitsgemeinschaft Wettbewerb für den selbständigen gewerblichen Mittelstand e.V.) eine Art Musterprozess anstrengen wolle, und allgemein war man recht zuversichtlich, dass es entweder nie dazu kommen oder aber zu Ungunsten der AWG ausgehen würde. Dies ist leider nicht eingetroffen, so dass die AWG jetzt die rechtliche Handhabe hat abzumahnen, wenn Angehörige der Heilberufe mit folgenden Begriffen – ohne allgemein verständliche zusätzliche Erklärung – werben: „Neurostrukturelle Integrationstechnik, Angewandte u. begleitende Kinesiologie, Energetische Körperarbeit, Reiki, Osteopathie, Chirotherapie, Dunkelfelddiagnose-/Microskopie, TCM, Tuina, Qui Gong, H.O.T., Bioresonanztherapie, Craniosacrale, NLP.“ Diese Begriffe gelten als fremd- oder fachsprachlich.“ Bert Schulte, selbst ein „Opfer“ der AWG, berichtet auf Seite 34 über seine Erfahrungen und – erfreulicherweise – auch über seine Ideen. Ein befreundeter Redakteur einer anderen Zeitschrift erklärte mich für schlicht verrückt, als ich mich dazu bereit erklärt hatte, diesen Bericht zu veröffentlichen. Kontraproduktiv sei das, meinte er, ich würde die Anzeigenkunden ja geradezu mutwillig vergraulen. Das sehe ich vollkommen anders. Denn so wie BALANCE® ein Magazin ist, das sich mit Ganzheitlichkeit befasst, so bilden auch wir ein Ganzes: Sie, liebe Leserinnen und Leser, Sie liebe Anzeigenkundinnen- und kunden und ich als Herausgeberin dieses Magazins. Ich könnte es nicht herausgeben, würden Sie nicht inserieren, und Ihre Werbung wäre sinnlos, würde sich nicht eine treue Leserschaft dafür interessieren. Daher kann es auch nur im Sinne von uns allen sein, Abmahnvereine wie die AWG nicht durch falsch formulierte Werbung zu bereichern. Denn es darf ja geworben werden, man muss nur darauf achten, wie. Unsere KundInnen, die wir auf die Risiken wegen der Formulierung ihrer Werbetexte aufmerksam machten, empfanden unsere Hinweise keineswegs als kontraproduktiv, sondern waren im Gegenteil sehr dankbar dafür. Nicht die Information darüber, wie geworben werden darf, ist also kontraproduktiv, sondern einzig und allein das Gebahren der Abmahnvereine. Sie versuchen durch eine regelrechte „Abzocke“ zu verhindern, dass TherapeutInnen, die sanfte, alternative Wege zur Schulmedizin aufzeigen können, dafür werben und verhindern somit auch, dass die KlientInnen, die diese Wege suchen, sie finden können. Setzen Sie sich mit uns in Verbindung, wir stellen gern den Kontakt unter den Betroffenen her. Lassen Sie uns gemeinsam „wasserdichte“ Formulierungen finden, mit denen Sie auch weiterhin werben dürfen. – Lassen wir uns nicht einschüchtern und unseren Zielen und Ideen treu bleiben. Herzlichst
Ihre
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