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Editorial Ausgabe 4/1999

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

erst gestern, so erscheint es mir, freute ich mich auf den anstehenden Sommer, und nun ist es schon wieder Herbst geworden. Immer schneller scheint die Zeit zu verstreichen, immer schneller entwickeln sich Prozesse und Abläufe jedweder Art.

Auch das kollektive Bewusstsein ändert sich. Mehr und mehr werden althergebrachte Wertvorstellungen und Normen in Frage gestellt, und auf der persönlichen Ebene  werden immer mehr Menschen mit ihren ureigensten Ängsten und Schattenseiten konfrontiert, ohne dass die erprobten Verdrängungsmechanismen länger in der bewährten Form greifen.

Man wird kritischer - sowohl der „Obrigkeit“ als auch sich selbst gegenüber - es ist an der Zeit, den Schritt in die Eigenverantwortlichkeit zu wagen. Aber es ist auch eine Sehnsucht zu spüren, eine Sehnsucht nach etwas, das mit dem Leben, wie wir es gemeinhin führen, nichts zu tun hat. Denn, obwohl wir - äußerlich betrachtet - immer reicher, satter, abgesicherter und besser leben, geht dies doch mehr und mehr zu Lasten der Lebensfreude und Lebensenergie. Vereinsamung macht sich breit, Resignation und Depression und Flucht in die verschiedensten Süchte.

Die Einheit von Körper, Seele und Geist, den Menschen in seiner Ganzheit zu erfassen und nicht an äußerlichen Symptomen herumzukurieren - diese Zauberformeln fordern immer deutlicher Gehör und haben sich schon für viele Menschen als der einzig gangbare  Weg zur Genesung an Leib und Seele erwiesen.

In diesem Sinne haben wir Ihnen eine Auswahl an interessanten Themen zusammengestellt und hoffen, Sie hierdurch auf Ihrem Weg zurück zur Ganzheit ein wenig unterstützen zu können.

Herzlichst Ihre
 

Anke Schmitz

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